Fünf Wochen nach der Wahl bestätigen sich die Befürchtungen von EU und Palästinensern: Die Likud-Partei hat sich in der Nacht mit "Unser Haus Israel" auf eine Koalition geeinigt.
In Israel hat sich die Likud-Partei des designierten Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu fünf Wochen nach der Parlamentswahl mit der ultra-nationalistischen Partei "Unser Haus Israel" (Jisrael Beiteinu) auf die Bildung einer Koalition geeinigt. Die Übereinkunft sei das Ergebnis langer Verhandlungen, sagte ein Vertreter von Jisrael Beiteinu am späten Abend.
Tzipi Livnis Kadima ist überraschend auf Platz eins gelandet, dennoch kommt es wohl zu einer nationalistischen Regierung unter Benjamin Netanjahu. Die Ergebnisse der Parteien und wie die künftige Koalition aussehen könnte. (© Foto: dpa)
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Berichten israelischer Medien zufolge soll der umstrittene Chef der Partei, Avigdor Lieberman, Außenminister werden. Seine Partei, die drittstärkste Kraft im Parlament ist, erhält demnach fünf Ministerposten. Die beiden Parteien haben keine Mehrheit im 120 Sitze umfassenden Parlament und bräuchten daher weitere Partner. Der von Präsident Schimon Peres mit der Regierungsbildung beauftragte frühere Ministerpräsident muss spätestens am 3. April eine Koalition präsentieren.
Sowohl Netanjahu als auch Lieberman lassen bislang die Möglichkeit offen, auch die bisherige Regierungspartei Kadima der scheidenden Außenministerin Tzipi Livni in die Koalition einzubeziehen. Dies wird in Jerusalem aber als unwahrscheinlich betrachtet. Die sich abzeichnende Regierung wird voraussichtlich eine weitaus härtere Haltung gegenüber den Palästinensern einnehmen als die Kadima-Regierung unter Ministerpräsident Ehud Olmert.
"Unser Haus Israel" ist die Partei der etwa eine Million russischstämmigen Israelis. Ihr Chef Lieberman verließ das Regierungsbündnis im vergangenen Jahr aus Protest gegen Friedensbemühungen mit den Palästinensern. Jisrael Beiteinu wurde bei der Wahl am 10. Februar überraschend drittstärkste Partei vor der Arbeitspartei, die über mehrere Jahrzehnte hinweg die israelische Regierungspolitik mitbestimmt hat.
EU und Palästinenser warnen
Lieberman wird von breiten Kreisen der israelischen Öffentlichkeit als rassistisch betrachtet, weil er einen Treueeid von den arabischen Staatsbürgern plant. In einem Kabinett Netanjahu könnte Lieberman Außenminister werden, was zu Belastungen in den internationalen Beziehungen führen könnte.
Die EU und die Palästinenserregierung mahnten unterdessen Netanjahu vor den Folgen einer Regierungskoalition mit ultrarechten Parteien. "Ich möchte sehr klar sagen, dass die Art, wie die EU mit einer israelischen Regierung umgehen würde, die keine Zwei-Staaten-Lösung will, sehr, sehr anders (als jetzt) wäre", sagte EU-Chefdiplomat Javier Solana am Sonntagabend in Brüssel. "Sie (die Israelis) wissen das und wir müssen das immer wieder sagen."
Ebenso wie der Außenminister der Palästinenserbehörde, Riad Malki, forderte auch EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner ein Ende des israelischen Siedlungsbaus: "Wir wollen keine Siedlungen, wir wollen eine israelische Regierung sehen, die zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche bereit ist. Und wir wollen auch eine Anstrengung seitens der palästinensischen Parteien sehen."
Malki: "Israel ist verantwortlich für alle vertanen Chancen"
Die von der Fatah-Organisation geführte Palästinenserverwaltung warnte vor einem Ende der Friedensgespräche. "Nach allem, was wir hören, wird es eine rechtsgerichtete israelische Regierung geben, eine Anti-Friedens-Regierung", sagte Malki. Wenn es eine Likud-Regierung gäbe, "dann wären alle Hoffnungen auf einen Neubeginn der Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern völlig vergebens", sagte Malki.
"Wir müssen erklären, dass es traurigerweise auf der israelischen Seite keinen Gesprächspartner gibt." Er fügte hinzu: "Ich denke, dass die internationale Gemeinschaft ihrer Verantwortung gerecht werden und diese Frage sehr ernst nehmen sollte. Israel ist verantwortlich für alle vertanen Chancen, die das Ergebnis der Bildung einer Anti-Friedens-Regierung sind."
