Wo sollen die 26 Castoren hin, die demnächst anlanden? Das will Bundesumweltminister Altmaier bei einem Treffen mit den Energiekonzernen ausloten. Doch Gorleben ist tabu, viele Bundesländer verweigern sich, die Betreiber wollen nicht zahlen. So gerät der Endlagerkonsens in Gefahr.
Von Michael Bauchmüller, Berlinmehr...
Noch vor 20 Jahren diente der Atlantik als Atommüll-Lager. 28.000 Fässer mit Nuklearabfällen sollen im Ärmelkanal versenkt worden sein. Ein Filmteam hat nun ein U-Boot zu diesen schaurigen Altlasten geschickt.
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Der Tag nach dem Endlagerkonsens sieht so aus: Die Kanzlerin ist beglückt, Experten gratulieren. Doch die Betroffenen formieren sich zum Widerstand. Und auch die Atomindustrie stellt sich quer.
Von Michael Bauchmüller und Christopher Schrader, Berlinmehr...
Der Ausstieg ist beschlossen, aber das strahlende Erbe der Kernenergie bleibt: An diesem Dienstag wollen Bund und Länder den zermürbenden Streit um Gorleben hinter sich lassen - beginnen soll eine neue, einvernehmliche Suche nach einem Endlager. Aber wo soll gesucht werden? Wann gäbe es ein neues Endlager? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Von Michael Bauchmüller, Berlinmehr...
Im kommenden Jahr wird der Castor-Transport aus dem französischen La Hague in das Zwischenlager Gorleben ausfallen. Ein deutsch-französische Regierungskommission habe empfohlen, den geplanten Atommüll-Transport auszusetzen, erfuhr die Süddeutsche Zeitung aus Regierungskreisen.
Von Michael Bauchmüllermehr...
Die ersten Castor-Behälter haben die Wiederaufbereitungsanlage in La Hague verlassen. Atomkraftgegner haben Demonstrationen angekündigt - und befürchten ein hartes Durchgreifen der Sicherheitskräfte.
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Die Anti-Atom-Proteste in Gorleben sind mächtiger geworden. Denn der Wahlkampf 2009 hat ein Thema, das so heiß ist wie die Glaskokillen aus La Hague: Im Zentrum steht die Frage, ob es CDU und FDP gelingt, die Laufzeit der Kraftwerke zu verlängern.
Ein Kommentar von Wolfgang Rothmehr...
Der Castor-Transport ist in Frankreich noch nicht einmal in Richtung Gorleben losgerollt, schon kommt es zu ersten Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Sicherheitskräfte versuchen, französische Atomkraftgegner mit Tränengas von den Gleisen fernzuhalten.
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Während es im Wendland zu einer ersten Eskalation zwischen Atomkraft-Gegnern und Polizei kam, rollte der Zug mit elf Behältern mit hochradioaktivem Material ungestört Richtung Deutschland. Die Aktivisten rufen zu neuen Protesten. Indes hat der Zug im Saarland einen Zwischenstopp eingelegt.
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Der Castor-Transport mit hochradioaktiven Atommüll steht kurz vor seinem Ziel - doch die letzten Kilometer könnten mühsam werden. Atomkraftgegner bringen sich zu Tausenden in Position, versperren Straßen und bereiten am Ziel Gorleben eine Sitzblockade vor.
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Ein kleiner Ort in Zentralspanien freut sich. In der Dorfkneipe von Villar de Cañas brandet frenetischer Jubel auf, als die Regierung die Entscheidung verkündet: 700 Millionen Euro werden investiert, 300 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Gebaut wird: Ein Atommüll-Zwischenlager.
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Die letzte Etappe ist geschafft: Der bisher längste und teuerste Castor-Transport ist in Gorleben angekommen. Bis zum Schluss haben Atomkraftgegner erbitterten Widerstand geleistet - zwei Demonstranten war es gelungen, die Behälter kurz vor ihrem Ziel nochmals aufzuhalten. Der Polizeieinsatz war massiv, Hunderte wurden verletzt.
