Der italienische Premierminister Berlusconi muss wohl vorerst nicht befürchten, sich vor Gericht verantworten zu müssen. Sein Abgeordnetenhaus stimmte mit großer Mehrheit einem entsprechenden Immunitätsgesetz zu.
Das italienische Parlament hat am Donnerstag mit großer Mehrheit einem heftig kritisierten Immunitätsgesetz zugestimmt, das die vier ranghöchsten Politiker des Landes während ihrer Amtszeit vor Strafverfolgung schützen soll. 309 Abgeordnete stimmten für das Gesetz; 236 dagegen.
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Gut lachen für Silvio Berlusconi: Der italienische Premierminister wird sich während seiner Amtszeit nicht in laufenden Verfahren gegen ihn verantworten müssen. (© Foto: AP)
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Die Entscheidung galt als sicher, weil die Mitte-rechts-Koalition von Ministerpräsident Silvio Berlusconi die Mehrheit der Abgeordneten stellt. Kritiker machen geltend, die Regelung sei auf Berlusconi zugeschnitten, der sich in Mailand immer noch wegen Korruption vor Gericht verantworten muss.
Das Gesetz gilt für den Staatspräsidenten, den Ministerpräsidenten und die Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern während der Laufzeit ihrer Mandate. Da Berlusconi auch im Senat die Mehrheit hat, gilt die Annahme als sicher. Das Gesetz soll im Schnellverfahren noch im Juli verabschiedet werden. "Am Monatsende kann Berlusconi entspannen", schrieb die linksgerichtete Zeitung La Reppublica.
Konservative Abgeordnete hatten bereits in Berlusconis Amtszeit von 2001 bis 2006 ein Immunitätsgesetz vorgelegt. Das italienische Verfassungsgericht erklärte es jedoch 2004 für nicht mit der Verfassung vereinbar.
Erst am Dienstag hatten Zehntausende in Rom gegen die Justizreform Berlusconis demonstriert. Der Medienunternehmer musste sich bereits mehrfach wegen Korruption vor Gericht verantworten. Bisher endeten die Verfahren mit Freispruch oder Einstellung wegen Verjährung.
(AP/AFP/dgr)
Pauli will zurück zu den Freien Wählern
Leider haben die Italiener es nicht besser verdient, spätestens nach der ersten Amtszeit Berlusconis hätten sie merken müssen, daß dieser Mann unfähig ist. Berlusconi arbeitet nicht für das Wohl Italiens, sondern ausschließlich für sein eigenes, das ist aber keine Neuigkeit und war auch keine, als Italien ihn vor wenigen Monaten wieder in dieses Amt wählte.
...ich mach mir die Welt.....wie sie mir gefällt...hej Pipi Langstrumpf...äh..ich meinte hejt Pipi Silvio B...
Eine Bannanenrepublik und korrupter Mafiastaat mit Umweltstandards eines 3-Welt Landes (siehe Sizilien Müllkrise u.a.), ist Mitglied in der NATO, UN, EU und G8, ein übler Scherz?, leder nein, sondern bittere Realität.
Jetzt muss er nur noch zusehen, dass er auch die entsprechenden Verjährungsfristen passgenau hinbekommt.
Traurig & peinlich zugleich für das italienische Volk...Italien ist mittlerweile wirklich keine Reise mehr wert.
Immunität für "die vier ranghöchsten Politiker des Landes" im "Schnellverfahren"!
Beeindruckend! Das nenn ich einen Rechtsstaat!
Von wegen italienischer Stiefel und Bananenrepublik - Italien wird gerade zum Blinddarm Europas mit akuter Infektion. Bei Haider in Österreich war das Gejammere damals groß, aber anscheinend merkt die EU-Kommission so langsam, wohin der Hase in Italien läuft.
Der italienischen Film "Il Marchese del Grillo" mit Alberto Sordi, in dem der Marchese sagt "Io sono Io e voi non siete un cazzo" spielt zwar im Mittelalter, aber so ungefähr fallen die Antworten des Ministerpräsidenten Berlusconi auch aus.
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