Die einen nennen ihn einen faulen Griesgram, die anderen loben ihn für seine Intelligenz und Unbestechlichkeit. Recht haben wohl beide.
Von
Von Robert Roßmann
Wegen seiner Ablehnung des Euro-Rettungsschirms wurde der CDU-Innenexperte Bosbach in seiner Partei hart angegriffen. "Ich habe Dinge erlebt, die ich nie erleben wollte", sagte Bosbach. Er spricht von "übler Nachrede" und rät seiner Partei, mit abweichenden Meinungen gelassener umzugehen. Joschka Fischer äußert Verständnis für Pofallas Wutausbruch.
Seit Willy Brandt hat kein Politiker mehr so viel spontane Sympathie auf sich gezogen wie Joachim Gauck. Ihm gelingt, woran Merkel und Westerwelle beständig scheitern: Der Bürgerrechtler begeistert die Mitte der Bevölkerung. Seine Biographie und sein Redetalent allein können das nicht erklären.
Von
Gustav Seibt
Maybrit Illner will die Wege zum Kommunismus ergründen - keine leichte Aufgabe. Die Antworten ihrer Gäste liegen irgendwo zwischen "Revolution" und "Kasperltheater".
Eine kleine Nachtkritik von
Lena Jakat
Nachdem sie mit ihrer Klage gegen die Auflösung des Parlaments gescheitert sind, haben Werner Schulz von den Grünen und Jelena Hoffmann vor den Folgen des Urteils gewarnt: "Der Kanzler hat jetzt ein Parlamentsauflösungsrecht, das Parlament hingegen nicht."
Der Grünen-Abgeordnete Werner Schulz will vor dem Bundesverfassungsgericht klagen, falls der Bundespräsident dem Ansinnen des Kanzlers folgt. Dass er in seiner Begründung den Bundestag mit dem Parlament der früheren DDR verglichen hat, finden seine Parteifreunde nicht in Ordnung.
Heute feiert Joschka Fischer seinen 60. Geburtstag. Wie aus einem Frankfurter Revoluzzer und Steinewerfer ein Weltstaatsmann wurde.
Eine Leibesvisitation von
Kurt Kister
Schröders Bekenntnisse, Merkels Ausrutscher und Münteferings Patzer - der Reichstag ist voller Rätsel, doch alle hoffen, dass die Auflösung folgt.
Von
Von Christoph Schwennicke und Nico Fried
Weil vier kleine Gruppierungen durch eine vorgezogene Bundestagswahl einen Wettbewerbsnachteil befürchten, überlegen sie, ob sie in Karlsruhe Klage einreichen sollen. Aber auch der Grünen-Politiker Werner Schulz hat Widerstand gegen das Verfahren angekündigt, mit dem das Parlament aufgelöst werden soll.
Von
Von Robert Roßmann
Ein feierlicher Kanzler, die haspelnde Herausforderin, ein Raubauz und der Dank vom Boulevard: Der Medienwahlkamf hat begonnen.
Von
Von Hans-Jürgen Jakobs
Die Grünen-Fraktionschefin machte in einem Interview ihrem Ärger über die möglichen Neuwahlen Luft. Unterdessen rechnet der Grünen-Bundestagsabgeordnete Werner Schulz fest mit Köhlers Zustimmung zu Neuwahlen.
Der Kanzler sucht das Misstrauen des Bundestages. Wie er das begründete, was die Opposition sagte, wie die Stimmung war: der Live-Ticker zur Vertrauensfrage zum Nachlesen.
George Clooney, Leonardo DiCaprio, Julia Roberts - sie alle sind Lohas. Die Lohas sind ein neuer Menschenschlag, sie essen, kaufen, leben verantwortungsvoll. Bewahren sie so die Welt vor dem Untergang? Wohl eher sich selbst.
Von
Georg Etscheit
Der CSU-Chef erhöht den Druck auf den Bundespräsidenten und das Verfassungsgericht, die Neuwahlen im Herbst nicht zu blockieren. Sollte es aus juristischen Gründen nicht zu Neuwahlen kommen, "wäre das eine Katastrophe für uns insgesamt", sagt Stoiber.
Von
Von Sebastian Beck und Nico Fried
Am 11. oder 18. September sollen die Deutschen ein neues Parlament wählen, und die Parteien beeilen sich, klar Position zu beziehen. Für die SPD heißt das offenbar erst mal: mehr Distanz zu den Grünen.
Es ist eine unwürdige Posse um ein weitreichendes Urteil. Nach einigem Hin und Her wird das Urteil über die Klage gegen die Auflösung des Bundestages nun am Donnerstag um 10 Uhr verkündet.
Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am 9. August über die Klagen gegen die von Bundespräsident Horst Köhler beschlossene vorgezogene Bundestagswahl am 18. September. Kläger sind die SPD-Abgeordnete Jelena Hoffmann, der Grünen-Politiker Werner Schulz sowie kleinere Parteien.
Es war Gerhard Schröders Idee und ureigenster Entschluss: Er stellt die Vertrauensfrage, verliert sie, und im September wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Aber ist wirklich alles so einfach? Entdecken Sie die Möglichkeiten!
Von
Von Markus C. Schulte v. Drach
Damit ist der Weg für die Neuwahl am 18. September eigentlich frei. Doch das letzte Wort hat das Bundesverfassungsgericht. Mehrere Bundestagsabgeordnete haben bereits eine Klage angekündigt.