Sprint der Langläufer Falla gewinnt Gold - Herrmann scheitert im Halbfinale

Denise Herrmann: Aus im Sprint-Halbfinale

(Foto: Getty Images)

Die norwegische Längläuferin Maiken Caspersen Falla gewinnt im Sprint Gold - Denise Herrmann scheidet als letzte Deutsche im Halbfinale aus. Die deutschen Eishockey-Frauen haben nach einer weiteren Niederlage gegen Schweden nur noch theoretische Chancen auf das Viertelfinale. Die deutschen Curler verlieren knapp gegen Großbritannien.

Langlauf, Sprint: Die norwegische Langläuferin Maiken Caspersen Falla hat den olympischen Freistil-Sprint gewonnen. Die 23-Jährige entschied am Dienstag in Krasnaja Poljana das Finale vor ihrer Teamkollegin Ingvild Flugstad Oestberg und der Slowenin Vesna Fabjan für sich und sicherte sich die Goldmedaille. Denise Herrmann (Oberwiesenthal) hatte das Finale verpasst. Die 25-Jährige belegte im Laura Ski Center nur Platz vier in ihrem Halbfinale und kam auch nicht über die Zeitregel in den Endlauf. Auch Topfavoritin Marit Björgen scheiterte, die viermalige Olympiasiegerin stürzte in Herrmanns Lauf. Hanna Kolb (Buchenberg) war in ihrem Viertelfinal-Lauf als Letztplatzierte gescheitert. Lucia Anger (Oberstdorf) und die zweimalige Olympiasiegerin Claudia Nystad (Oberwiesenthal) waren auf den Plätzen 31 und 35 bereits in der Qualifikation ausgeschieden.

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Zwei Salti, dreieinhalb Mal um die eigene Achse gedreht: Das IOC will für junge Leute interessant bleiben - und hat das spektakuläre Slopestyle ins olympische Programm genommen. Für Deutschland tritt Lisa Zimmermann an. Die 17-jährige erklärt im Video, worauf es ankommt.

(Video: Süddeutsche.de, Foto: Süddeutsche.de/dpa)

Bei den Männern jubelte ebenfalls ein Norweger: Ola Vigen Hattestadt siegte vor den Schweden Teodor Peterson und Emil Jönsson. Tim Tscharnke hatte als letzter Deutscher den Einzug ins Halbfinale verpasst. Der Teamsprint-Olympiazweite von 2010 kam in seinem Viertelfinal-Lauf nur auf den vierten Platz. Tscharnke hatte in der Qualifikation Platz 27 belegt und damit als einziger Deutscher den Sprung in die K.o.-Rennen geschafft. Medaillen-Hoffnung Josef Wenzl (Zwiesel) war überraschend bereits in der Qualifikation gescheitert. Der Weltcup-Führende kam auf Platz 31 und verpasste den Sprung in die K.o.-Rennen um 12 Hundertstel. Thomas Bing (Dermbach/32.) und Sebastian Eisenlauer (Sonthofen/35.) waren ebenfalls früh ausgeschieden.

Eisschnelllauf, Frauen: Die Südkoreanerin Lee Sang-Hwa hat als dritte Eisschnellläuferin nach Bonnie Blair (USA) und Catriona Lemay-Doan (Kanada) einen Olympiasieg über 500 m wiederholen können. Vier Jahre nach ihrem Triumph von Vancouver setzte sich die Weltmeisterin mit 74,70 Punkten nach Läufen über 37,42 und 37,28 Sekunden vor der Russin Olga Fatkulina (75,06) und der Niederländerin Margot Boer (75,48) durch. Der Traum von Jenny Wolf von einer erneuten Olympiamedaille erfüllte sich nicht. Die Zweite von Vancouver kam mit 75,67 Punkten nicht über Platz sechs hinaus. Die Erfurterin Judith Hesse wurde nach zwei Fehlstarts disqualifiziert. Denise Roth (Mylau) wurde 21., Gabriele Hirchbichler (Inzell) landete auf dem 34. Rang.

Eishockey, Vorrunde: Deutschlands Eishockey-Frauen müssen den Einzug ins olympische Viertelfinale abhaken. Das Team von Bundestrainer Peter Kathan verlor am Dienstag in Sotschi auch das zweite Vorrundenspiel und hatte vor dem anschließenden anderen Match der Gruppe B nur noch theoretische Chancen auf die K.o.-Runde. Gegen Schweden unterlagen die Deutschen mit 0:4 (0:1, 0:0, 0:3) und bleiben punktlos. Nur eine überraschende Pleite der Russinnen am Abend gegen Japan würde die Mini-Chance auf das Viertelfinale noch erhalten. Emma Nordin nach 60 Sekunden, Cecilia Ostberg (48.), Johanna Olofsson (51.) und Pernilla Winberg (52.) erzielten die Tore für Schweden.

