Verschiebebahnhof Telekom: Konzernboss Obermann plant einen radikalen Umbruch und versetzt Tausende Mitarbeiter. Etliche sollen sogar auf Geld verzichten.
Die Deutsche Telekom wird nach dem Umbau der Call-Center weitere massive Einschnitte beim Personal vornehmen. Rund 6000 Mitarbeiter der Netzwerksparte sollen in die im vergangenen Jahr gegründete Niedriglohnsparte T-Service verlagert werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Bonn mit. Auf diese Weise werde die Verantwortung für das Kerngeschäft Technik gebündelt, hieß es. Die Beschäftigten sollen dort zu schlechteren Konditionen arbeiten.
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Frischer Wind bei der Deutschen Telekom - Tausende Mitarbeiter müssen wohl die Arbeitsstelle wechseln. (© Foto: dpa)
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Das Gehalt werde auf das Niveau der Servicegesellschaften gebracht werden, sagte Telekom-Personalmanager Dietmar Welslau.
Die Telekom hatte im vergangenen Jahr rund 50.000 Beschäftige nach einem harten Konflikt mit der Gewerkschaft Verdi in T-Service verlagert, wo die Beschäftigten zu schlechteren Konditionen arbeiten.
Kosten sollen reduziert werden
Erst am Wochenende war bekannt geworden, dass der Konzern auch bei seinen Call-Centern den Rotstift ansetzt. Den Planungen zufolge sollen Call-Center in 39 Städten dicht gemacht werden. In 24 Städten sollen die Standorte erhalten bleiben. Von den insgesamt 18.000 Beschäftigen sind rund 8000 von dem Umbau betroffen. Entlassungen und einen Stellenabbau soll es im Zuge dieser Umstrukturierung aber nicht geben. Mit der Umstrukturierung will die Telekom ihre Kosten senken.
Die Telekom forderte von der Gewerkschaft eine "konstruktive und partnerschaftliche Begleitung" der Umstrukturierung. Verdi kündigte mit Blick auf den weiteren Unternehmensumbau bei der Telekom eine "erhebliche Protestwelle" an.
2007 hatte die Telekom bereits Zehntausende Beschäftigte in externe Servicegesellschaften ausgelagert, die nun für weniger Geld länger arbeiten müssen.
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/Reuters/mel/vw)
Vor der EM in Polen und der Ukraine
soll es den Menschen besser gehen als denen die im Kongo nach Coltan schürfen müssen? Warum sollten hier die Arbeitsbedingungen toll sein wenn man jeden Menschen auch wie einen Sklaven knechten kann?
Wir haben jedes Jahr ein neues Handy mit blutig geschürften Händen des wichtigen Minerals. Laufen auf Schuhen die unter sklavenbedingungen gefertigt worden sind um sie dann für den 100 fachen Preis zu kaufen. Doch wenn es an das eigene geht, wird es ungerecht.
Solange alle nach diesem Prinzip konsumieren und leben sollten sie sich nicht wundern wenn es einen selbst erwischt.
Moral und Verantwortung ausblenden wenn es um den eigenen Vorteil geht und wenn es der skrupellose Manager macht ist er der einzige Buhmann.
Solange nichts wirkliches passiert, geht es allen noch zu gut, sollte es mal anders kommen dann... reicht mal wieder die 1/3 Mehrheit damit es gewaltig knallt.
Die da oben werden sich den Dingen so anpassen das sie mal gut davon kommen und jene die lange der Fratze ins Gesicht geschaut haben müssen es dann ausbaden.
Es ist nicht meine Meinung nur die traurige Realität
Sie schrieben:
"Wer als Mitarbeiter/in in diesem Unternehmen verblieb und nicht rechtzeitig flüchtete, hatte die Zeichen der Zeit nicht erkannt und wirkte an dem massenhaften Betrug mit."
Klar doch. Als machtloser Callcenter-Sklave muß man Ihrer Ansicht nach nicht nur sofort kündigen (und aus den ach so reichhaltigen Alternativen am Arbeitsmarkt auswählen), sondern macht sich auch noch des Betrugs mitschuldig.
Meinen Sie das im Ernst?
http://de.wikiquote.org/wiki/Angela_Merkel#2007
"Der Aufschwung kommt bei den Menschen an." - In der Bundestagsgeneraldebatte über den Haushalt 2008, bundesregierung.de, 28. November 2007
14tausend Menschen und mehr zu beleidigen ("kein ehrlicher Mensch") spricht höchstens für Mut. (Kommt noch Dummheit dazu hat man gemeinhin einen Helden.)
Viele dieser Menschen sehen kaum eine Alternative, weil sie nur für diesen Arbeitgeber ausgebildet wurden. Welcher von den direkten Konkurrenten, die ähnlich genug sind, um diesen Menschen Arbeit zu bieten, ist den bitte besser?
Steck dein Bell-Organ mal tief in ein Großunternehmen, das tausende Arbeitsplätze abbaut und versuch die Menschen zu verstehen, deren materielle Lebensgrundlage da zur Jongliermasse gemacht wird. Kümmer dich mal um ihre Überlegungen und Gefühle bevor du auf Ihnen rumtrampelst. Sonst machst du mit ihnen nämlich letzlich das Gleiche wie die "Alt-Juppies", die diese tausendfachen menschlichen Katastrophen (Gibt es versuchten sozialen Massenmord?) verantworten.
@ SandraBeltane
ich nehme mal an, der ist wie Steinbrück und Asmussen bei der IKB für Lone Star bei der Telekom für Blackstone unterwegs...
Paging