Henkel-Chef Rorsted im SZ-Interview "Ein Image lässt sich nicht über Nacht drehen"

Er ist der Herr über Marken wie Persil oder Weißer Riese. Henkel-Chef Kasper Rorsted spricht über geplante Zukäufe sowie die Unterschiede zwischen der großen Krise vor einigen Jahren und der jetzigen Situation.

Der Düsseldorfer Konzern Henkel (unter anderem Persil, Weißer Riese) denkt an weitere Zukäufe von Firmen. " Wenn ein Objekt verfügbar ist, das uns strategisch voranbringt, und der Preis stimmt, werden wir sicherlich die Chance ergreifen", sagte Henkel-Vorstandschef Kasper Rorsted der Süddeutschen Zeitung.

Bereits in der Vergangenheit hatte sich Henkel mit milliardenschweren Akquisitionen gestärkt. Zukäufe könnten aus eigenen Kraft finanziert werden. Rorsted: "Wir haben eine sehr solide Bilanzstruktur und einen starken Cash Flow." Die Verschuldung sei zuletzt deutlich reduziert worden.

Rorsted sieht auch angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten und der weltweiten Konjunktureintrübung keinen Grund, seine Ziele zu reduzieren. "Wir stehen zu unserem Renditeziel von 14 Prozent. Bisher gibt es keinen Grund, warum wir das nicht erreichen sollten. Ich halte es auch für gefährlich, Ziele ständig zu korrigieren", sagte Rorsted.

Er fügte mit Blick auf die Weltwirtschaft an : "Die derzeitige Lage ist anders als im Krisenjahr 2008. Damals gab es eine globale Rezession. Die Gefahr, dass sich das wiederholt, halte ich für äußerst gering."

In der Eurokrise würden die Probleme jedoch nur weitergeschoben. Er warnte vor einem Scheitern des Euro: Würde der Euro fallen, wäre das ein enormer Schaden für Deutschland, sagte Rorsted. Er betonte: "Die Euro-Zone wird weiter bestehen - mit welchen Mitgliedern auch immer."

Lesen Sie das komplette Interview in der Montagausgabe der Süddeutschen Zeitung.

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