Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat die Internationale Humanitäre Hilfsorganisation (IHH) wegen Unterstützung der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas verboten. "Unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe unterstützt die IHH seit einem langen Zeitraum und in beträchtlichem finanziellen Umfang im Gaza-Streifen ansässige so genannte Sozialvereine, die der Hamas zuzuordnen sind", sagte der CDU-Politiker in Berlin. "Die Hamas übt Gewalttaten gegenüber Israel und israelischen Staatsbürgern aus und beeinträchtigt dadurch die friedliche Verständigung des israelischen und palästinensischen Volkes." Der Verein hat seinen Sitz in Frankfurt am Main.
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Das Verbot wird laut Innenministerium seit dem frühen Morgen in Hamburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen vollzogen. Die IHH negiere das Existenzrecht Israels und fördere den Einsatz von Gewalt zur Durchsetzung ihrer politischen und religiösen Ziele, erklärte de Maizière. Die Hamas wirke in aggressiv-kämpferischer Weise darauf hin, Angehörige und Institutionen des Staates Israel auch unter Einsatz terroristischer Mittel zu bekämpfen. "Die IHH unterstützt bewusst und gezielt Organisationen, die der Hamas zuzurechnen sind oder die ihrerseits die Hamas unterstützen", erklärte de Maizière.
Nach seinen Angaben hat die IHH Millionenbeträge an Sozialvereine der Hamas gespendet. "Das geradezu zynische Verhalten der IHH kommt schon in der Vereinsbezeichnung Internationale Humanitäre Hilfsorganisation zum Ausdruck. Sie missbrauche die Hilfsbereitschaft gutgläubiger Spender, um mit dem für vermeintlich gute Zwecke gespendeten Geld im Ergebnis eine terroristische Organisation zu unterstützen. "Organisationen, die sich unmittelbar oder mittelbar von deutschem Boden aus gegen das Existenzrecht des Staates Israel richten, haben ihr Recht auf Vereinigungsfreiheit verwirkt", erklärte de Maizière.
(dpa)
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Wie definieren sie denn eigentlich "Terrorist"?
Für mich ist die Hamas ebenso wie die Hisbollah eine Widerstandgruppe, weil sie zur Bekämpfung einer fremden Besatzungstruppe gegründet wurden. In diesem Sinne sehe ich sie in der Tradition des "Resistance".
Natürlich verstossen etliche ihrer Aktionen gegen internationales Recht was auch an der mangelhaften technischen Ausstattung liegt, aber insgesamt gesehen, kämpfen sie gegen einen Feind, der das internationale Recht völlig straffrei in einem zigfach grösseren Ausmass tagtäglich nicht nur bricht, sondern regelrecht mit Füssen tritt. Und das mit unsere tatkräftigen Unterstützung!
Die Palästinensergebiete sind seit 1967 von Israel besetzt, das jede UN-Resolution, die es auffordert die rechtswidrige Besatzung zu beenden, schlicht und einfach ignoriert.
Nun ist es aber im internationalen Recht so, dass Besetzte das Recht auf bewaffneten Widerstand gegen die Besatzer haben. Die Hamas macht von diesem Recht Gebrauch ebenso wie die Hisbollah.
Das mag Israel und seinen Unterstützern nicht in den Kram passen, aber so ist es nunmal.
Ein Staat der durch Terrorismus von steckbrieflich gesuchten Terroristen in der Heimat eines anderen Volkes gegründet wurde, sollte da eigentlich nicht so empfindlich sein.
"Der Terrorismus und die Entstehung Israels - Teil 1 + 2
www.wsws.org/de/2003/jun2003/isra-j28.shtml
www.wsws.org/de/2003/jul2003/isra-j01.shtml
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Die Wahrheit über IHH?
Nö, lediglich die Ansichten eines gut sozialisierten Politikers, der weiss, was man von ihm erwartet und was seiner künftigen Karriere dienlich ist! :-)))))))
Da hat die SZ die Wahrheit über die IHH aber ausgezeichnet versteckt. Hilft aber nichts: Wir erinnern uns sehr gut an die gefühlstriefenden Artikel der SZ über die Blockade Israels gegen die von der IHH organisierten Hilfslieferungen, die in Wirklichkeit eine indirekte Unterstützung des Hamas-Terrors waren und die direkte Unterstützung vorbereiten sollten. Wer ausschließlich die SZ las, wurde darüber freilich nicht informiert, und jetzt veröffentlicht man die entlarvende Nachricht verdruckst in dieser entlegenen Ecke. Journalismus? Nein, SZ!