Deutschland Im Wind stehen

Günstiger übernachten, Spa- und Wellness im Paket: Die Nachsaison auf der Insel hat Vorteile.

(Foto: Holger John/imago)

Aus Usedom kehrt man entspannt zurück.

Von Ingrid Brunner

Der Ort: Nordöstlicher geht's nicht mehr in Deutschland: Durch die Insel Usedom verläuft die Grenze nach Polen, im Süden liegt das Stettiner Haff mit Fischeridyll und einer reichen Vogelwelt, im Norden die Ostsee mit herrlichen weißen Sandstränden. Und, was die Menschen aus dem Süden verwundern mag: Usedom ist laut Statistik einer der sonnenreichsten Orte der Republik.

Warum gerade jetzt? Jetzt ist die Zeit für lange einsame Strandspaziergänge, die Zeit, sich in den Wind zu stellen, Kindern beim Drachen steigen lassen zuzusehen. Nun ist auch die Zeit, die prächtige Bäderarchitektur von Bansin, Ahlbeck und Heringsdorf zu besichtigen. Denn wenn die Bäume keine Blätter mehr tragen, lassen sich die teils extravaganten Villen, die sich das Berliner Großbürgertum um die vorvergangene Jahrhundertwende dort hingestellt hat, unverhüllt betrachten. In Heringsdorf kehrt man im Usedomer Brauhaus auf ein naturtrübes Inselbier ein. Dort hat ein oberfränkischer Braumeister das Sagen, was stets Gutes verheißt. Im November und Dezember gibt es dazu Gans- und Wildspezialitäten. Oder man geht zum Fischessen auf die historische Seebrücke, sitzt überm Wasser und sieht den Wolken beim Vorbeiziehen zu.

Was bringt's? In der Nachsaison haben viele Hotels Angebote. Praktisch alle bieten Spa- und Wellness-Pakete - man kommt also womöglich schöner, auf jeden Fall entspannter nach Hause. Und wer sich traut, kühlt sich nach der Sauna in der Ostsee ab. Man tritt dann die Heimreise abgehärteter an - oder erkältet.