Noch mehr Ärger für Nokia: Nach den Querelen wegen der Standortverlagerung von Bochum ins Billiglohnland Rumänien steht dem finnischen Unternehmen jetzt eine Milliardenklage wegen möglicher Patentverletzungen ins Haus.
Der in die Kritik geratene finnische Handyhersteller Nokia wird derzeit mit einer Patentklage einer deutschen Firma konfrontiert - es geht um eine milliardenschwere Gebührenforderung. Kläger ist nach eigenen Angaben der Rechteverwerter IP-Com aus Pullach bei München, der fast zur Hälfte der US-Investmentgesellschaft Fortress gehört.
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IP-Com verlange von Nokia Lizenzgebühren für Mobilfunkpatente im Gesamtwert von mindestens zwölf Milliarden Euro, sagte IP-Com-Geschäftsführer und -Anteilseigner Christoph Schoeller und bestätigte damit einen Bericht des Handelsblatts. "Wir haben uns mit Nokia nicht über die Höhe der Lizenzgebühren einigen können und deswegen Klage eingereicht, um Nokia zu untersagen, diese Patente zu verwenden", erläuterte er. Jetzt sei man "mit der Geduld am Ende". IP-Com hatte Anfang Januar Klage über acht Patentfamilien am Landgericht Mannheim eingereicht und will Nokia die Nutzung untersagen lassen. Das würde einem Verkaufsverbot in zahlreichen Ländern gleichkommen.
"In aller Konsequenz" einklagen
Nokia will sich mit aller Macht gegen die Forderungen zur Wehr setzen, wie ein Konzernsprecher deutlich machte. "Das ist weit höher als alles andere, was wir gehört haben", sagte er: "Wir sind der Auffassung, dass die Patente in diesem Fall ungültig und nicht verletzt worden sind." Nokia befindet sich zudem inmitten von Patentstreitigkeiten mit den US-Unternehmen Qualcomm und Interdigital.
Der frühere Rechteinhaber, die Robert Bosch GmbH, hatte die Patente Ende 2006 an IP-Com verkauft. Das bayerische Unternehmen will die Lizenzgelder jetzt mit Rückendeckung durch den Private-Equity-Fonds Fortress "in aller Konsequenz" einklagen, sagte Schoeller.
Fortress verwaltet 40 Milliarden Dollar Anlegergelder und ist mit knapp 50 Prozent an IP-Com beteiligt.
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(Reuters/dpa-AFX/mah/ckn)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Richtig, denn mein Siemens Klapphandy funtioniert nach wie vor, wie am ersten Tag. Es hat alle Flüge und Reisen überstanden. Allerdings benutze ich es nur zum telefonieren.
Was ist so schimm daran?
Siemens ist gelebte Planwirtschaft, da passiert gar nichts. Zudem passen Siemens Produkte nicht wirklich in einen sehr von Trends geleiteten volatilen Markt. Durch die Trägheit dieses VEB Elektro Kombinates und dessen gigantischen Wasserkopf bekommt man sehr erprobte und bis zum Erbrechen getestete Produkte, aber keine trendigen. Handys, die einfach funktionieren und keinem Trend folgen, gibts für den halben Kurs aus China.
uns es gibt immer noch einen größeren, den die globale Wirtschaft produziert.
Vielleicht kommt genügend Kapital und Patentschutz zusammen ein gemeinsame deutsche Handyproduktion Bosch/Siemens aufzuziehen? Der Markt ist da und das Geschäftsmodell überfällig. Von Nokia wären da doch ganz schön Marktanteile zu holen (auch international).
Denn das bisschen Lohnanteil an den Halb- und Vollautomaten dürfte beim Mietkaufpreis eine zu vernachlässigende Rolle spielen. Insofern sind das alles Gefechte einer überholten Denkweise von einer durchgeknallten lohnkostenfixierten Managerschaft.