Rodeln Triplesieger

Daumen hoch, Siegerlächeln auf: Felix Loch gewinnt in Altenberg das Rennen im Rodeln.

(Foto: Arno Burgi/dpa)

Weltmeister Felix Loch gewinnt zum fünften Mal in Serie den Gesamtweltcup - und wird Europameister. Der Konkurrenz bleibt nur das Staunen.

Als die große Kristallkugel vergeben wurde, blieb der unterlegenen Konkurrenz mal wieder nur das Staunen: Zum fünften Mal in Serie hat sich Olympiasieger Felix Loch den Gesamtweltcup im Rennrodeln gesichert. Mit einer erneut dominanten Vorstellung krönte der 26-Jährige am Samstag in Altenberg eine für ihn perfekte Saison und machte seinen persönlichen Titel-Hattrick perfekt.

Weil bei dem Weltcup im Erzgebirge gleichzeitig EM-Gold vergeben wurde, darf sich Loch nun auch zum insgesamt zweiten Mal Europameister im Einsitzer nennen. Vor zwei Wochen hatte er sich bei der Heim-WM am bayerischen Königssee bereits den Titel geholt. "Jetzt habe ich mit dem Triple vorgelegt und es wäre schön, wenn die Bayern nachziehen können", sagte der Fan des Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München mit breitem Grinsen in die Fernsehkameras. Auch sein Vater und Bundestrainer Norbert Loch war stolz auf die Leistung seines Sohnes. "Ich glaube, es ist sehr wichtig, gerade diesen Gesamtweltcup zu holen. Weil das zeigt genau, wer über die gesamte Saison der Beste war." Beim letzten Weltcup am kommenden Wochenende in Winterberg ist Loch nicht mehr vom ersten Rang zu verdrängen.

Nicht so gut lief es in der sächsischen Eisrinne für die Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt, die den vorzeitigen Sieg im Gesamtweltcup verpassten. Die Olympiasieger und Weltmeister verloren den EM-Titel an die überragenden Toni Eggert und Sascha Benecken, die auch einen neuen Bahnrekord aufstellten. "Für uns ist die EM ein großer Titel. Die stärksten Teams kommen aus Europa und die haben wir heute alle geschlagen", sagte Eggert. "Wir sind ein schönes Rennen gefahren und freuen uns riesig." Dritter wurden die Österreicher Peter Penz/Georg Fischler. Vor dem letzten Weltcup in Winterberg haben Wendl/Arlt trotzdem noch 90 Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung und können von Eggert/Benecken kaum noch vom ersten Weltcup-Rang verdrängt werden.