Test Das ist der beste Ventilator

Eine kühlende Brise aus der Steckdose gefällig? Wir haben acht Ventilatoren auf Stärke und Geräuschpegel getestet.

Von Felix Knoke

Schnelle Luft ist kälter als langsame. Spätestens wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen, werden die Ventilatoren im Handel wieder knapp. Aber welches Gerät kühlt am besten? Diese Frage stellt man Achim Ruth lieber nicht zu oft. Der Ingenieur für Heizungs- und Klimatechnik weist dann mit zunehmender Vehemenz darauf hin, dass Ventilatoren ein schlechtes Wohlfühlgeschäft sind. Sie kühlen zwar vorübergehend die Hautoberfläche, erwärmen aber langfristig die Zimmerluft. Schlimmer noch: Schaltet man den Ventilator ab, steigt die gefühlte Temperatur sprunghaft an. Wer es wirklich kühl haben will, kommt - wenn geöffnete Fenster nichts mehr bringen - um eine Klimaanlage nicht herum.

Wem aber das Gefühl von Kühlung reicht, der sollte folgende Ventilatorregeln einhalten: Gebläse direkt auf sich richten. Nicht zu viel Luftbewegung erzeugen. Und bloß nicht die Decke anblasen - denn dort sammelt sich die warme Luft (und soll da auch bleiben). Deshalb sind Ventilatoren unter der Schlafzimmerdecke Unsinn; offene Stand- und Bodenventilatoren sind dagegen die richtige Wahl, um eine Brise durch große Räume wehen zu lassen oder um frische Luft von einem Fenster tief in den Raum zu tragen. Oszillierende Turmventilatoren sind dagegen kleiner, mobiler und leiser. Sie eigenen sich vor allem, wenn mehrere Menschen im Raum kurz etwas Wind abbekommen sollen. Was man sich sparen kann, sind technische Extras: Luftbefeuchter, -ionisierer und -filter kauft man besser als leistungsfähige, selbständige Geräte. Felix Knoke

Der Experte: Achim Ruth, Jahrgang 1940, betrieb 41 Jahre lang in Frankfurt und Berlin ein Planungsbüro für Heizungs- und Klimatechnik. Er war unter anderem für die Belüftung der ersten IKEA-Häuser, des Historischen Museums und des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt am Main verantwortlich. Maßgeblich in die Bewertung der Ventilatoren flossen die Verarbeitung, der Stromverbrauch, die Windqualität und das Betriebsgeräusch ein.

Hinweis der Redaktion: Ein Teil der Produkte wurde von den Herstellern für den Test zur Verfügung gestellt, andere wurden selbst gekauft. Nach dem Test wurden alle Geräte der Bürgerinitiative "Kreuzberg hilft" gespendet.

Foto: Stills Online; Illustration: Dirk Schmid

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