PKK-Führer ÖcalanVom Staatsfeind zum Hoffnungsträger

Abdullah Öcalan organisierte den Kampf der Kurden gegen den türkischen Staat - Tausende Menschen kamen in dem Konflikt ums Leben. Seit 15 Jahren sitzt der PKK-Führer in einem türkischen Gefängnis. Der Krieg in Syrien verschafft ihm neue Aufmerksamkeit.

Abdullah Öcalan organisierte den Kampf der Kurden gegen den türkischen Staat - Tausende Menschen kamen in dem Konflikt ums Leben. Seit 15 Jahren sitzt der PKK-Führer in einem türkischen Gefängnis.

Für die Türkei war Abdullah Öcalan für viele Jahre ein Staatsfeind, bei seinen Anhängern genießt der Führer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) eine kultartige Verehrung. Bereits 1972 muss der Politikstudent als Mitglied einer linksextremen Organisation mehrere Monate ins Gefängnis. Weil er sich innerhalb der türkischen Linken als Kurde diskriminiert fühlt, engagiert er sich für eine marxistisch geprägte kurdische Bewegung. Am 27. November 1978 gründet Öcalan mit Gefolgsleuten die PKK. Die Untergrundbewegung kämpft für einen unabhängigen Staat Kurdistan beziehungsweise für die Autonomie kurdisch besiedelter Gebiete.

Bild: DPA 5. November 2014, 12:252014-11-05 12:25:59 © Süddeutsche.de/dpa/AFP/Reuters/mane/mikö