Unruhen in Afrika Acht Tote bei Feuergefecht in kenianischem Urlaubsort

"Es wurde nicht geredet, nur getötet." Bis zu 60 Kämpfer haben ein Kasino im kenianischen Urlaubsort Malindi angegriffen, dabei starben acht Menschen. Die Sicherheitskräfte verdächtigen eine separatistische Gruppe.

Bei einem Feuergefecht vor einem Spielkasino in dem kenianischen Küstenort Malindi sind acht Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien zwei Polizisten und sechs Angreifer, sagte Polizeichef Jared Ojuok der Nachrichtenagentur dpa.

Es habe sich um insgesamt 60 Angreifer gehandelt, die mit Maschinengewehren und Macheten bewaffnet gewesen sein sollen. "Es wurde nicht geredet, sondern nur getötet", berichtete ein Augenzeuge. "Ich glaube, die Täter wollten in das Kasino eindringen."

Die Sicherheitskräfte vermuten, dass die separatistische Gruppe Mombasa Republican Council (MRC) für die Attacke verantwortlich ist. Jedoch bekannte sich bisher niemand zu dem Angriff. Die Separatisten hatten bereits am Tag der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen Anfang März mehrere Anschläge rund um Mombasa verübt. Dabei kam ein Dutzend Menschen ums Leben, darunter auch mehrere Polizisten.

Wirtschaft in Kenia Nur kein Aufstand

Kenia ruft: Die ehemalige britische Kolonie ist heute der Wirtschaftsmotor des ganzen Kontinents. Nicht nur Google und Vodafone drängen in den Markt, auch chinesische Firmen versuchen sich festzusetzen. Steht nach der Wahl Kenyattas nun alles auf dem Spiel?

Malindi ist mit seinen Stränden am Indischen Ozean einer der beliebtesten Urlaubsorte in dem ostafrikanischen Land. Normalerweise sind die Hotels in der Region zu Ostern ausgebucht, jedoch kamen wegen der Angst vor Anschlägen dieses Jahr deutlich wenige Touristen in das Land.