Konten im Ausland Schweiz offen für neue Verhandlungen über Steuerabkommen

"Wenn Deutschland das Gespräch mit uns suchen will, sind wir offen", so der Schweizer Außenminister Burkhalter.

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Die Schweiz will mit Deutschland wieder über ein Steuerabkommen sprechen - falls die Bundesregierung das Gespräch sucht. Der heutige Zustand mit Zufallsfunden und fragwürdigen Käufen von CDs sei "unerfreulich", so der Schweizer Außenminister. Und zwar für beide Seiten.

Die Schweizer Regierung hat sich nach der Ablehnung des umstrittenen Steuerabkommens durch die deutsche Länderkammer für weitere Verhandlungen offen gezeigt. Der heutige Zustand mit Zufallsfunden und fragwürdigen Käufen von CDs mit Daten mutmaßlicher Steuerhinterzieher sei für beide Seiten unerfreulich, sagte Außenminister Didier Burkhalter der Feiertagsausgabe der Bild am Sonntag. "Wenn Deutschland nach seiner Ablehnung das Gespräch mit uns suchen will, sind wir offen."

Derzeit hielten die Schweizer Banken ihre Kunden an, ihre steuerliche Situation in Ordnung zu bringen. Einen Zwang und eine Garantie gebe es aber auf diese Weise nicht. "Ein Steuerabkommen würde eine flächendeckende Lösung sicherstellen", sagte der liberale Politiker. Er will sich dazu am heutigen Mittwoch mit seinem deutschen Kollegen Guido Westerwelle in Bern treffen.

Das deutsch-schweizerische Abkommen scheiterte im deutschen Bundesrat am Widerstand der Opposition. SPD und Grüne argumentierten, dass damit Steuerhinterzieher zu günstig weggekommen wären. Das Abkommen sah eine anonyme Nachversteuerung deutschen Schwarzgeldes auf eidgenössischen Konten vor.