Olympia Neid lässt unter Pfiffen und Buh-Rufen trainieren

Bundestrainerin Silvia Neid.

(Foto: Getty Images)
  • Fußball-Bundestrainerin Silvia Neid lässt ihr Team in Brasilien unter Pfiffen und Buh-Rufen trainieren.
  • Der Grund: Die deutschen Fußball-Frauen spielen ihr Halbfinale in Belo Horizonte.
  • Das ist jene Stadt, in der die Männer einst Olympia-Gastgeber Brasilien mit 7:1 demütigten.

Die deutschen Fußball-Frauen erwarten im olympischen Halbfinale nicht nur Kanada, sondern auch die Zuschauer als Gegner. Im Abschlusstraining am Montag ließ Bundestrainerin Silvia Neid deswegen unter der Geräuschkulisse von Pfiffen, Buh-Rufen und weiterem Lärm Elfmeterschießen üben.

"Heute wollten die Betreuer auch mal ein bisschen Spaß haben und haben sich so verhalten, wie es die Zuschauer vermutlich machen werden, hier in Belo Horizonte, wo es das 7:1 der Männer-Nationalmannschaft gegen Brasilien gab", erklärte Neid.

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Dass brasilianische Journalisten in der Pressekonferenz darüber Bescheid wussten, fand Neid allerdings gar nicht lustig. Gegen den Krach half der Sichtschutz auf dem Trainingsplatz außerhalb des Stadions wenig - und die TV-Journalisten zeichneten die Rufe auf.

Das erste Duell mit Kanada ging verloren

Im Mineirão-Stadion von Belo Horizonte trifft die DFB-Elf am Dienstagabend (21 Uhr MESZ) auf Kanada. Der Sieger spielt am Freitag in Rio de Janeiro um Olympia-Gold. Die Nordamerikanerinnen hatten den Europameister im letzten Gruppenspiel vor einer Woche mit 2:1 besiegt.

"Dieses Spiel kann man nicht mehr miteinander vergleichen. Das war ein Vorrundenspiel. Jetzt sind wir in einer K.o.-Runde. Das ist entscheidend", sagte Neid.

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