Fußball in Frankreich Diacre trainiert als erste Frau ein Profi-Männerteam

Corinne Diacre (li.), hier noch als Co-Trainerin der französischen Frauen-Nationalmannschaft (Archivbild).

(Foto: AFP)

Fußball-Zweitligist Clerment-Foot verpflichtet als erster französischer Profiklub eine Frau für den Trainerposten einer Männer-Mannschaft - nachdem die erste Kandidatin abgesagt hatte. Nach Basketball-Profi LeBron James steigen auch Dwyane Wade und Chris Bosh aus ihren Verträgen bei den Miami Heat aus.

Fußball, Frankreich: Die ehemalige Nationalspielerin Corinne Diacre wird die erste Frau im französischen Profifußball auf der Trainerbank eines Männerteams. Wie der Zweitligist Clerment-Foot 63 auf seiner Internetseite mitteilte, habe die einstige Spielführerin der Equipe Tricolore für zwei Jahre unterschrieben. Klubpräsident Claude Michy bestätigte am Samstag, dass die 39-Jährige "ab der kommenden Woche" ihre Arbeit aufnehmen wird. Clerment-Foot hatte in der abgelaufenen Saison Platz 14 belegt. Eigentlich sollte Helena Costa das Traineramt übernehmen, die Portugiesin machte in der vergangenen Woche allerdings einen Rückzieher. Costa rechtfertigte sich hingegen auf ihrer Facebook-Seite und schrieb dort von einer "Entscheidung, die sich über einen längeren Zeitraum" ergeben habe.

Basketball, NBA: Nach Basketball-Star LeBron James steigen auch Dwyane Wade und Chris Bosh aus ihren Verträgen bei den Miami Heat vorzeitig aus. Der drei Topakteure der Heat der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA zogen ihre Ausstiegsklauseln. Zunächst hatte James seinen Kontrakt vorzeitig gekündigt. Am Samstag zogen dann offiziell Wade und nach Informationen des TV-Senders ESPN auch Bosh nach. Die drei Spieler, die sogenannten "Big3", könnten sich als "Free Agents" einen neuen Club suchen, aber auch erneut in Miami unterschreiben. Das Trio hatte sich zuletzt in einem Hotel getroffen und über die Zukunft diskutiert. Durch den Ausstieg von Wade, James und Bosh hat Miami größeren finanziellen Spielraum, um neue Spieler zu verpflichten. Jeder Spieler hätte in der nächsten Saison gut 20 Millionen Dollar (rund 15 Millionen Euro) verdient.

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DFB, Länderspiel: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet am 25. März 2015 ein Länderspiel gegen Israel. Das gab DFB-Präsident Wolfgang Niersbach am Samstag im WM-Quartier der DFB-Auswahl in Santo André bekannt. Das Spiel wird in Jerusalem oder Haifa stattfinden. "Es war auch ein Wunsch von beiden Regierungen, da vor 50 Jahren die diplomatischen Beziehungen aufgenommen wurden. Wir sind sehr, sehr froh über das Spiel. Das ist ein klares Signal für unsere gute Zusammenarbeit", sagte Niersbach.

Leichtathletik, Ratingen: Zehnkampf-Europameister Pascal Behrenbruch muss sich am zweiten Tag des Mehrkampf-Meetings in Ratingen steigern, um noch einen Startplatz für die Europameisterschaften in Zürich zu bekommen. Der Frankfurter belegte am Samstag nach dem ersten Tag der letzten EM-Qualifikation Rang fünf mit 4090 Punkten. In Führung liegt nach fünf Disziplinen Rico Freimuth (SV Halle) mit 4285 Punkten, vor dem Franzosen Kevin Mayer (4280 Punkte). Behrenbruch lieferte in Ratingen fast nur Durchschnittsresultate ab. Lediglich beim Kugelstoßen erreichte der 289 Jahre alte Frankfurter mit einer Weite von 15,07 Metern ein gutes Ergebnis.

