Politicker Tote in Ägypten bei Streit um Benzin

Obwohl Ägypten zusätzliche Soldaten im Norden der Sinai-Halbinsel stationiert hat, bleibt die Sicherheitslage angespannt. Bei einem Streit zweier Clans um Benzin starben vier Menschen, 20 wurden teils schwer verletzt.

Die Sicherheitslage im Norden der ägyptischen Sinai-Halbinsel bleibt trotz der Stationierung zusätzlicher Soldaten angespannt. In der Nähe einer Tankstelle in Bir al-Abed trugen Angehörige zweier verschiedener Clans eines Stammes einen Streit um Benzin aus. Im Verlauf des Feuergefechts, bei dem auch noch ein Haus angezündet wurde, starben vier Menschen. 20 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Soldaten rückten an und Stammesscheichs versuchten zu vermitteln, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Nachdem in dem Haus Feuer gelegt wurde, kam es nach Angaben aus Sicherheitskreisen zu einer Explosion, da die Bewohner in dem Gebäude große Mengen Benzin gelagert hatten.

Seit dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak im vergangenen Jahr hat der illegale Verkauf von subventioniertem Treibstoff stark zugenommen. Ein Teil des Benzins, das von den Behörden auf die Sinai-Halbinsel geschickt wird, wird von Schmugglern durch Tunnel in den benachbarten palästinensischen Gazastreifen transportiert.