Provokation für die Palästinenser: Im arabischen Teil Ostjerusalems hat ein Aufmarsch Rechtsextremer schwere Krawalle ausgelöst.
Ein Marsch rechtsextremer Israelis hat in Ostjerusalem schwere Krawalle ausgelöst. Wütende Palästinenser attackierten die israelische Polizei, die den Zug im Viertel Silwan begleitete, mit Steinen und Brandflaschen, wie Augenzeugen und der israelische Rundfunk berichteten. Die Beamten setzten Wasserwerfer ein. Zwischen Demonstranten und Polizei sei es zu Handgemengen gekommen. Unter massivem Polizeischutz marschierten Dutzende rechtsextremer Israelis durch das Silwan-Viertel im arabischen Ostteil Jerusalems. Ziel des Marschs unter Leitung des rechtsextremen Aktivisten Baruch Marsel ist es, israelische Souveränität über ganz Jerusalem zu demonstrieren. Bereits vor Beginn der umstrittenen Demonstration wurden nach palästinensischen Angaben vier Menschen bei Konfrontationen verletzt. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte sich für einen Aufschub der Marschs ausgesprochen. Die Demonstration wurde jedoch vom Höchsten Gericht in Jerusalem genehmigt. Der Leiter des arabischen Informationszentrums in Silwan, Dschawad Sijam, sagte, Ziel sei es, "die (arabische) Bevölkerung in Silwan vertreiben, damit es bis zum Jahr 2020 eine jüdische Mehrheit in diesem Stadtteil gibt". Der Marsch vertete nicht nur die Ziele der Siedler, sondern auch der israelischen Regierung. Der israelische Polizeisprecher Mickey Rosenfeld dementierte Berichte, denen zufolge in der Nacht vor dem Marsch 30 palästinensische Einwohner Silwans festgenommen wurden. Israel lehnt einen Baustopp im arabischen Ostjerusalem weiter ab. Die Palästinenser fordern dies als Bedingung für neue Gespräche.
Aufmarsch rechtsextremer Israelis durch das Silwan-Viertel im arabischen Ostteil Jerusalems - die Rechtsextremen wollen damit Souveränität über ganz Jerusalem demonstrieren. (© Foto: Getty)
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Bundespräsident Gauck
An Phaeno:2, Wenn zwei das selbe tun,ist es noch lange nicht das gleiche,jeder der Kontrahenten ist dort von seiner Sache so ueberzeugt,dass sie vor nicht zurueckschrecken. Man stelle sich so etwas in Deutschland oder in anderen Europaeischen Laendern vor,welch ein Aufschrei Moral wo ist die Moral. Nun wer scheinheilig ist der darf das machen.Die radikalen Siedler haben eine starke Lobby,auf den Zentralrat setzen sie ihre ganze Hoffnung,das er ihnen hilft die Meinung in Deutschland fuer die lieben Siedler zu verbessern.Es wird noch der Tag kommen,da wird fuer diese Leute Spenden gesammelt werden.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland ist eben damit beschäftigt, von allem Muslimen eine Distanzierung von jeder Art Gewalt bis ins 1. vorchristliche Jahrhundert zu fordern. Da ist keine Zeit übrig, sich mit so Lappalien wie Menschenrechte, Völkerrecht oder gar Bürgerrechte arabischstämmiger Israelis zu kümmern.
Aber nicht, dass jetzt jemand auf die Idee käme, sowas Rassismus zu nennen, N E I N, das gibt es nur in anderen Ländern und nur gegenüber Juden.
Ja, es ist wirklich armselig, wie dort nicht nur Völkerrecht (und die Bedingungen zur internationalen Anerkennung des Staates selber) mit Füssen getreten werden ... Und auch unabhängig davon ist eine solche schleichende ethnische Säuberung moralisch nicht zu rechtfertigen.
Aber der Zentralrat (der Juden in Deutschland) hat damit genausoviel zu tun wie der DfB, darum gibt's dazu keine Wortmeldung.
dww
Da marschieren also unter schwerem unter Polizeischutz. Rechtsradikale durch den arabischen Teil Jerusalems -- und der Zentralrat in Deutschland schweigt...
Warum gibt es hier keine Wortmeldung???
Einwohner des Viertels (Palästinenser) wurden vor diesem "Marsch" verhaftet. Und Netanjahu kritisiert oder verurteilt diese Machtdemonstration NICHT sondern plädierte nur für einen Aufschub...
Ach ja, die israelischen Siedlungen im eroberten Westjordanland sind laut UN und EU alle völkerrechtswidrig. Die jüdischen Siedlungsbauten im Ostteil Jerusalems werden ebenso eingestuft!