Heiko Maas im Interview "Wir dürfen uns nicht wegducken"

Bundesaußenminister Heiko Maas muss Schadensbegrenzung betreiten.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Außenminister Heiko Maas über den neuen Egoismus der USA, den bedrohlich wachsenden Einfluss Chinas und die künftige Rolle Deutschlands in der Welt.

Interview von Stefan Braun und Mike Szymanski

SZ: Herr Maas, US-Präsident Donald Trump hat das Klimaabkommen beerdigt, er hat den Atom-Deal mit Iran aufgekündigt. Und er hat einen Handelskrieg begonnen, von dem derzeit niemand sagen kann, wie und wo er endet. Was bleibt von der Welt, die wir kannten?

Heiko Maas: Das wird sich erst in den kommenden Monaten, vielleicht Jahren zeigen. Die Entscheidungen, die Donald Trump getroffen hat, sind allesamt unilaterale Entscheidungen. Mit ihnen nimmt er bewusst in Kauf, dass die Nachteile sich unmittelbar in Europa ...