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(Reuters/dpa/AP/ihe/gal)
Debatte um Militärintervention in Syrien
Man muß hier nicht lange sinnieren wer wem welche Waffen liefert. Feststeht, daß die internationale Waffenlobby nach der Regierungsbildung die Sektkorken knallen läßt. Denn daß wieder geschossen und bombardiert werden wird ist schon klar nachdem die weitere Entrechtung und Demütigung der Palestinenser zum Regierungsprogramm Israels erhoben wurde.
"Sie wollen mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass es schrecklicher ist von einer deutschen Waffe getötet zu werden, als bspw. von einer amerikanischen. "
--- Ich muss schon sagen Sie haben eine blühende Fantasie. Ich hab gesagt für mich, als Deutscher Steuerzahler, ist es wichtig, ob jemand mit einer deutsche Waffe getötet wird oder mit einer russischen oder amerikanischen!
Mir ist es auch wichtig, das unsere Regierung keine Regimes Unterstütz das den Befehl gibt, Frauen/ Kinder/ Zivilisten zu töten!
"Wie ist es denn mit den Nicht-EU-Waffenlieferanten"
--- Die EU Waffenlieferanten können wir direkt beeinflusen und für die sind wir direkt verantwortlich!! deswegen habe ich die EU Waffenlieferantten genannt!
Zitat uthuce: "Schlaumeier(...) 5 (fünf) tote Palästinenser? Zählen ist sicher nicht ihre stärkste Seite (nicht, dass ich hier irgend welchen Menschen eine wie auch immer geartete Borniertheit unterstellen möchte)!"
Nirgendwo schrieb ich, dass es in dem Konflikt nur 5 tote Palästinenser gab. Lesen ist sicher nicht Ihre stärkste Seite (nicht, dass ich hier irgend welchen Menschen eine wie auch immer geartete Borniertheit unterstellen möchte)!"
Zitat_Moslem_: @ queenB61
--- Beides ist gleichermassen Schlimm. Aber warum die Palästinenser mehr "mitleid& Mitgefühl" erwecken, ist das man diese mit Waffen u.a. MADE IN EU/ Germany tötet!"
- Werter Moslem, das glauben Sie doch wohl selber nicht. Auch in Afrika wird (leider) auch mit deutschen Waffen getötet. Letztendlich wird es den Getöteten egal sein, aus welchem Land die Waffe kommt. Sie wollen mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass es schrecklicher ist von einer deutschen Waffe getötet zu werden, als bspw. von einer amerikanischen. Das nenne ich Zynismus. Mir tut jeder dieser Menschen leid, egal auf welchem Kontinent und von wem er getötet wird.
Zitat Moslem:" Es ist auserdem Zynisch ein vergleich zwichen den Opfern des krieges herzustellen. Und ich bin zu tiefst erschüttert das Sie die Opfer damit verhöhnen, indem Sie die ganze angelegenheit runterspielen..."
Ich verhöhne niemanden und habe nirgendwo etwas heruntergespielt. Es ist nur auffällig wie gestört die Aneilname vieler Foristen hier ist, je nachdem aus welchem Land ein Opfer kommt. Über ihren Zynismus schrieb ich ja oben.
Zitat Moslem: "Jeder mit EU Waffen getötet/ vertrieben/ verletzt worden ist sollte die möglichkeit haben, die Waffenlieferer dafür (das Sie diktatoren/ Kriminelle) zu verantwortung zu ziehen!"
Wie ist es denn mit den Nicht-EU-Waffenlieferanten, sie Zyniker!
@_Moslem_: Nein ich meinte das schon so das mit unserem Geld auf der einen Sete kaput gemacht wird und auf der anderen Seite aufgebaut wird und auch kaput gemacht natürlich.... Also wir zahlen beiden Seiten Geld und beide töten gewiss auch damit.... Ich lege nur Wert darauf das wir keine wirklichen Waffen liefern. Also mit Deutschen Patronen wird daunten nicht gefeuert.
Und ansonsten glaube ich schon das es regierungen gab die mehr hätten machen können und vielleicht auch wollten.... Aber nun ists vorbei mit diesem rechten Block kann nur noch das schlimmste passieren.
Paging