Snowboard, Halfpipe: Snowboarder Johannes Höpfl hat das Finale in der Halfpipe verpasst. Der 18-Jährige aus Passau belegte in der Qualifikation am Dienstag in Krasnaja Poljana mit 65,50 Punkten Platz 22. Für eine weitere Chance auf den Endkampf am Abend (18.30 Uhr MEZ) hätte der Sportsoldat 4,25 Zähler mehr gebraucht. Die jeweils besten drei beider Qualifikationsläufe qualifizierten sich direkt für das Finale, zudem werden noch sechs weitere Plätze in einer zweiten Runde vergeben. Bester Snowboarder im Vorkampf war Vancouver-Olympiasieger Shaun White. Der US-Superstar kassierte 95,75 Punkte von 100 möglichen Zählern.

Curling, Vorrunde: Die deutschen Curler sind bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi auch in ihrem zweiten Vorrundenspiel knapp an einer Überraschschung vorbeigeschrammt. Einen Tag nach dem 8:11 gegen den Goldfavoriten und Rekordweltmeister Kanada musste sich das Hamburger Team um Skip John Jahr in einem Krimi gegen den Medaillenkandidaten Großbritannien 6:7 geschlagen geben. Die Auswahl des Deutschen Curling Verbandes (DCV) zeigte im Ice Cube Center erneut einen guten Start und führte nach vier Ends mit 3:1. Im letzten End beim Stand von 6:6 hatte das Jahr-Team die bessere Ausgangssituation, Vize-Skip Felix Schulze verspielte aber mit den letzten beiden Steinen den Vorteil. Statt beim vorletzten Versuch den Stein der Briten aus dem Zentrum des Hauses zu befördern, touchierte er den Schutzstein vor dem Haus und verfehlte sein Ziel. Auch mit dem Schlussstein der Partie scheiterte der 33-Jährige.

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Bei keiner anderen Wintersportart ist der Start so wichtig wie beim 500-Meter-Rennen im Eisschnelllauf. Jenny Wolf, die an diesem Nachmittag Chancen auf eine Medaille hat, erklärt, wie sie die Reaktion an der Startlinie trainiert - und welche Rolle die Psyche spielt.

(Video: Süddeutsche.de)

Langlauf, Sprint: Denise Herrmann hat Halbfinale im Freistil-Sprint der Langläuferinnen erreicht. Die Weltcup-Führende aus Oberwiesenthal gewann am Dienstag den fünften Viertelfinal-Lauf souverän vor Vancouver-Siegerin Marit Björgen aus Norwegen und erhielt sich damit ihre Medaillen-Chance. Hanna Kolb schied dagegen im Viertelfinale in Krasnaja Poljana aus. Die 22-Jährige aus Buchenberg belegte in dem von der Norwegerin Maiken Caspersen Falla gewonnenen ersten Viertelfinal-Lauf nur den sechsten Platz.

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Slopestyle, Finale: Medaillenhoffnung Lisa Zimmermann hat die Slopestyle-Finalläufe im olympischen Ski-Freestyle überraschend verpasst. Die 17-Jährige aus Bad Aibiling kam nach den beiden Qualifikations-Läufen nicht unter die ersten Zwölf, die das Ticket für den Kampf um die Medaillen lösten. 67,20 Punkte aus ihrem besseren, aber nicht fehlerlosen zweiten Lauf waren nach einem Sturz im ersten Durchgang nicht gut genug. Bereits im ersten Durchgang war die Weltcupführende in dieser Disziplin im Rosa Chutor Extreme Park sehr hohes Risiko eingegangen und hatte dies mit einem Sturz am zweiten Kicker bezahlt: 20 Punkte waren die magere Ausbeute. Im zweiten Durchgang blieb Zimmermann bei ihrem hohen Schwierigkeitsgrad, erhielt aber nach mehreren unsauberen Landungen Abzüge. Im Finale siegte dann die Kanadierin Dara Howell. Die 19 Jahre alte WM-Zweite landete mit 94,20 Punkten überlegen vor Devin Logan aus den USA. Bronze sicherte sich Howells Teamkollegin Kim Lamarre.

