In der FDP und bei unserem Wirtschaftsflügel der Union wird immer gerne von der Wunschkonstellation Schwarz-Gelb geredet. Aber es ist in Wahrheit nur politische Fantasie, mich und Guido Westerwelle als das neue politische Traumpaar hinzustellen. Mit Frank-Walter Steinmeier und der braven SPD war vieles einfacher. Denken Sie einmal daran, ob ein deutscher Außenminister vor Monaten mit einem Boykott der Afghanistan-Konferenz gedroht hätte.
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Ich habe gelernt aus unseren neoliberalen Beschlüssen von Leipzig vor der Wahl 2005. Das hat uns damals den klaren Sieg gekostet. Hätten wir die Beschlüsse umgesetzt, hätte das die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinander klaffen lassen. Ich wollte Schwarz-Gelb nicht, liebe Wählerinnen und Wähler, Sie wollten Schwarz-Gelb. Sie haben sich gegen die Harmonie entschieden, die wir noch im TV-Duell verbreitet haben.
Da kann man dann am Ende auch als Bundeskanzlerin wenig gegen machen. Das gilt auch für internationale Beziehungen. Seit den Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll habe ich mich - damals noch als Ministerin im Kabinett von Helmut Kohl - für einen engagierten Klimaschutz ausgesprochen. Die Ergebnisse von Kopenhagen können uns jetzt noch nicht zufriedenstellen.
Plötzlich alles ganz anders
Vor einem Jahr habe ich Ihnen an dieser Stelle gesagt, die Sozialversicherungen seien stabiler geworden und die Staatsfinanzen solider. Jetzt sieht die Lage anders aus. Unsere Staatsfinanzen sind in einem desolaten Zustand, wir kommen von Billionen Schulden nicht herunter. Und die Sozialversicherungen stehen dank der FDP vor einem tiefgreifenden Umbau hin zu mehr privater Vorsorge.
Ich verstehe, dass Ihnen all das Sorge macht. Ich würde Ihnen diese Sorge gerne nehmen, doch ich kann es zurzeit nicht. Zu viele, auch in meiner Partei, stützen den Kurs der FDP. Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, überschätzen die Macht einer Kanzlerin, wenn Sie glauben, ich könnte das ändern.
Was bleibt ist Vertrauen. Vertrauen auf Deutschlands Kraft und Stärken. Das ist gerade jetzt wichtig. Ich hoffe, dass auch in diese Regierung bald der Geist der Vernunft einzieht. Die Bundeskanzlerin steht bereit, diesen Prozess zu moderieren.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie alles in allem mit Dankbarkeit auf das vergangene Jahr zurücksehen können. All denen, die in diesem Jahr mit Sorgen und mit Trauer leben mussten, wünsche ich Trost und Kraft, um den Beginn des neuen Jahres trotz allem mit neuer Zuversicht begehen zu können.
Ich wünsche Ihnen allen ein erfülltes, ein glückliches und ein gesegnetes Jahr 2010."
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(sueddeutsche.de/jja/mel)
New Yorker Bürgermeister will Soft-Drinks verbieten
http://d11b.de/blog/2009/12/merkels-neujahrs-versprecher-kanzlerkantine-teil-ii/
.....hatte ich mich gefreut. (nachdem ich die Seite irgendwie nach SZ-Satireseite oder ä durchsucht hatte).
Plötzlich erschien mir Frau Merkel als Revolutionärin, als mögliche Retterin der politischen Kultur, nicht zuletzt dem, was man unterstellt "Demokratie" zu sein.
Aber nein, es ging ja gar nicht! Niemals hätte sich die Bundeskanzlerin dazu hergegeben, dem Volk ein Stück Wahrheit und Realität zu vermitteln. Im nächsten Moment war ich wieder ernüchtert, wie zuvor. Ich erinnerte mich wie Merkel überhaupt "an die Macht" gekommen war, nein nicht durch REALpolitik, durch Hintertürchen und knallhartes taktieren. Eine Frau die beim Reden so unkoordiniert-möchtegern-blendend mit den Armen schwenkt kann leider nicht so sein. Und wäre auch längstens Bundeskanzlerin gewesen, was ihr selbstverständlich viel zu wichtig ist, als es einem Stück Wahrheit, nicht mal dem großen Wort "Wahrheit", nur ein wenig Offenheit, zu opfern.
Aber ne gute Aktion, Danke SZ, sowas wirkt dann doch "erhellend", ja sogar wirklich erhellend.
Existiert nun wirklich diese "wahre Rede" aus Merkels Feder, oder ist sie ein verfrühter April-Scherz?
Wenn Merkel diese wirklich nicht gehaltene Rede "unabsichtlich" in gewissen Kanäle lanciert hat, warum schlägt sie so wenig Wellen? Wacht die "Journaille" erst nach DreiKönig auf?
... die du bist in der Waschmaschine, gerufen werde dein Name, der da heißt Gabriele (für ewig und drei Tage verstockt Böswillige auch: Zonen-Gaby, befreite).
Dein Reich nimmt sich die Freiheit, sich nicht wie eine halbgeschälte Bananenrepublik zu fühlen, dein Wille, den Verzweifelten im Lande einen Heiland anzukündigen, ist höchst begrenzt (denn es hat ja oben schon ein helles Köpfchen mit selbstpoliertem Heiligenschein - dich), wie im Kabinett also auch in einig Eiland (nunmehr ohne Käfighaltung).
Unser täglich Tigerenten-Ragout "Neganda 2010" (das Risotto dazu deutlich weniger dirkumagelb) gib uns im angebrochenen Jahr der Offenbarung des Ablebens von Maßlosigkeit (ach, Josef - Kennst du das Land, wo die Billionen blüh'n?), wie ihn dein treuer Lämmerhirt in der Foster-Krippe postulierte (ach, Norbert), und sieh uns nach unser naives Verlangen nach schwäbischer Hausfrauen-Wirtschaft (Kennst du das Land, wo die Penunzen flieh'n?), wie wir vergeben deinen Posaunenengel-Auftritt in Wilhelmine Meister-Mignons theatralischer Sendung "Kennst du das Land, in dem die Phrase blüht?" (Arno Holz).
Und führe uns nicht in neue Verhältnisse der ackermännischen Angelaner und des hypoestatischen Magiertums, sondern bewahre uns naßfüßige Selig-Insulaner und weißblau rautierte Highländer vor der Elen(d)a-igen Datenablegebatterie, auch der leutheussigen hinter dem Schnarrenberge.
Denn dein ist das Amt für androgyne Erzengelei und die lilienhafte Jungherrlichkeit (Tilda Swinton Breitformat, aber in Hellblazer) und - da war doch was? Richtig, Rücksturz zur Erde! - die Gabrielenetiquette im Tableau vivant mit den Drei Weisen aus dem Okzident, Kaspar Sarkozy, Melchior van Romp..(who?), Balthasar Obama.
Anders wäre besser (zumal auf der Reise um die weite Welt die große Welle Guidonami sich vor Londonistan selbst abwestert, ehe sie ständig Schaum gebärend in sich zusammenfällt).
(Achtung Satire - ist allzeit um vielgestaltige Erhellung im babylonischen Expertengebrabbel bemüht, deshalb: Kreubst du das Land, wo die Zertissen breun, im dischen Lurb die Gonten-Schaffeln geun? Ein sichter Wold vom bluschen Hierzel waust, die Mepse strall und hiech der Leubahr staust ... Dank, o Serenus M. Brezengang, Dank)