Mann verklagt BMW wegen Dauererektion Zu viel Freude am Fahren

Fast zwei Jahre hatte ein Kalifornier angeblich eine Erektion, die er nicht mehr loswurde. Schuld daran sei der Sitz auf seinem BMW-Motorrad. Nun verklagt er den Konzern.

Es ist womöglich eine der unbekannteren Gefahren des Motorradfahrens. Fast zwei Jahre litt ein Mann aus Kalifornien nach eigenen Angaben an einer Dauererektion. Er behauptet, daran sei der falsch entworfene Sitz einer BMW-Maschine schuld gewesen. Deshalb hat er den Autokonzern jetzt verklagt.

Über den Fall berichtet der Courthouse News Service, eine Nachrichtenagentur für Juristen. Bei BMW in München erfährt man nicht viel: Zu laufenden Verfahren gebe man keine Stellungnahme ab, heißt es dort.

Der Mann behauptet, er habe nach einer vierstündigen Fahrt auf seinem BMW-Motorrad im Mai 2010 eine "schwere Form von Priapismus" entwickelt, also eine schmerzhafte Dauererektion. Die Form des Sitzes vergleicht er in seiner Klage mit einem Bergrücken.

"Das ist sehr peinlich, es gab alle möglichen Probleme", zitiert der US-Sender ABC News den Anwalt des Klägers. "Er musste seine Kleidung entsprechend ändern und hatte Probleme, aufs Klo zu gehen." Das Problem sei zwar nach langer Zeit verschwunden, dafür könne der Mann jetzt gar keine Erektion mehr bekommen.

Geschlechtsverkehr sei ihm seitdem nicht mehr möglich. Er fordert nun Ersatz für Verdienstausfälle, Arztrechnungen, emotionales Leid und "allgemeinen Schaden". BMW und dem Sitzbauer Corbin-Pacific, ebenfalls Ziel der Klage, wirft der Mann vor, den Sitz fahrlässig entworfen beziehungsweise installiert zu haben.