Claude Guéant will die Wiederwahl Nicolas Sarkozys - er hat die Chance nach den Attentaten von Toulouse genutzt. Sofort ist er nach Südfrankreich gereist - seitdem hängt das Volk an seinen Lippen. Er kann über Terrorbekämpfung und innere Sicherheit reden, ohne den Waffenstillstand im Wahlkampf zu brechen. Bisher fiel er vor allem mit Sticheleien gegen Muslime auf.
Von Michael Kläsgenmehr...
Hat die jetzige Chefin des Internationalen Währungsfonds einem französischen Unternehmer vor Jahren Hunderte Millionen Euro zu Unrecht zugeschanzt? Die Justiz ermittelt schon seit geraumer Zeit - eine Razzia in der Privatwohnung Lagardes soll jetzt Klarheit bringen.
mehr...
"Frankreich braucht Nicolas Sarkozy" - doch der kümmert sich lieber um seine Fitness. Die französischen Konservativen müssen im Wahlkampf ohne den ehemaligen Präsidenten auskommen. Jetzt rangeln vor allem drei Politiker um Sarkozys Posten als Chef der Partei. Die Frage ist jedoch, ob die UMP überhaupt überlebt.
Von Stefan Ulrich, Parismehr...
Erbitterter Widerstand bis zur letzten Sekunde: Nach mehr als 30-stündiger Belagerung liefert sich der Serienmörder von Toulouse bei der Erstürmung seiner Wohnung ein heftiges Feuergefecht mit der Polizei. Dabei werden zwei Beamte einer Spezialeinheit verletzt - der Attentäter, Mohammed Merah, kommt ums Leben.
Die dramatischen Stunden zum Nachlesen.mehr...
Seit den frühen Morgenstunden haben Spezialeinheiten der französischen Polizei ein Wohnhaus in Toulouse umzingelt. Darin hält sich der mutmaßliche Mörder von drei Soldaten, drei jüdischen Kindern und deren Lehrer verschanzt. Während die Beamten mit dem Mann verhandeln, der Beziehungen zu al-Qaida haben soll, gesteht dieser, weitere Taten geplant zu haben.
mehr...
Der mutmaßliche Terrorschütze von Toulouse hält sich noch immer in einem Haus verschanzt: Mehrere TV-Sender hatten fälschlicherweise von der Festnahme des Verdächtigen berichtet. Der 23-Jährige soll Verbindungen zu al-Qaida haben.
mehr...
Sie jagen einen Profi: Nach den Morden von Toulouse fahnden Hunderte Ermittler nach dem unbekannten Täter. Noch wissen sie so gut wie nichts über ihn - außer, dass er seine Taten bis ins Detail plante und mit großer Brutalität vorging. Und, dass er möglicherweise Video-Clips seiner Verbrechen ins Netz stellen möchte.
Von Thomas Kirchner und Hans Leyendeckermehr...
In Frankreich gilt die höchste Terrorwarnstufe "écarlate", scharlachrot: Nach dem tödlichen Anschlag auf eine jüdische Schule in Toulouse und den Morden an drei Soldaten haben die Ermittler noch keine heiße Spur. Der Innenminister befürchtet, der Täter könne wieder zuschlagen - weil die Bluttaten sein Selbstvertrauen gestärkt hätten.
mehr...
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy setzt im Wahlkampf auf eine Gruppe Vertrauter, die ihm schon vor fünf Jahren zum Sieg verhalfen: eine kämpferische Katholikin, einen mysteriösen Pariser aus der rechten Ecke und eine selbstbewusste, modisch-elegante "Parisienne".
Von Stefan Ulrich, Parismehr...
"Ich bin der Präsident des Misserfolgs, ich bin ein erbärmlicher Kerl": Der sozialistische Präsidentschaftskandidat Hollande soll vor Journalisten Amtsinhaber Sarkozy nachgeahmt haben. Konservative Politiker reagieren empört. Hollandes Parteifreunde erwidern, Sarkozy habe verbal schon viel stärker um sich gehauen.
mehr...
Die Kritik an den Tätern ist einhellig: Nach dem Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" zeigt sich ganz Frankreich solidarisch mit dem Blatt. Die Interessen der Unterstützer könnten indes kaum unterschiedlicher sein.
Von Joseph Hanimannmehr...
"Alles ist zerstört": Unbekannte haben einen Anschlag auf das Pariser Büro der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" verübt. Eine Reaktion auf ein provokantes Heft? Anlässlich des Wahlsiegs der Islamisten in Tunesien hatte das Blatt ein Scharia-Sonderheft herausgegeben - als Chefredakteur wurde Mohammed benannt.
mehr...
32 Stunden hatte sich Mohammed Merah in seiner Wohnung verschanzt. Heute Mittag stürmten Spezialeinheiten das Mehrfamilienhaus in Toulouse, in dem der schwerbewaffnete Attentäter heftigen Widerstand leistete. Bilanz: Ein toter Mörder, drei verletzte Beamte.
Aktuelle Bilder aus Toulouse.mehr...
