Zwar gibt es noch nicht einmal eine Anfrage, dennoch überlegt Verteidigungsminister Struck, Leopard-Panzer in die Türkei zu liefern. 1999 hatte das gleiche Thema zu einer schweren Krise in der rot-grünen Koaliton geführt.
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Waffenlieferungen von Deutschland und Schweden an Saudi-Arabien haben großen Protest ausgelöst. Von neuen Enthüllungen sind nun selbst Experten überrascht: Schwedische Berater helfen dem Wüstenstaat, eine Rüstungsfabrik aufzubauen.
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Gunnar Herrmann, Stockholmmehr...
Saudi-Arabien verdient als Bollwerk gegen Iran, Ruhepol im tosenden arabischen Meer und unverzichtbarer Öllieferant Hilfe. Doch es ist die falsche Politik, ein Regime mit einer Panzerlieferung zu stabilisieren - und bringt die Bundesregierung in Verdacht, die Dynamik des Arabischen Frühlings falsch zu lesen.
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Stefan Korneliusmehr...
Saudi-Arabien tritt Menschenrechte mit Füßen. Die Koalition aber erlaubt Panzerlieferungen in das Land. Die Opposition ist empört: In einer Aktuellen Stunde im Bundestag erhebt sie schwere Vorwürfe gegen die Regierung.
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Thorsten Denkler, Berlinmehr...
Menschenrechte? "Die internationalen Sicherheitsinteressen überwiegen": Zwar will die Regierung die Panzerlieferung an Saudi-Arabien immer noch nicht bestätigen. Doch Probleme scheint sie mit solchen Waffendeals nicht zu haben. Verteidigungsminister De Maizière geht in die Offensive - und Innenminister Friedrich lobt die Scheichs für ihren Anti-Terror-Kampf.
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Die Opposition ist im Bundestag mit ihrem Versuch gescheitert, den umstrittenen Panzer-Deal mit Saudi-Arabien zu stoppen. Mehrheitlich lehnen die Koalitionäre die Anträge von SPD, Grünen und Linkspartei ab - dabei ist ihnen kein Argument zu abwegig, um das Rüstungsgeschäft zu verteidigen. Und die Kanzlerin? Die ist anwesend. Doch sie schweigt.
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Thorsten Denkler, Berlinmehr...
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Verfolgt bis an die Seitenline: Marta erlebt im Vorrundenspiel gegen Äquatorialguinea eine kuriose Sonderbewachung - Brasilien gewinnt dennoch 3:0. Australien wirft Norwegen aus dem Turnier, Schweden besiegt die USA dank einer überraschend frühen Führung.
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Noch nie hat Deutschland an ein Land wie Saudi-Arabien ein Waffensystem geliefert, das zur Niederschlagung von Aufständen benutzt werden kann. Die ökonomische Begründung für den Panzer-Deal ist altbacken und falsch. Und die politische Argumentation ist so fadenscheinig, dass sich Merkel nicht einmal traut, sie im Bundestag zu vertreten.
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Kurt Kistermehr...
"Wir würden Ihnen gerne bei Ihren Verteidigungsanstrengungen behilflich sein": Bei ihrem Staatsbesuch in Angola gibt sich Kanzlerin Angela Merkel unter anderem als Handelsreisende der Rüstungsindustrie. Aus der Opposition kommt umgehend scharfe Kritik.
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Die Bundesregierung schweigt, die Opposition hält den Deal für "illegal": 200 schwere Kampfpanzer aus deutscher Produktion sollen nach Saudi-Arabien exportiert werden. Wer bestimmt die Regeln für Rüstungsgeschäfte? Welche strategische Rolle spielt Saudi-Arabien? Und warum ist das Geschäft so heikel? Antworten auf die wichtigsten Fragen zu dem großen Panzerdeal.
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Kathrin Haimerlmehr...
Die Opposition hyperventiliert wegen des angeblichen Verkaufs Dutzender Panzer an das undemokratische Saudi-Arabien: SPD, Grüne und Linke attackieren das als Bruch mit den Werten der deutschen Außenpolitik. Die schwarz-gelbe Koalition sagt zu dem Deal: überhaupt nichts.
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Daniel Brössler, Berlinmehr...
Dänemarks Regierung verschärft den Streit mit der EU um die neuen Grenzkontrollen und will den Konflikt mit Brüssel möglichst vor Gericht ausfechten. Der für die Kontrollen zuständige Steuerminister Peter Christensen warf der EU-Kommission "unseriöse Kritik" vor.
Kurzmeldungen
im Überblickmehr...
Kein Wort über Günther Jauch, dafür wurde es in Anne Wills letzter Sonntags-Runde ordentlich laut: Die Frage, ob Deutschland Panzer nach Saudi-Arabien liefern darf, erhitzt die Gemüter. Vor allem Talkshowdauergast Arnulf Baring stänkert auf seine alten Tage gegen alle, die nicht seiner Meinung sind: "Ach, Kinder, ihr seid so simpel!"
Eine Nachtkritik
von Ruth Schneebergermehr...
Deutschlands Panzerdeal mit Saudi-Arabien steht kurz vor dem Abschluss. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" soll die Bundesregierung ihre in Deutschland heftig kritisierten Pläne mit Washington und Jerusalem besprochen haben. Der Grund für die geplante Waffenlieferung: Die Koalition sieht in Saudi-Arabien den "letzten und wichtigsten Stützpfeiler" in der Krisenregion.
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Ein Gericht hat entschieden: Das Finanzamt kann die Altersersparnisse von Ex-Verteidigungsstaatssekretär Pfahls nicht pfänden.
Von
Ekkehard Müller-Jentschmehr...
Von wegen, ein Prozess gegen Schreiber hat nur noch juristische, aber keine politische Bedeutung mehr. Das Verfahren ist hochaktuell - denn es geht darin auch um die Lauterkeit von Politik.
Ein Kommentar von
Heribert Prantlmehr...
Neben dem Alt-Kanzler hat das Landgericht Augsburg auch den früheren Außenminister Genscher als Zeugen vorgeladen - sie werden sich fragen lassen müssen, ob ihre Regierung käuflich war.
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Das Augsburger Landgericht hat die Festnahme des seit fünf Jahren mit internationalem Haftbefehl gesuchten ehemaligen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium bestätigt. Der frühere Strauß-Vertraute und Geheimdienst-Chef soll 3,8 Millionen Mark Schmiergeld kassiert haben.
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Seit Jahren wehrt sich der Waffenlobbyist Karl-Heinz Schreiber gegen die drohende Auslieferung aus Kanada. Der Schlüsselfigur der CDU-Spendenaffäre droht ein Prozess in Augsburg.
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Diesmal sind die Spender bekannt, bei denen Kohl sammelt. Der Alt-Kanzler zeigt sich nach vier Monaten Abwesenheit wieder im Parlament. Die Abgeordneten begrüßen ihn mit Applaus.
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Monika Hohlmeier sagte, ihr Bruder sei "schwer angeschlagen", es handle sich nicht um ein Verzögerungsmanöver. Strauß muss sich Anfang nächsten Jahres wegen Steuerhinterziehung vor dem Landgericht Augsburg verantworten.
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Es geht um ein Mysterium. Es geht um das Verschwinden ganzer Aktenstapel des Bundeskanzleramts zu heikelsten politischen Vorgängen am Ende der Regierungszeit von Helmut Kohl.
Von
Heribert Prantlmehr...
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