Pannenflugzeug Boeing 787 Dreamliner soll bald wieder fliegen

Schluss mit den Pannen? Der Dreamliner könnte demnächst wieder starten.

(Foto: AFP)

Schluss mit der Zwangspause: Boeing kann hoffen, dass noch an diesem Freitag die Sperre gegen den Dreamliner aufgehoben wird. Die Flieger müssen jedoch umgerüstet werden - die problematischen Batterien sollen in einen Schutzkasten.

Leichter und Spritsparend - der Boeing Dreamliner galt als Hoffnungsträger, doch dann wurde er vor allem zum Pannenvogel: Anfang Januar hatte die Batterie eines am Boden stehenden Dreamliners Feuer gefangen, außerdem verlor ein Flugzeug vor dem Start rund 150 Liter Treibstoff, an einem anderen war der Bremscomputer gestört.

Als dann in Japan eines der Flugzeuge wegen einer verschmorten Batterie notlanden musste, verhängte die US-Flugaufsichtsbehörde FAA ein Flugverbot für den Dreamliner. Es war das erste Mal seit 34 Jahren, dass ein solches Verbot für alle Maschinen eines Typs galt. Japan, Europa, Indien, Katar und Chile schlossen sich an. Doch wie das Wall Street Journal berichtet, könnte die Sperre nun schon an diesem Freitag aufgehoben werden.

Wenn nicht in letzter Minute etwas dazwischenkäme, werde FAA-Chef Michael Huerta die umgearbeiteten Batterien des Flugzeugs für sicher erklären, zitiert die Zeitung informierte Personen. Verschiedene Umbauten und ein spezieller Schutzkasten sollen in Zukunft dafür sorgen, dass die Batterie kein Feuer mehr fangen kann oder zumindest Rauch und giftige Dämpfe aus der Maschine geleitet würden.

Ende März hatte der Flugzeugbauer Boeing einen erfolgreichen Testflug mit seinem Modell Dreamliner unternommen. Eine Maschine mit der überarbeiteten Batterie war etwa zwei Stunden in der Luft. Anfang April absolvierte der Jet, der für die polnische Gesellschaft LOT bestimmt ist, für die FAA einen weiteren Testflug. Beobachter rechnen wegen der erfolgreichen Testflüge damit, dass die Sperre aufgehoben wird.

Sollte dies nun offiziell verkündet werden, könnten die 50 bis dato an Kunden ausgelieferten Dreamliner umgebaut werden und wieder starten. Der Airbus-Rivale könnte dann auch mit der zwischenzeitlich gestoppten Auslieferung neuer Maschinen fortfahren. Fluggesellschaften haben weitere etwa 800 der Langstreckenflieger bestellt.