"Geldverschwendung auf Kosten des Steuerzahlers:" Experten laufen Sturm gegen die Aufstockung der Abwrackprämie.
Nach der Entscheidung der Bundesregierung für eine Verlängerung der Abwrackprämie hat der Vorsitzende der Monopolkommission, Professor Justus Haucap, vor einem Verfall der Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt gewarnt.
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Autohalde in Leverkusen: Die FDP sieht in der Abwrackprämie ein "Wahlgeschenk ohne großen Nutzen." (© Foto: dpa)
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"Durch die staatliche Förderung verlieren Millionen Gebrauchtwagen an Wert", sagte Haucap am Mittwoch der Süddeutschen Zeitung. Dies treffe deutsche Premium-Marken wie Audi, Mercedes und BMW, weil sich die Nachfrage zu kleinen Neuwagen verschiebe.
Die Monopolkommission gehört zu den wichtigsten Beratungsgremien der Bundesregierung. Die Verlängerung der staatlichen Förderung stieß am Mittwoch auch in Teilen der Union, in der Opposition und in der Wirtschaft auf harsche Kritik.
"Ökonomisch unsinnig"
Haucap bezeichnete die Abwrackprämie als "Geldverschwendung auf Kosten des Steuerzahlers". Die Förderung sei "ökonomisch unsinnig", weil damit vor allem die Produktion von Kleinwagen in Osteuropa angekurbelt und der Kauf von Neu- und Jahreswagen nur vorgezogen werde.
Diese Nachfrage werde in Zukunft jedoch wieder entfallen. Am Gebrauchtwagenmarkt waren die Preise für ältere Modelle, für die die Förderung nicht gilt und die mehr als 2500 Euro wert sind, zuletzt deutlich gefallen.
Kritik an der Prämie kam auch vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann sprach von einem "Pyrrhus-Sieg für die Autoindustrie".
"Irgendwann muss jemand dafür zahlen"
Bei den Kleinwagenherstellern drohten 2010 erhebliche Verkaufseinbußen. Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz warnte, andere Branchen zahlten die Zeche für die Subventionierung der Autoindustrie. Den Bürgern drohten höhere Steuern, weil irgendwann jemand dafür bezahlen müsse.
Die FDP sprach von einem Wahlgeschenk ohne großen Nutzen für die Industrie. Der CDU-Mittelstandspolitiker Michael Fuchs kündigte in der Rheinischen Post an: "Ich werde im Bundestag dagegen stimmen." Fuchs nannte die Prämie eine "ungerechtfertigte Subvention eines kleinen Teils einer Branche".
Nach kontroversen Diskussionen hatte das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen, den Fördertopf für die begehrte Abwrackprämie von 1,5 Milliarden auf fünf Milliarden Euro aufzustocken.
Einspruch der Kanzlerin
Damit soll insgesamt zwei Millionen deutschen Autokäufern ermöglicht werden, bis spätestens Jahresende in den Genuss dieser Subvention zu kommen. In der SPD und der Union war zunächst erwogen worden, die Prämie in der zweiten Jahreshälfte zu halbieren.
Dieser Plan war am Einspruch von Kanzlerin Angela Merkel gescheitert. Eine Verlängerung der Prämie über das Wahljahr 2009 hinaus schloss die Regierung aus, ebenso Subventionen für andere Konsumgüter. "Eine solche Prämie für andere Produkte wird es nicht geben", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm der SZ.
Der CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer verlangte unterdessen, die Abwrackprämie nachzubessern. Die Prämie solle auch beim Erwerb von Jahreswagen gezahlt werden, wenn diese Fahrzeuge zuvor 14 Monate statt 12 Monate zugelassen waren.
Ramsauer begründete dies damit, dass viele Jahreswagen etwas länger als ein Jahr gefahren würden, ehe sie verkauft werden. Davon könnten vor allem Firmen wie Audi, BMW und Mercedes profitieren, die viele Jahreswagen im Angebot haben.
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(SZ vom 09.04.2009/pak)
Großprojekte in Berlin
Bin ich da vieleicht falsch aufgeklärt, warum werden immer die gleichen Falschen gewählt.
Seit der Wende ist der Staat nur noch eine Abwrackhalde. Die haben doch mit den Grundstücken und Häusern zu 1DM von der sogenannten Treuhand angefangen und machen nun mehr alle Jahre wieder mit irgend einer anderen Prämie Schlagzeile. Treffen wird es immer die Kleinen und die Dummen. Denn wer klein ist und nicht dumm , der wählt diese Leute nicht mehr.Der Bürger ist die Mehrheit und wenn die Mehrheit diese Abzocker da oben nicht mehr wählt können sie auch nicht mehr abwracken oder abräumen.
Die große halten beim abzocken zusammen, wann werden die kleinen mal wieder zusammen halten und die Abzocker nicht mehr wählen . Jeder der sich aufregt was die da oben treiben hat es in der hand. Und wenn ein paar pfiffige dann aus der Willkür der Regierung Geld machen und Autos wer weiß wohin verschiffen dann schreit der Mob und die Polizei Da werden dann gleich kleiner Firmen als Kriminell eingelocht.Wer schreit wenn die Großen wie Zumwinkel abzockt und uns verkohlt und verkauft.
Einige Presseberichte und dann...... es bleibt alles still., wir lassen sie laufen und regen uns beim nächsten Kleinen der sich nicht so wehren kann,erneut lautstark auf.
....es offenbart sich in herrlicher Klarheit dass der Staat eben am besten seine Finger komplett raushalten sollte und die Menschen und Maerkte das selbst regeln sollten. Der Staat versteht nix vom Geschaeft und ruiniert es am Ende - und das noch zu horrenden Kosten fuer alle. So, und dann will hier jemand noch den Oskar waehlen?
Ach ja, und bevor jemand die Finanzkrisenkeule rausholt: der Staat soll sich darauf beschraenken, klare, verbindliche und strikte Rahmenbedingungen zu setzen, deren Einhaltung zu kontrollieren and that's it.
Wenn man Leuten Geld gibt, damit ein gewisses Geschäft zu Stande kommt, nennt man das normalerweise Bestechung. Hr. von Pierer hat das zu seinem Leidwesen kennenlernen müssen.
Was ist die Abwrackprämie anderes als Bestechung. Leute werden mit Geld dazu gebracht, ein Geschäft zu tätigen, das sie eigentlich gar nicht machen wollten. Viele Manager wurden inzwischen wegen Untreue belangt. Wann wird unsere Regierung wegen Untreue belangt?
Die Wahrscheinlichkeit , dass CDUCSU und SPD nach der BT-Wahl wieder zusammen gehen (müssen...), hat sich durch die hirnabgewrackte Entscheidung ja nicht verringert .
Gekommen ist es dazu wohl so : Keine der beiden konnte/wollte es wagen zu sagen , dass mit den 1,5 Milliarden Schluss sei . Sofort hätte die andere Seite sich lauthals heuchlerisch an die BLÖD gewandt und die Fortsetzung der "Wohltaten" verlangt , und : Punktgewinn bei den Wahlen ! Also hat man geglaubt , das Dilemma nur mit "Weitermachen !" lösen zu können . Kommt ja auf die paar Milliarden eh nicht mehr an .
Demokratie in Absurdistan ...
mein Auto nix mehr wert. Und das alles nur wegen aktionistischen, wahlkämpferischen Handlungen der etablierten Parteien. Ich werde Oskar wählen, und wenn es eine Strafe ist...
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