Euro Euro verliert weiter

Die Aussicht auf eine größere Zinsdifferenz zwischen der Eurozone und den USA belastet die Gemeinschaftswährung. Außerdem leidet der Euro unter einer möglichen Regierungsbeteiligung der FDP in Berlin.

Der Euro hat auch am Dienstag weiter nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung rutschte von 1,1845 Dollar am Vorabend bis auf 1,1765 Dollar ab und notierte damit so niedrig wie zuletzt vor vier Wochen.

Neben möglicherweise langwierigen Koalitionsverhandlungen in Berlin machten Börsianer die Aussicht auf weiter steigende US-Zinsen für den Kursrückgang verantwortlich. In den USA stünden die Zeichen auf Zinserhöhungen, sagten Händler. Dagegen hält die Europäische Zentralbank weiterhin eine sehr umfangreiche geldpolitische Unterstützung für die Konjunktur für nötig, wie Notenbankchef Mario Draghi am Montag vor einem Ausschuss des Europa-Parlaments in Brüssel ausgeführt hatte. Zudem belastete den Euro auch die mögliche Regierungsbeteiligung der FDP in Berlin. Die Liberalen sehen eine vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron befürwortete stärkere Integration im Euro-Raum kritisch.