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Mitten in Absurdistan – Das gibt's ja gar nicht!
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Mitten in ... Washington
Unser Nachbar Larry blieb cool. "Das war doch harmlos", tönte er, als wir uns in Washingtons Mittagssonne auf der Straße trafen. Nach dem Ostküsten-Big-Bang. Larry hat lange in Kalifornien gelebt und wusste sofort, dass dieses dumpfe Grollen, dass dieses zunehmende Rumpeln, das unser Haus wackeln ließ, kein schwerer Laster war, der sich in unsere Straße verirrt hatte. Er war - in aller Ruhe, wie er sagt - von seinem Computer aufgestanden und ins Treppenhaus gegangen.
"Du musst dir immer den Platz suchen, wo das Haus am stärksten ist." Wir hatten die Kinder in den Keller gescheucht. Völlig falsch! Aber kurz zuvor hatten wir über den nahenden Hurrikan Irene geredet und darüber, dass es unten bei einem Wirbelsturm am sichersten wäre. Ich hab mir übrigens unsere Treppe angeschaut. Der feine Riss in der Wand ist doch neu, oder?
Reymer Klüver, SZ vom 27./28.8.2011
Bild: REUTERS15. August 2011, 15:45 2011-08-15 15:45:00