Eine französische Webseite ruft zur Gewalt gegen Polizisten auf - und stellt Fotos und Adressen von Beamten gleich dazu. Möglicherweise sind manche der Betroffenen zu sorglos mit ihren Daten im Netz umgegangen.
Von Stefan Ulrich, Parismehr...
Er diente als Vorbild für einen Polizisten in einem Gangsterfilm, wurde für seine Ermittlungserfolge mit der Mitgliedschaft in der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet: Doch nun steht der Kriminaldirektor Michel Neyret in Verdacht, die Seiten gewechselt zu haben.
Von Stefan Ulrich, Parismehr...
Alles nur ein "altes französisches Hirngespenst"? Eher nicht. Frankreichs Spionageaffäre erschüttert die Politik. Die Hinweise auf unlautere Machenschaften des Elysée-Palastes verdichten sich - und dürften den Präsidentschaftswahlkampf von Nicolas Sarkozy erheblich belasten.
Von Stefan Ulrich, Parismehr...
Mohammed Merah starb nach einer schweren Schießerei mit Eliteeinheiten der Polizei. Zuvor hatte er sich 30 Stunden in seiner Wohnung verschanzt. Der mutmaßliche Todesschütze von Toulouse und Montauban hatte behauptet, als "Mudschahed" für das Terrornetzwerk al-Qaida zu kämpfen. Was über Merah bekannt ist.
Von Lilith Volkert und Friederike Grasshoffmehr...
Die französische Internet-Zeitung Mediapart deckte die Bettencourt-Affäre und andere Skandale auf und wird dafür von den Politikern des Landes gehasst. Die Inhalte von Mediapart bekommen die Nutzer nur gegen Bezahlung. Kann Paid Content also doch rentabel sein?
Von Stefan Ulrichmehr...
Der sonst so sanfte Sozialist Hollande überrascht Sarkozys Lager mit seiner "aggressiven Seite": Weder Konservative noch politische Beobachter rechneten damit, dass er so "kämpferisch und arrogant" auftreten würde - wo er doch hinter der Kamera "so schlaff" sei. Hollande selbst scheint sich in seiner Rolle gefallen zu haben. Einen klaren Sieger gab es nicht - doch der Herausforderer bleibt Favorit für die Stichwahl.
mehr...
"Am Grundsatz der Freizügigkeit wird auf keinen Fall gerüttelt": Kanzlerin Merkel ist gegen eine generelle Einschränkung der Reisefreiheit im Schengen-Raum. Doch was ist dann mit dem deutsch-französischen Vorstoß zur zeitweisen Einführung von Grenzkontrollen?
Von Martin Winter, Brüsselmehr...
Täter oder Opfer? Im Fall des Vergewaltigungsverfahrens der US-Justiz gegen Strauss-Kahn ist die Stunde der Verschwörungstheoretiker gekommen. Seine Unterstützer glauben, der Ex-IWF-Chef ist in eine Falle getappt - und sie haben einen Verdacht, wer diese stellte.
Von Stefan Ulrich, Parismehr...
Exklusiv
Italien und Griechenland haben immer größere Probleme mit dem Zustrom illegaler Flüchtlinge aus Afrika. Nun wagen Frankreich und Deutschland einen überraschenden Vorstoß: Grenzkontrollen sollen wieder eine nationale Angelegenheit werden. Der deutsche Innenminister Hans-Peter Friedrich und sein französischer Kollege Claude Guéant wollen das Schengen-Abkommen in Ausnahmefällen eigenmächtig aushebeln und an ihren Ländergrenzen Kontrollen ermöglichen.
Von Cerstin Gammelin, Brüsselmehr...
Europas Binnengrenzen sollen von den Ländern eigenmächtig geschlossen werden können. Zumindest, wenn es nach Innenminister Friedrich und seinem französischen Kollegen Guéant geht. Europapolitiker sind wenig begeistert von der Idee.
mehr...
Der Streit um Europas Grenzen gewinnt an Schärfe: Deutschland und Frankreich preschen mit einem Vorschlag vor, der es den EU-Ländern erlauben würde, das Schengen-Abkommen eigenmächtig auszusetzen. Was bedeutet der Vorstoß? Warum kommt er gerade jetzt? Wird Deutschland tatsächlich von Illegalen überschwemmt? Und: Was hat das mit dem Wahlkampf in Frankreich zu tun?
Die wichtigsten Fragen und Antwortenmehr...
Mohamed Merah soll seine Morde in Toulouse und Umgebung gefilmt haben. In Besitz des Filmmaterials will der arabische TV-Sender al-Dschasira sein. Frankreichs Präsident Sarkozy reagierte "empört" auf die Ankündigung des Senders, eine Ausstrahlung zu prüfen. Nun zieht der Sender zurück. Doch das angebliche Video schürt Spekulationen über einen Komplizen.
mehr...
Hinweis: Die Angabe der E-Mail-Adresse dient nur zum Versenden sowie dazu,
den Empfänger zu informieren. Die Adressen werden nicht für Werbe- oder andere
Zwecke verwendet.