Die Kanzlerin stellt den Ländern einen finanziellen Ausgleich für die Steuersenkungen in Aussicht - genau davor warnt aber die SPD.
Wenige Tage vor der Bundesratsentscheidung über die geplanten Steuersenkungen hat die CDU-Spitze Kompromisssignale an die Länder gesendet. Mehrere Ministerpräsidenten berichteten am Montag, die Parteiführung um Kanzlerin Angela Merkel habe am Rande einer Präsidiumssitzung vier Varianten angedeutet, wie der Bund den Ländern bei der Bewältigung der Folgekosten helfen könnte.
Am Freitag stimmt der Bundesrat über die geplanten Steuernachlässe für Familien, Firmen, Erben und Hoteliers ab. (© Foto: ddp)
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Merkel braucht alle sieben schwarz-gelben Landesregierungen, um die Steuernachlässe für Familien, Firmen, Erben und Hoteliers am Freitag im Bundesrat durchzusetzen. Vor allem Schleswig-Holstein sieht sich jedoch nach eigenem Bekunden nicht in der Lage, Einnahmeausfälle in dreistelliger Millionenhöhe zu verkraften. Regierungschef Peter Harry Carstensen hatte deshalb bei einem Treffen mit Merkel am Sonntag für alle Länder eine Kompensation verlangt.
Nach Angaben der Ministerpräsidenten denkt die Kanzlerin deshalb darüber nach, den Ländern und Kommunen bestimmte Kosten bei der Betreuung Langzeitarbeitsloser abzunehmen oder aber sie bei der vereinbarten Steigerung der Bildungsausgaben zu unterstützen. Darüber hinaus erwägt sie finanzielle Hilfen für Fälle, in denen Länder und Kommunen vom Bund beschlossene Leistungsgesetze in die Praxis umsetzen müssen. Viertens schließlich ist der Bund offenbar bereit, die Kostenteilung bei der für 2011 geplanten zweiten Steuerreformstufe zugunsten der Länder zu ändern.
SPD-Haushaltspolitker schlagen Alarm
Genau davor warnen die Haushaltspolitiker der SPD. Nach ihren Berechnungen verstößt die Finanzverteilung zwischen den staatlichen Ebenen schon heute gegen das Grundgesetz, weil die Länder dem Bund über Jahrzehnte in politischen Streitfragen immer wieder Steueranteile abgepresst hätten. Mittlerweile sei die Schieflage so krass, dass die Länder dem Bund rein rechnerisch allein für 2010 rund 25 Milliarden Euro überweisen müssten.
Die SPD beruft sich dabei auf Artikel 106 der Verfassung, wonach Bund und Länder Anspruch auf eine gleichmäßige Deckung ihrer notwendigen Ausgaben durch laufende Einnahmen haben. Die sogenannten Deckungsquoten haben sich jedoch im Laufe der Zeit dramatisch auseinanderentwickelt. So wird der Bund 2010 nur gut 74 Prozent seiner Ausgaben aus laufenden Einnahmen finanzieren können, bei den Ländern sind es 89 Prozent. 2001 waren die Quoten noch etwa gleich hoch gewesen.
Der Berliner Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) verlangte von Merkel und Carstensen, ihre Absprachen offenzulegen. Wenn es stimme, dass der Kieler Regierungschef nicht allein für sich, sondern für alle Länder verhandle, stelle sich zudem die Frage, wer ihm dafür das Mandat erteilt habe. Unklar sei zu guter Letzt auch, wie Finanzminister Wolfgang Schäuble zu solchen "Hinterzimmer-Deals" stehe. Schäuble sei jedoch völlig abgetaucht, sagte Nußbaum der Süddeutschen Zeitung.
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(SZ vom 15.12.2009/kat)
Bundespräsident Gauck in Jerusalem
Liebe Genossen, nur ein kleiner Beitrag.
Man stelle sich vor: Mutter mit Kind in einer Hungersnot. Instinktiv wird sich die Mutter stets VOR dem Kind aufpäppeln, obwohl das im ersten Moment als grausam erscheint. Aber, das Kind kann nur mit einer Mutter überleben; sie ist die Grundsicherung für das Kind.
Szenenwechsel:
Deutschland 2009, Krisenstimmung pur: Vielleicht hat ja auch schon jemand bemerkt, dass der Mittelstand mit Abstand größter Arbeitgeber ist, er ist die Grundlage unserer "Wohlstandes" bzw. auch unsere Lebensgrundlage (es sei denn wir wollen zurück zum Agrarstaat mit Planwirtschaft). Der Mittelstand jedoch leidet unter der Krise und viele Unternehmen sind im Familienbesitz, d.h. sie werden mit viel Engagement geführt.
Ich denke, man braucht über eine Schlussfolgerung nicht mehr streiten.
Dieser Kuhhandel, den Kanzlerin Merkel hier mit ihren CDU-Ministerpräsidenten treibt, nur um der FDP die Erfüllung ihrer wahnsinnigen Steuersenkungsversprechen zu ermöglichen, ist eine der schlimmsten politischen Betrügereien in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Das Land keucht unter einer Billionen-Schuldenlast und die 15%-Klientelpartei FDP will trotzdem ihrer Wählerklientel der Besserverdienenden unverdiente Vorteile in zweistelliger Milliardenhöhe zukommen lassen.
Am Ende zahlen es nicht die betuchten Steuerzahler, die noch obendrauf zusätzlich was bekommen sondern die "kleinen Leute", für die sich - zum Ausgleich der Bundes- , Länder- und Kommunenhaushalte - die Gebühren und Preise für öffentliche Leistungen empfindlich verteuern werden.
Wenn jetzt das Wahlvolk nicht merkt, was für einen Mist es da zusammengewählt hat, ist es wirklich zu spät...
Gestern sind die neue Bahnpreise bekannt geworden. Auch die neuen höheren Raten bei der Krankenversicherung sind mittlere bekannt. Die Mehrwertsteuererhöhung (was für ein Wort) kommt bestimmt, usw ...
Wer kann sagen welche neue Erhöhngen auf uns kommen um dies zurefinanzieren?
Frage an die Bundesregierung: Was hat ein Durchschnittverdiener von der sogenannten Entlastung?
Muss man vor der Bundesverfassungsgericht wegen Betrug am Wähler ziehen?
Kann mir mal jemand erklären, wie die Buendesregierung rechnet? Ich meine, wenn ich weniger verdiene, kann/sollte ich ja auch nicht mehr ausgeben, oder? Wenn dann der Karren endgültig in den Dreck gefahren ist, wird wieder die Mehrwertsteuer, etc. angehoben und es zahlen immer die gleichen! Währenddessen, die ganze den Bankern und zur Rettung von unrentablen Firmen, wie Opel! Un sowas haben wir gewählt? Muß wohl ein Anfall geistiger Umnachtung gewesen sein, der an diesem Tag über Deutschland hereinbrach!
Ach jetzt jammert doch nicht rum, spätestens 2011 kommt dann die Mehrwertsteuererhöhung, bzw. noch besser, die Abschaffung des verringerten Satzes auf Lebensmittel usw. und dann bezahlt die breite Masse auch endlich wieder mehr...
*Ironie off*
und so geht sie dann weiter die Umverteilung...
Honi soit qui mal y pense ! ! !
Paging