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20 Kilometer sind es noch bis nach Gorleben: Im Verladebahnhof Dannenberg werden derzeit die Castoren auf Lastwagen umgeladen. Für den letzten Streckenabschnitt haben die Atomkraftgegner massive Proteste angekündigt - auf den Straßen rund um Gorleben kommt es zu ersten Blockaden.
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Der Castor ist kurz vor seinem Ziel - doch Atomkraft-Gegner blockieren hartnäckig die Gleise und zwingen den Zug immer wieder zum Anhalten. Der bisher langwierigste Atommüll-Transport wird voraussichtlich erst am Montag in Gorleben eintreffen. Auf der letzten Etappe planen die Demonstranten weitere Aktionen.
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Überraschend stoppt der Castor-Transport nahe der französischen Grenze. Anders als angekündigt, soll der Zug mit Atommüll erst an diesem Freitag in Deutschland ankommen. Welche Route er nehmen wird, ist nicht bekannt - doch schon jetzt protestieren Atomkraftgegner entlang der möglichen Strecke.
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Wenn am Sonntag die "grünen Busse" zu den Castor-Protesten ins Wendland fahren, wird Winfried Kretschmann wohl nicht dabei sein. Der baden-württembergische Ministerpräsident sieht im Widerstand gegen das Atommüllendlager Gorleben keinen Sinn mehr - und zieht damit den heiligen Zorn der Atomkraftgegner auf sich: Kretschmann mache den Trittin, schimpfen sie.
Von Roman Deininger, Stuttgartmehr...
Der Castor-Transport mit hochradioaktivem Müll ist wieder in Deutschland unterwegs. Tausende Atomkraftgegner bereiten sich im Wendland auf seine Ankunft vor. Bereits jetzt setzt die Polizei Wasserwerfer gegen gewaltbereite Demonstranten ein, Steine und Molotowcocktails fliegen. Nur mit einem Großaufgebot kann sie eine Besetzung der Gleise verhindern.
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0,235 Millisievert oder 0,305? Greenpeace erhebt schwere Vorwürfe gegen Niedersachsens Regierung. Sie soll die Strahlenbelastung falsch berechnet haben, um den nächsten Castor-Transport nach Gorleben zu ermöglichen.
Von Michael Bauchmüllermehr...
Die Explosion forderte einen Toten und mehrere Verletzte. Schnell beschwichtigte der französische Stromkonzern EDF, bei dem Vorfall in der Atomanlage Marcoule handele es sich um einen schlichten Industrieunfall. Tatsächlich aber hat das Unglücksgelände so ziemlich alles zu bieten, was an Nukleartechnik vorstellbar ist. Seit vielen Jahren wird hier radioaktiver Abfall verarbeitet - jetzt ist offenbar etwas sehr schief gegangen.
Von Christopher Schradermehr...
In Gorleben steigt die Strahlung, bei den Grünen wächst die Empörung. Messungen haben ergeben, dass der erlaubte Jahreswert am Atommüllzwischenlager überschritten werden könnte. Die Grünen fordern, den Castor-Transport im Herbst abzusagen. Das Landesumweltministerium sieht dafür keinen Grund.
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Die elf Castor-Waggons nähern sich dem Endlager Gorleben, die Krawalle nehmen zu: Die Polizei greift hart gegen Demonstranten und "Schotterer" durch, beide Seiten werfen sich Gewalt vor. Aus dem Anti-Atom-Karneval wird eine Schlacht im Wald.
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Der Absturz eines Jumbos auf ein Kernkraftwerk galt als unwahrscheinlich - nun aber wird das Schreckensszenario durchgespielt.
Von Jeanne Rubner und Jonas Vieringmehr...
Die Bundesregierung plant Castor-Transporte nach Russland. Nach SZ-Informationen will Berlin noch in diesem Monat den Deal mit Moskau besiegeln.
Von M. Bauchmüller, S. Höll, F. Nienhuysen und J. Schneidermehr...
Mit fünfstündiger Verspätung hat der Castortransport am Dienstagnachmittag den Verladebahnhof in Dannenberg erreicht. Auf den letzten Bahnkilometern kam es lediglich zu einem unplanmäßigen Stopp.
Von Von Arne Boeckermehr...
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