Drastische Kürzungen Ebay streicht mehr als 2000 Stellen

  • Der Onlinehändler Ebay baut 2400 Stellen ab, sieben Prozent seiner Belegschaft.
  • Der Bezahldienst Paypal wird bald von Ebay abgespaltet. Der US-Konzern prüft auch den Verkauf einer weiteren Sparte.

Einsparungen noch in diesem Quartal

Der Onlinehändler Ebay will vor der Abspaltung seines Bezahldienstes Paypal 2400 Stellen einsparen. Das entspricht sieben Prozent seiner Belegschaft. Die Jobs sollen noch in diesem Quartal wegfallen, teilte der US-Konzern mit. Der Personalabbau betreffe alle Geschäftsfelder.

Zugleich gab Ebay bekannt, auch einen Verkauf oder Börsengang der Sparte Enterprise zu prüfen. Diese ist auf die Entwicklung und den Betrieb von Onlineshops für Unternehmenskunden spezialisiert.

Mit dem Großaktionär Carl Icahn, der auf die Paypal-Ausgliederung gedrungen hatte, traf Ebay zudem eine Art "Stillhalteabkommen". Dieses sieht vor, dass Investoren bei dem rasant wachsenden Bezahldienst ein größeres Mitspracherecht bekommen, sobald dieser an die Börse gebracht ist. Das soll noch in der zweiten Jahreshälfte geschehen. Ein Vertreter von Icahn wird in den Verwaltungsrat aufgenommen.

Geschäfte laufen schleppender als erwartet

Als voraussichtliche Kosten für den Stellenabbau und den Unternehmensumbau veranschlagte Ebay zwischen 210 und 240 Millionen Dollar im ersten Quartal und 350 bis 400 Millionen Dollar für das Gesamtjahr. Für das erste Vierteljahr 2015 stellte der Konzern einen Gewinn je Aktie von 68 bis 71 Cent in Aussicht, der Umsatz soll bei etwa 4,4 Milliarden Dollar liegen. Analysten hatten in beiden Fällen mehr erwartet.

Auch im Schlussquartal 2014 liefen die Geschäfte bei Ebay etwas schleppender als von Analysten erwartet. Dennoch konnte der Konzern einen Umsatzanstieg um mehr als acht Prozent im Jahresvergleich auf 4,9 Milliarden Dollar melden, dafür war vor allem Paypal verantwortlich. Der Gewinn stieg um zehn Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Die Aktie legte nachbörslich um mehr als zwei Prozent zu.