Biathlon, Einzelrennen: Die deutschen Biathleten werden das Einzelrennen am Donnerstag ohne Christoph Stephan und voraussichtlich auch ohne Arnd Peiffer bestreiten. Über die 20 Kilometer sollen die schon zuvor gesetzten Andreas Birnbacher und Daniel Böhm sowie Erik Lesser laufen. Lesser wurde nominiert, da er die Punkte aus dem Einzel benötigt, um noch im Massenstart dabei zu sein. Die Entscheidung über den vierten Platz fällt zwischen den für das Rennen der besten 30 bereits qualifizierten Simon Schempp und Peiffer. Angesichts der schwierigen Strecke tendiert Bundestrainer Mark Kirchner zu dem gewichtsmäßig leichteren Schempp.

Super-Kombination, Training: Ski-Rennläufer Bode Miller hat sich von seiner enttäuschenden Olympia-Abfahrt offenbar schnell erholt. Der 36 Jahre alte Amerikaner fuhr am Dienstag zwei Tage nach seinem schwachen achten Platz zum Auftakt der Winterspiele in Sotschi beim ersten Abfahrtstraining für die Super-Kombination am Freitag Bestzeit. Miller, 2010 in Whistler Olympiasieger in der Kombi, absolvierte die Strecke am "Rosa Peak" bei wegen der warmen Temperaturen schwierigen Verhältnissen in 1:56,42 Minuten. Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde war als Zweiter bereits 0,66 Sekunden langsamer. Allerdings hatten einige Kandidaten für eine Medaille wegen der Bedingungen auf die Testfahrt verzichtet.

Eisschnelllauf, 500 Meter: Michel Mulder hat die erste Eisschnelllauf-Goldmedaille über 500 Meter in der Olympiahistorie für die Niederlande gewonnen. Der 27-Jährige setzte sich in der Adler Arena in Sotschi den beiden Läufen mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor seinem Landsmann Jan Smeekens durch. Als Dritter komplettierte Michels Zwillingsbruder Ronald das niederländische Podest. Bereits über 5000 Meter hatten am Samstag drei Niederländer auf dem Treppchen gestanden. Nico Ihle aus Chemnitz kam auf den achten Rang und sorgte damit für die beste deutsche Platzierung im Kurzsprint seit dem Olympiasieg von Uwe-Jens Mey 1992 in Albertville. 34. wurde der Berliner Samuel Scharz.

Ski-Freestyle, Buckelpiste: Topfavorit Alex Bilodeau aus Kanada hat bei den Winterspielen von Sotschi seinen zweiten Olympiasieg auf der Buckelpiste eingefahren. Vier Jahre nach dem Triumph von Vancouver zeigte der 26 Jahre alte Ski-Freestyler am Montagabend mit 87,70 Prozentpunkten die überragende Leistung mit zwei starken Sprüngen. Weltmeister Mikael Kingsbury machte zwei Tage nach Justine und Chloe Dufour-Lapointe den zweiten Buckelpisten-Doppelsieg Kanadas im Extreme Park perfekt, lag aber fünf Prozentpunkte hinter Bilodeau. Bronze holte der Russe Alexander Smyschljajew.

Rodeln, Natalie Geisenberger: Rodel-Weltmeisterin Natalie Geisenberger liegt zur Halbzeit ihres Olympia-Rennens bei den Winterspielen in Sotschi klar auf Gold-Kurs. Einen Tag nach dem Triumph von Felix Loch legte die 26-Jährige am Montagabend zwei starke Fahrten im Eiskanal von Krasnaja Poljana hin. Nach zwei von vier Läufen beträgt ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Tatjana Hüfner mehr als sieben Zehntelsekunden. Die Vancouver-Olympiasiegerin Hüfner darf auf ihre dritte Medaille bei Winterspielen hoffen. Die Amerikanerin Erin Hamlin ist Dritte, Anke Wischnewski liegt auf dem achten Rang.

Shorttrack, Charles Hamelin: Der Kanadier Charles Hamelin hat das erste Shorttrack Gold bei den Winterspielen in Sotschi gewonnen. Der 29 Jahre alte Doppel-Olympiasieger von Vancouver 2010 setzte sich im Finale über 1500 m in 2:14,985 Minuten vor dem Chinesen Han Tianyu (2:15,055) und dem Russen Wiktor Ahn (2:15,062) durch. Hamelin war vor vier Jahren in seiner Heimat über 500 und in der Staffel erfolgreich. Der Dresdner Robert Seifert war im ersten Vorlauf in Sotschi ausgeschieden.