Da ließe sich mehr draus machen. Wer sich in den Daddel-Hallen an Casino-ähnlichen Geräten, Jackpot-Systemen und anderen Glücksspielen versucht, der könnte dort auch sein Geld für Sportwetten ausgeben. Eine Annahmestelle wäre rasch eingerichtet, ein Terminal schnell installiert.
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Die Gauselmann-Gruppe, die sich bei den Automaten zunehmender Konkurrenz aus dem Ausland erwehren muss, hätte ein zweites Standbein im Heimatland. Und zugleich könnte der Konzernherr aus Espelkamp zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Eine generelle Lockerung statt einer Verschärfung des Staatsmonopols würde die Spielstätten vor den derzeit heftig diskutierten Einschnitten bewahren.
Wissenschaftler, Drogenexperten und Politiker vor allem aus der SPD drängen darauf, Automaten aus Kneipen zu verbannen, die Zahl der Daddel-Hallen zu reduzieren und neue Auflagen zu erlassen. Die einen wollen so die Spielsucht bekämpfen, die anderen das staatliche Lotto und Toto retten, das den Bundesländern mehrere Milliarden Euro im Jahr bringt.
Die Erlöse der meisten Staats-Lotterien einschließlich ihrer Casinos von Garmisch-Partenkirchen bis Flensburg sind seit Jahren rückläufig. Jene Casinos, Pokerrunden und Sportwetten, die vom Ausland aus online agieren, boomen hingegen, aufgrund vielfältiger Vorteile.
Sie sind oft in Steueroasen wie Gibraltar und Malta ansässig, zahlen kaum Steuern, locken mit höheren Gewinnquoten, werben mit Prominenten wie Boris Becker, und sind nicht sehr streng reglementiert; anders als das staatliche Glücksspiel in Deutschland.
Ein Dilemma, zwei Auswege
Der staatliche Lottochef Erwin Horak verlangt von der Politik, entschieden gegen die private Konkurrenz vorzugehen, deren Geldströme zu kappen, und Gauselmanns Automatenspiel drastisch einzuschränken. Der Bayer Horak ist der Gegenspieler des westfälischen Spielhallen-Königs.
Gauselmann will den genau entgegengesetzten Weg von Horak gehen. Geht es nach ihm, werden private Wettanbieter zugelassen, um von ihnen Abgaben kassieren, und die Auflagen für das staatliche Glücksspiel werden gelockert, das dann wieder florieren werde.
In seinen Briefen an Politiker, denen er so gerne Schecks schickt, spricht Gauselmann von einer "liberalen fortschrittlichen Lösung". Er selbst ist bestens darauf vorbereitet. Sein Konzern hat für ein eigenes deutsches Wett-Angebot längst die Internetadresse cashpoint.de eingerichtet. Es fehlt nur noch die Lizenz.
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(SZ vom 22.02.2011/ema/pak)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Paul Gauselmann könnte sofort den deutschen Glücksspielmarkt vom Ausland über das Internet her angreifen - mit Online-Casinos und Sportwetten. Alles was er dazu braucht hat er bereits. Die Systeme laufen bereits in den liberaleren europäischen Ländern wie Tchechien und Italien - mehrsprachig natürlich. Er bräuchte nur noch einen Werbeträger wie Boris Becker holen und zur Attacke blasen.
Aber das wird er nicht tun! Weil er ein Unternehmer vom ganz alten Schlag ist. Auch wenn es kitschig klingt: Diesem Mann sind seine Automaten, seine Produkltionshallen in Lübbecke, und auch seine tausende Angestellten wichtiger als neue Geldeinnahmen über Internet. Wenn schon Sportwetten, dann doch bitte als Automaten, made in Ostwestfalen.
"Das Staatsmonopol sei nicht mehr haltbar, schrieb Gauselmann. Es führe nur dazu, dass 90 Prozent der Toto-Einsätze via Internet "unreguliert und steuerfrei" ins Ausland gingen."
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Gauselmännchen will noch mehr vom Kuchen. Politiker schaltet Ihn frei - er gibt euch auch was davon.
und die SZ tröpfelt fleissig mit.
Ich dachte der sitzt schon wegen Bestechung im Knast.
Hier ist es wie in Afrika
Das große Geschäft mit der Hoffnung der Menschen.