Mehr als 30 Stunden dauert die Belagerung, dann stürmen Spezialkräfte der Polizei in Toulouse die Wohnung, in der sich der Attentäter verschanzt hat. Der Verdächtige liefert sich ein schweres Feuergefecht mit den Elite-Einheiten, springt aus dem Fenster - und stirbt durch gezielte Schüsse der Scharfschützen. Wie der Nervenkrieg von Toulouse sein blutiges Ende fand.
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Die US-Armee hatte Mohamed Merah in Afghanistan aufgegriffen, der französische Geheimdienst behielt ihn danach im Auge. Doch dass sich der junge Mann zum islamistischen Serienmörder entwickelte, blieb unbemerkt. Die wichtigsten Ereignisse, die zur Ermordung von sieben Opfern und dem Tod des Täters führten.
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Mohamed Merah soll seine Morde in Toulouse und Umgebung gefilmt haben. In Besitz des Filmmaterials will der arabische TV-Sender al-Dschasira sein. Frankreichs Präsident Sarkozy reagierte "empört" auf die Ankündigung des Senders, eine Ausstrahlung zu prüfen. Nun zieht der Sender zurück. Doch das angebliche Video schürt Spekulationen über einen Komplizen.
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Warum diese Morde? Warum haben Polizei und Geheimdienste Mohamed Merah nicht stoppen können - obwohl er vorbestraft war und beobachtet wurde? Eine al-Qaida-nahe Organisation bekennt sich, aber vieles spricht dafür, dass der Todesschütze alleine gehandelt hat. Der Terrorist von Toulouse könnte für ein neues Problem stehen: den terroristischen Einzeller.
Von Stefan Ulrich, Parismehr...
Im vergangenen März erschoss Mohamed Merah im Großraum Toulouse sieben Menschen in drei Tagen, bevor er bei einer Schießerei mit der Polizei selbst getötet wurde. Nun soll die französische Polizei zwei Komplizen des Attentäters festgenommen haben.
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Ein Jahr nach den islamistisch motivierten Mordanschlägen von Toulouse haben französische Ermittler zwei mutmaßliche Helfer des Täters Mohammed Merah festgenommen.
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Zugriff in den frühen Morgenstunden: Sicherheitskräfte in Frankreich haben in verschiedenen Städten mutmaßliche Islamisten festgenommen. Eine direkte Verbindung zu den Attentaten von Toulouse bestehe zwar nicht - doch die Zielpersonen sollen ein ähnliches Profil haben wie Mohamed Merah.
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Der ältere Bruder von Mohamed Merah will nichts von den Attentatsplänen gewusst haben. Doch einem Medienbericht zufolge ist sein Handy in der Nähe der jüdischen Schule gefunden worden. Am Vorabend der Tat sollen die beiden Geschwister zusammen zu Abend gegessen haben. Der Salafist gibt zu, stolz auf seinen toten Bruder zu sein.
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Fast 33 Stunden hatte sich der Serienmörder Mohamed Merah in seiner Wohnung in Toulouse verschanzt, bevor Mitglieder eines Spezialkommandos ihn durch einen Kopfschuss töteten. Doch nicht einmal einen Tag danach entflammen in Frankreich die Diskussionen - über die Länge und das Ende des Einsatzes, die Polizei-Eliteeinheit RAID an sich und das Versagen der Geheimdienste.
Die wichtigsten Fragen und Antworten von Melanie Staudinger und Lena Jakat.mehr...
Was passierte in den 32 Stunden, in denen sich der Attentäter von Toulouse in einer Wohnung verschanzte? Der Fernsehsender TF1 hat jetzt Tonaufnahmen von den Gesprächen zwischen Polizisten und Mohamed Merah ausgestrahlt. Die Angehörigen seiner sieben Opfer sind entsetzt.
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Frankreichs Innenminister Manuel Valls hat die Vorgängerregierung für die jüngsten Terrorakte in Frankreich verantwortlich gemacht und damit einen Eklat in der Nationalversammlung ausgelöst. Saaldiener mussten einen Abgeordneten der bürgerlich-rechten Oppositionspartei UMP davon abhalten, auf den Sozialisten Valls loszugehen. Parlamentspräsident Claude Bartolone brach die Sitzung ab.
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Sechs Monate nach der Mordserie des Islamisten Mohamed Merah in Südfrankreich will die französische Regierung ein neues Anti-Terror-Gesetz auf den Weg bringen.
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Nicht nur in ihrem eigenen Land müssen Israelis Anschläge fürchten. Auch im Ausland werden sie immer wieder Ziel von Angriffen. Auch jüdische Einrichtungen sind besonders gefährdet. Eine Chronologie.
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Die Trendwende in den Umfragen hat Nicolas Sarkozy geschafft, jetzt bezirzt Frankreichs Präsident die Anhänger des rechtsextremen Front National und der Zentrums-Partei. Seine Versprechen: Mehr Abschiebungen und weniger Halal-Fleisch in Schulkantinen.
Von Stefan Ulrich, Parismehr...
Sie haben ein "ähnliches Profil" wie Mohamed Merah: Spezialeinheiten der französischen Polizei haben bei Razzien in mehreren Städten zehn mutmaßliche Islamisten festgenommen. Auf die Spur der Verdächtigen kam die Justiz in Internetforen.
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Mohamed Merah soll als Spitzel für die französischen Behörden gearbeitet haben und von eben diesen aus dem Weg geräumt worden sein. Das zumindest behauptet die Anwältin der Familie des französischen Attentäters. Sie will nun gegen die Elitepolizei Raid vorgehen - und Videobeweise für ihre These vorlegen.
Von Stefan Ulrich, Parismehr...
Der Attentäter von Toulouse hat sich anscheinend über das Internet selbst radikalisiert. Ermittlern zufolge war er nie in einem Terrorcamp und hatte keinen Kontakt zu einer islamistischen Unterstützerzelle. Als einziger Mitwisser des mutmaßlichen Serienmörders gilt derzeit einer seiner Brüder.
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Die Mordserie von Toulouse geht nach Auffassung der Ermittler möglicherweise nicht auf das Konto eines Einzeltäters. Die Justiz hat nun den älteren Bruder des getöteten Attentäters vorläufig angeklagt. Er muss sich wegen Komplizenschaft verantworten.
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Meinung
Die Franzosen sind so sehr von ihren gemeinsamen Werten und der Einzigartigkeit ihrer Republik überzeugt, dass der Terror von Toulouse sie bis ins Mark trifft. Ist die Gesellschaft am Ende mitschuld daran, dass ein junger Mann zum grausamen Mörder wurde? Es ist Zeit, dass die Nation versucht ihrem hohen Selbstbild wirklich gerecht zu werden.
Ein Kommentar von Stefan Ulrichmehr...
Unerwartete Ereignisse können Wahlen beeinflussen - nun möglicherweise auch die Präsidentschaftswahl in Frankreich: Nach der Terrorserie in Toulouse holt der französische Staatschef Sarkozy in Umfragen gegenüber seinem schärfsten Rivalen Hollande deutlich auf.
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Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy möchte künftig Internet-Nutzer bestrafen, die terrorverherrlichende Videos im Netz konsumieren. Der populistische Vorschlag wäre nur durch Überwachung umzusetzen - und passt bestens zur internetfeindlichen Grundhaltung des Staatsoberhaupts.
Von Johannes Kuhnmehr...
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