Sitzplätze für jeden Typ Der ruhigste Platz an Bord

Wenn Sie Ihre Ruhe haben wollen, verabschieden Sie sich vom Gangplatz, vom Mittelsitz sowieso und buchen Sie Fenster, nur noch Fenster. Während Gangsitzer stets dem Risiko ausgesetzt sind, dass Vorbeikommende sie anrempeln oder die Crew mit dem Essenswagen die lang ausgestreckten Beine übersieht, kann sich am Fensterplatz niemand vorbeiquetschen. Dort muss man auch nicht dauernd seine Nachbarn durchlassen. Außerdem hat man die Macht über das Rollo (sollte das allerdings nicht über Gebühr ausnutzen).

Diese Ungestörtheit ist vor allem nachts von Vorteil: Passagiere am Fensterplatz müssen sich nicht auf die Rückenlehne beschränken, sondern können ihren Kopf auch an die Wand betten. Dieser Fensterplatz sollte im vorderen Teil des Flugzeugs sein. Über den Tragflächen wackelt es zwar nicht so stark wie vorne oder hinten, aber dafür hört man die Motoren arbeiten. Im hinteren Teil der Maschine müssen Reisende mit beidem klarkommen: Es wackelt und dröhnt.

Dass der Platz bei den Toiletten nicht der ruhigste ist, kann man sich denken. Die Bordküche sollte ebenfalls nicht allzu nah sein, vor allem wenn man Schlaf finden will. Es gibt aber auch Plätze, die auf den ersten Blick ruhig wirken, sich aber manchmal als die lautesten an Bord entpuppen: die Sitzreihen hinter einer Trennwand. Sie sind verlockend, schließlich bieten sie den Vorteil, dass niemand seine Rückenlehne plötzlich nach hinten stürzt. Allerdings werden auf Langstreckenflügen an der Trennwand oft die Bettchen für die jüngsten Reisenden festgeklemmt. Und Babys haben nicht den Ruf, zu den leisesten Passagieren zu gehören.

Auch die so begehrten Notausgangs- Plätze können sich als sehr laut erweisen, nutzen doch andere Reisende den einzigen "freien Raum" im Flugzeug für einen netten Plausch im Stehen oder gar ein wenig Bordgymnastik. Oder einfach nur, um nicht im Gang warten zu müssen, bis der Essenswagen in der Galley verstaut ist und sie wieder zu ihrem Sitz können.