Eishockey, NHL: Das deutsche Eishockey-Talent Leon Draisaitl ist beim NHL-Draft 2014 in Philadelphia bereits als Dritter ausgewählt worden und wird in Zukunft für die Edmonton Oilers in der National Hockey League spielen. So früh wie der 18-jährige Draisaitl wurde noch nie ein deutscher Spieler gezogen. Vor Draisaitl wurden nur der kanadische Top-Verteidiger Aaron Ekblad als Nummer eins von den Florida Panthers und der kanadische Stürmer Sam Reinhart von den Buffalo Sabres gezogen. Draisaitls künftiger kanadischer NHL-Arbeitgeber, die Edmonton Oilers, waren fünfmal Gewinner des Stanley Cups. Der wohl berühmteste Profi in der Oilers-Historie ist Wayne Gretzky. Beim NHL-Draft sichern sich die Clubs der nordamerikanischen Profiliga die Rechte an den weltweit größten Eishockey-Talenten. Vor dem in Köln geborenen Draisaitl war der ehemalige Torhüter Olaf Kölzig der bislang am frühesten ausgewählte Deutsche: Er war 1989 an Position 19 von den Washington Capitals gezogen worden.

Fußball, Torlinientechnik: Nach der überraschenden Erklärung von Fifa-Präsident Joseph Blatter zur Einführung der Torlinientechnik bei der EM 2016 hat die Uefa eine angeblich schon getroffene Entscheidung dementiert. Grundsätzlich ausgeschlossen wird die Anwendung von Torkameras beim Turnier in Frankreich aber nicht. "Der Präsident hat offiziell gesagt, dass er eine Einführung bei der EM 2016 erwägt. Jedoch ist das nicht mit einem Fingerschnipsen zu erledigen. Es wird im Schiedsrichterkomitee diskutiert werden und muss immer noch vom Exekutivkomitee bestätigt werden", sagte Uefa-Medienchef Pedro Pinto. Blatter hatte zuvor in einer WM-Videobotschaft verkündet, dass Uefa-Boss Michel Platini ihm gesagt habe, dass die Torlinientechnik bei der EM eingeführt werde. Bislang galt der Franzose im Gegensatz zu Blatter als strikter Gegner der in Brasilien erstmals bei einer WM eingesetzten Technik. Platini ist ein möglicher Herausforderer Blatters bei der Fifa-Präsidentschaftswahl im Mai 2015.

Felix Neureuther: Die Staatsanwaltschaft München hat das Verfahren gegen Skifahrer Felix Neureuther (29) wegen Fahrerflucht eingestellt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung. Neureuther habe einen Geldbetrag gezahlt: "Die Summe ist eingegangen, das Verfahren wurde eingestellt." Neureuther war im Februar auf dem Weg zum Münchner Flughafen mit seinem Auto verunglückt. Von München aus wollte er nach Sotschi zu den Olympischen Winterspielen fliegen. Auf eisglatter Fahrbahn geriet sein Wagen, ins Schleudern und krachte in die Leitplanke, ohne dass ein anderes Fahrzeug in Mitleidenschaft geriet. Neureuther erlitt ein Schleudertrauma, fuhr weiter und verständigte erst später die Polizei - darum der Vorwurf der Unfallflucht. Nach Bild-Informationen musste er eine Geldauflage "in niedriger vierstelliger Höhe" zahlen. Die Staatsanwaltschaft wollte sich zu Details nicht äußern.

Golf, PGA-Tour: Tiger Woods ist bei seinem eigenen Golfturnier in Bethesda/Maryland vorzeitig ausgeschieden. Drei Monate nach seiner Rückenoperation verlief das Comeback des ehemaligen Weltranglistenersten aus den USA noch nicht nach Plan. Nach 74 Schlägen zum Auftakt spielte der 38-jährige Kalifornier am Freitag (Ortszeit) eine 75er Runde und scheiterte mit insgesamt 149 Schlägen klar am Cut (145). Die Führung bei dem mit 6,5 Millionen Dollar dotierten Turnier der PGA-Tour im Congressional Country Club übernahmen die Australier Marc Leishman und Oliver Goss sowie die US-Profis Ricky Barnes und Patrick Reed mit jeweils 136 Schlägen.