- zum vorherigen Bild
-
60 Jahre BRD: Die Neunziger – Gewalttätiger Fremdenhass
- zum nächsten Bild
Deutschland ist erst wenige Wochen wiedervereint, als es im brandenburgischen Eberswalde zu einem rassistischen Überfall mit tödlichem Ausgang kommt: Der frühere DDR-Vertragsarbeiter Amadeu Antonio wird auf offener Straße von mehreren rechten Schlägern überfallen und zu Tode geprügelt.
Fünf der jugendlichen Tätern werden 1992 vom Bezirksgericht Frankfurt (Oder) wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu maximal vierjährigen Haftstrafen verurteilt, einige zu Bewährungsstrafen. Es war nicht nachzuweisen, wer die tödlichen Schläge ausgeführt hatte.
1998 wird die Amadeu Antonio-Stiftung gegründet, die eine zivile Gesellschaft stärken will, die Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus entschieden entgegentritt.
Mit Kerzen in den Händen gedenken am 6.12.2000 Farbige in Eberswalde des zehn Jahre zuvor von Neonazis getöteten Angolaners Amadeu Antonio.
Foto: dpa
24. April 2009, 12:20 2009-04-24 12:20:00 © sueddeutsche.de
60 Jahre BRD