Politik kompakt Santos gewinnt Präsidentenwahl in Kolumbien

Der frühere Verteidigungsminister Juan Manuel Santos hat bei der Stichwahl um das Amt des kolumbianischen Staatschefs gesiegt. Kurzmeldungen im Überblick.

Der konservative frühere Verteidigungsminister Juan Manuel Santos hat die Stichwahl um das kolumbianische Präsidentenamt haushoch gewonnen. Für den 58 Jahre alten Vertrauten des für seine harte Hand gegen Rebellen und Drogenmafia geschätzen Amtsinhabers Alvaro Uribe stimmten am Sonntag 69,05 Prozent der Wähler. Das war das beste Wahlergebnis für einen Präsidenten in der Geschichte der kolumbianischen Demokratie.

Juan Manuel Santos erreichte das beste Wahlergebnis in der Geschichte der kolumbianischen Demokratie.

(Foto: AFP)

Santos' Kontrahent, der unabhängige Kandidat der kleinen grünen Partei, Antanas Mockus, erhielt nur 27,52 Prozent.

Die Wahl mit einer extrem niedrigen Wahlbeteiligung von etwa 45 Prozent wurde von Gewalt überschattet. Mitglieder der marxistischen Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (Farc) erschossen nach neuen offiziellen Angaben in der Provinz Meta zwei Soldaten, die Wahlunterlagen in einen abgelegenen Ort transportieren sollten. Weitere sieben Polizisten seien in einem Minenfeld nahe der Grenze zu Venezuela umgekommen. Ebenfalls in Meta tötete das Militär sechs Farc-Rebellen, die nach Angaben der Behörden Anschläge planten.

(dpa)

Der Drogenkrieg in Mexiko hat weitere Todesopfer gefordert: Drei Kommunalpolitiker wurden am Wochenende erschossen.