Rallye Dakar Tod eines Zuschauers

Schwarzer Schleier über der Rallye Dakar: Das Rennen hat sein erstes Todesopfer gefordert. Am Samstag wurde ein Zuschauer bei einem Unfall getötet.

(Foto: David Mercado/Reuters)

Die 38. Auflage der Marathon-Rallye hat nach einem Unfall am Samstag ihr erstes Todesopfer gefordert.

Auf der siebten Etappe der Rallye Dakar ist am Samstag ein Zuschauer ums Leben gekommen. Nach Angaben der Organisatoren ist ein 63 Jahre alter Mann bei einem Unfall verstorben. Es ist der 67. Todesfall im Rahmen der Rallye Dakar seit 1980. Im Vorjahr starb der polnische Motorradfahrer Michal Hernik.

Der Franzose Lionel Baud war bei Kilometer 82 des Teilstücks zwischen Uyuni/Bolivien und Salta/Argentinien mit seinem Wagen von der Strecke abgekommen und erfasste den Mann, der alleine am Streckenrand stand. "Die Mediziner konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen", teilten die Organisatoren mit.

Schon beim Auftakt am vergangenen Samstag hatte ein schwerer Unfall für Negativ-Schlagzeilen gesorgt bei dem schon seit Jahren umstrittenen Rallye-Marathon. Die chinesische Dakar-Debütantin Guo Meiling hatte beim kurzen und ungewöhnlich schnellen Prolog die Kontrolle über ihren Mini verloren und war in die Zuschauermenge gerast. Dabei waren drei Zuschauer teilweise schwer verletzt worden.

Sportlich hat der neunmalige Rallye-Weltmeister Sebastién Loeb mit Platz zwei auf der siebten Etappe wieder den ersten Platz in der Gesamtwertung erobert. Loeb verdrängte damit seinen Peugeot-Markenkollegen und Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel von Platz eins und hat nun 1:58 Minuten Vorsprung auf ihn. Tagessieger Carlos Sainz, ebenfalls Peugeot, hat als Dritter 5:08 Minuten Rückstand.

Für Peugeot war es der sechste Etappensieg in Serie, nachdem der erste Tagesabschnitt wegen schlechten Wetters abgesagt worden war. Auch die siebte Etappe musste wegen schwerer Gewitter unterbrochen werden. Während die Autos nach der Zwangspause ihre Fahrt fortsetzten, wurden das Teilstück bei den Motorrädern abgebrochen.