Innenminister Hortefeux will Roma ohne Papiere abschieben - und kündigt gleichzeitig an, die Minderheit stärker von Steuerfahndern kontrollieren zu lassen. Die Opposition warnt davor, die Minderheit zu kriminalisieren.
Der französische Innenminister Brice Hortefeux hat ein Maßnahmenpaket gegen illegal in Frankreich lebende Roma angekündigt. Roma ohne Aufenthaltsgenehmigung sollen mit sofortiger Wirkung in ihr Heimatland abgeschoben werden, sagte er. Ihre Rückkehr will er verhindern, indem die Polizei vor ihrer Abschiebung Fingerabdrücke von jedem Einzelnen macht. 2009 waren bereits ein Drittel aller Abgeschobenen Roma - insgesamt knapp 10000 Personen. Fast alle von ihnen erhielten Presseberichten zufolge eine Prämie; viele kehrten nach Angaben einer Einwanderungsbehörde aber wieder nach Frankreich zurück.
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Roma in Frankreich: Innenminister Hortefeux kündigt Abschiebungen an. (© AFP)
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Der Rückkehr will Hortefeux zudem vorbeugen, indem Frankreich enger mit der Polizei in Rumänien und Bulgarien kooperiert, den Ländern, aus denen die meisten Roma in Frankreich stammen. Beide Länder gehören zur EU und ihre Staatsangehörigen genießen Bewegungsfreiheit gemäß dem Schengen-Abkommen. Für Roma gilt diese aber nur eingeschränkt. Bulgarien und Rumänien haben unterdessen angekündigt, die Abgeschobenen wieder aufzunehmen, wie Bulgariens Innenminister Zwetan Zwetanow am Donnerstag bestätigte.
In Frankreich sollen zudem Steuerfahnder den Finanzstatus der Roma kontrollieren. Hortefeux sagte: "Viele Franzosen wundern sich zu Recht darüber, welch große Autos sie fahren." Die Hälfte aller illegalen Stellplätze, insgesamt 300 Lager, will der Innenminister bis Ende Oktober "evakuieren". Davon betroffen sind auch 100 Stellplätze der gens du voyage, des "fahrenden Volks". Es handelt sich dabei um Franzosen, die in Campingwagen leben. Einer von ihnen wurde vor zwei Wochen bei einer Polizeikontrolle erschossen, woraufhin Dutzende Vermummte ein nahe gelegenes Dorf verwüsteten. Menschenrechtler und linke Oppositionsparteien warnten vor der "Vermischung von Kriminellen und Roma", verurteilten aber auch den "Vandalismus Einzelner".
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(SZ vom 30.07.2010/mob)
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Ich bin grundsätzlich gegen die Zensur von Kommentaren. Aber wenn es schon sein muss, dann bitte ohne politische Tendenz.
Wenn in einem anderen Thread meine Kritik an dem "großen Präsidenten" Ronald Reagan gelöscht wird und in diesem eine Wikipedia-Zusammenfassung zur Roma-Verfolgung unzulässig ist, dann finde ich es seltsam, dass grotesk hetzerische Behauptungen über "arabische Großfamilien" und "die Roma" (offenbar insgesamt!), die angeblich "meist" Kinderarbeit der Schule vorziehen, durchgehen.
Aussagen über eine mehrere Millionen große und weltweit differenzierte ethnische Gruppe kann man entweder belegen oder, wenn man nur von persönlichen Anekdoten und Teilgruppen redet, entsprechend einschränken ("viele", "einige").
Ich fürchte, in einer redaktionell geförderten Stammtischatmosphäre ist keine ernsthafte Diskussion möglich, und verspreche (Hand aufs Herz), auf dieser Website niemanden mehr mit Postings zu belästigen.
Nun die Roma sind ebenso wie Arabische Großfamilien ein Sonderfall der Minderheiten da sich diese absichtlich der Staatlichen Kontrolle entziehen und eine eigene Rechtssprechung sowie Schulbildung weitergeben. (Bei Roma meist keine Schule sondern Kinderarbeit)
Das ist inakzeptabel da man es nicht zulassen darf das eine Gemeinschaft ihre Kinder absichtlich von Chancen fernhält und so in die Ausgrenzung und Krimminalität treibt.
Zitat"Roma ohne Aufenthaltsgenehmigung sollen mit sofortiger Wirkung in ihr Heimatland abgeschoben werden"
Das sollte man in Deutschland auch machen, nur unsere politisch überkorrekten "Politiker" trauen sich sowas leider nicht zu.
Ist es das? Muss jede Kommune - also deren Einwohner - dafür sorgen, dass Stellplätze mit Kanalisationsanschluss und anderer Infrastruktur vorhanden ist, für den Fall, dass mal ein paar Leute auf die Idee kommen, dort ihre Zelte dort aufschlagen können?
Gibt es ein Grundrecht auf nomadisches Leben?
1496 und 1498 wurden Sinti und Roma vom Reichstag für vogelfrei erklärt und so gesetzlich daran gehindert, einen festen Wohnsitz zu haben (anders herum gesagt: per Gesetz dazu gezwungen, umherzuziehen, in Lagern zu wohnen etc.).
Ich habe in einem früheren Post-Versuch ganz kurz versucht, zusammenzufassen, wie die Geschichte weitergeht, aber das sind offenbar "unzulässige Inhalte", die zum Glück jeder selber nachlesen kann unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Antiziganismus#Geschichte_des_Antiziganismus
Paging