Neue Pläne von Wiedeking Von Porsche zu Pasta

Der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking steigt in die Gastronomiebranche ein. Er will offenbar eine Reihe italienischer Schnellrestaurants in Deutschland, Österreich und der Schweiz eröffnen. Die Wahl des Namens für die Kette sorgt allerdings für Irritationen.

Ex-Porsche-Chef Wiedeking eröffnet eine italienische Restaurantkette.

(Foto: dapd)

Wendelin Wiedeking hat schon mal für erhebliche Unruhe gesorgt: Als Porsche-Chef versuchte er, im Handstreich Volkswagen zu übernehmen. Er scheiterte damit und musste zurücktreten.

Nun gibt es erneut Aufregung: Wiedeking steige in die Gastronomiebranche ein und wolle eine Reihe italienischer Schnellrestaurants in Deutschland, Österreich und der Schweiz eröffnen, berichtet das Manager Magazin. Der geplante Name - Vialino - bestürze dabei vor allem den Konkurrenten Vapiano. Aber noch plane Vapiano keine rechtlichen Schritte.

Pikant sei aber auch, dass die Nürnberger Restaurantkette L'Osteria - die von zwei früheren Vapiano-Miteignern betrieben wird - mit Wiedeking über eine Partnerschaft verhandele und seinen Leuten in diesem Zusammenhang Einblick in die Geschäftsbücher gewährt habe.

Wiedeking versichere unterdessen, dass sein Vorstoß auf einem eigenständigen Konzept beruhe: Vialino-Kunden sollen dem Magazin zufolge am Tisch bedient und die Restaurants rustikaler gestaltet werden. Bei Vapiano gilt dagegen: Selbstbedienung. Nach der Premiere Ende Dezember in Ludwigshafen plane Wiedeking unter anderem Neueröffnungen in Heidelberg, Karlsruhe, Frankfurt am Main und Zürich.

Wiedeking hatte sich zuletzt weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Unternehmerisch war der 60-Jährige aber dennoch tätig und beteiligte sich an Unternehmen oder beriet sie. So sei er etwa in den Beirat der österreichischen Signa Holding eingezogen, die unter anderem an Kaufhof Interesse zeigte.