Ein ehemaliger griechischer Minister soll Dienst-Handys an Freunde verteilt haben. Und die haben dionysisch mit Sex-Hotlines telefoniert - für 20 Millionen Euro.
Die Versuchung ist groß: Vollbusige Blondinen und exotische Schönheiten preisen ihre Dienste an, hauchen verlockende Angebote in die Kamera. Ruf mich an. Doch die Nummer beginnt mit einer teuren Vorwahl.
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20 Millionen Euro muss Griechenland für die erotischen Gespräche zahlen - wie lange dafür die Drähte glühten, ist nicht bekannt. (© ddp)
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Wer die Rechnung aber nicht selber zahlen muss, greift vielleicht trotzdem zum Hörer. So geschehen in Griechenland. Weil der frühere Justizminister Sotirios Hatzigakis angeblich Handys an 30 Freunde und Verwandte verschenkt hat, muss der Staat nun Rechnungen in Höhe von 20 Millionen Euro begleichen. Die Vertrauten des konservativen Politikers haben nach Angaben der Bild vor allem teure Sex-Nummern angerufen. An Enthüllungen von Vetternwirtschaft, Korruption und Steuerhinterziehung hätten sich die Griechen inzwischen fast gewöhnt, schreibt das Blatt. Doch jetzt sei das Land "erschüttert".
Dass es ganz so schlimm offenbar nicht ist, zeigt ein Anruf beim griechischen Konsulat in München. "Wir haben davon noch nichts gehört", sagt der Konsulatssprecher Athanasios Lambrou auf Anfrage von sueddeutsche.de.
Vor allem aber gebe es wichtigeren Gesprächsstoff: Die größte griechische Tageszeitung To Vima meldet am Donnerstag, dass die alte Regierung kurz vor den Wahlen 2009 fast 300 Leute quasi über Nacht in staatlichen Firmen angestellt hat. Auch hier deutet alles auf einen Mann hin: Die neuen Mitarbeiter kamen zum großen Teil aus dem Umfeld von Sotirios Hatzigakis. "Schon damals wussten doch alle, dass es dem Staat finanziell nicht gutgeht", sagt Lambrou. "Aber sie haben trotzdem einfach weitergemacht."
Die neue Regierung will die Sache nun prüfen und gegebenenfalls Leute entlassen.
Bereits in seiner letzten Amtszeit hatte der 66-jährige Hatzigakis großzügig Stellen verteilt: 2008 gründete er eine neue Staatsfirma, die seinem Ministerium unterstellt war. 80 der 110 Mitarbeiter kamen aus seinem Wahlkreis.
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(sueddeutsche.de/gba)
Bundespräsident Gauck
.... wie war das gleich mit dem Herrn Mronz, der auf einer offiziellen Aussenamtsreise als Multifunktionsmitverdiener im Ministerflieger mitdurfte .... oder mit Herrn Seibert, der vom ZDF ins Kanzleramt wechselt, weil der bisherige Kanzleramtssprecher als Intendant zum Bayerischen Rundfunk wechselt ...
Wir brauchen nicht wirklich nach Griechenland schielen, wenn's um Begünstigungskaruselle geht.
und nicht nur Sie, sondern auch alle anderen Mitglieder Ihrer Großfamilie. Man kann nie genug Unterstützer haben.
Das schlimme daran ist: dieser Spaß ist wahrscheinlich nahe dran an der Wahrheit.
Allerdings: Der griechische Staat sollte die Konsequenz ziehen und die Rechnung an die Ehefrau schicken, damit sie den Fall mit ihrem Ehmann klärt.
Einverstanden, @Aus Haching, ich sehe wie ihr Hase läuft, und die Idee hat natürlich (unter den richtigen Vorzeichen) Einiges für sich ... aber wir werden dazu eine Staatsbehörde gründen müssen, wie Sotirios Hatzigakis das ja auch schon mal getan hat ...
Ich biete mich an als ihr zweiter stellvertretender Ministerialsprecher Ihrer noch zu gründenden "Sommerurlaubsbehörde zur Überprüfung der Inseln", wobei ich gerne umweltfreundlich und zukunftsweisend mit ausschliesslich erneuerbarer Windenergie per Dienst-Segelboot von März bis November vor allem die gastronomische wie persönliche Qualität der griechischen Inselwelt zu inspizieren und zu vergleichen (Wettbeberbsgedanke!) habe, um ihnen dann in ihrem Amtssitz in Athen von Dezember bis Februar zu Parteiverkehrszeiten (Dienstag und Mittwoch jeweils zwischen 10:00 und 10:30 h) ausführlich Bericht erstatten zu dürfen.
Dezember, Januar und Februar werden dabei vollflächig für den zumindest teilweisen Abbau von in der Saison unvermeidbaren Überstunden eingesetzt, weshalb ich selbstverständlich drei Stellvertreter als Zweit- und Drittberichterstatter ernennen werde um die geregelten Vorgänge der Behörde nicht aufzuhalten ....
"Bikini-Inspekteure braucht Griechenland nicht mal zum (griechischen) Mindestlohn - von dem Sie im Übrigen selbst in Griechenland nur leben könnten, hätten sie ein bis drei steuerneutrale Nebenbeschäftigungen zusätzlich ..."
Kein Problem, ich arbeite nebenbei noch als Restaurant-Tester, Sonnenbrandbeauftragter und Quad-Testfahrer. Natürlich nur steuerfrei für den griechischen Staat.
Im übrigen: Bikini-Inspekteure scheinen an jedem Strand der Welt notwendig zu sein. Oder warum sollten Millionen von Mitteleuropäern jedes Jahr ihren Urlaub opfern, um sich aufopferungsvoll dieser schwierigen, aber notwendigen und befriedigenden Aufgabe zu widmen?
Paging