Am Donnerstag stellt Fischer seine Version der rot-grünen Kabinettsjahre vor. Mit einem Blick zurück wird er es aber nicht bewenden lassen: Nach zwei Jahren Abstinenz will Fischer wieder in der Politik mitmischen.
Terminator Arnold Schwarzenegger pflegte die Eigenart, die Fortsetzung seiner heilbringenden Brutalitäten mit einem Satz anzukündigen: "I'll be back."
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Joschka Fischer: Nach zwei Jahren Abstinenz und Aufenthalt in den USA ist er wieder zurück - und will wieder in der Politik mitmischen. (© Foto: AP)
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Der frühere Außenminister Joschka Fischer kann nach zwei Jahren im selbstgewählten politischen Asyl in den USA auf den Gebrauch des Futurs verzichten: "Ich bin wieder da" ist die Botschaft - und Fischer spricht bestimmt nicht nur von seiner physischen Präsenz in Berlin.
Am Donnerstag stellt Fischer seine Version der rot-grünen Kabinettsjahre vor, 444 Seiten gebunden, im Umfang vergleichbar mit den Werken Churchills oder Clintons, wie der Spiegel anmerkt, der sich die Vorabdruckrechte gesichert hat. Aber Fischer wird es nicht mit einem Blick zurück bewenden lassen.
Kosovo als Testfall
Er macht kein Hehl daraus, dass seine Meinung in der Außenpolitik weiter zählt - und dass er vieles kritisch betrachtet, was da zur Zeit in Europa entschieden wird. Zwei Jahre in den USA, "das hat die Sicht klar gemacht", sagt er.
Doch seine Partei, die Grünen, ist ihm fremd geworden, und das Amt ist ihm genommen. So braucht Fischer eine neue Plattform. Er hat eine Beraterfirma gegründet ("Joschka Fischer Consulting") und sich einer neuen europäischen Denkfabrik angeschlossen, die Furore machen will: Der European Council on Foreign Relations borgt sich den Namen vom großen amerikanischen Vorbild, agiert aber unabhängig, nicht zuletzt dank der großzügigen Finanzierung des Milliardärs und Mäzens George Soros.
Fischer ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Councils und nutzte den Gründungstag gleich, um seine Botschaft zu verbreiten. Gemeinsam mit dem früheren finnischen Präsidenten und Balkan-Unterhändler Martti Ahtisaari warb er für europäische Geschlossenheit bei der Anerkennung eines unabhängigen Kosovo. "Der Kosovo ist der Testfall für eine europäische Außenpolitik", so Fischer, "so lange Russland den Eindruck hat, dass wir uneinig sind, so lange wird es mit uns Spielchen spielen".
"Kameraden, so geht es nicht"
Fischer, der aus seiner Distanz zu Russland kein Hehl macht und die Wirtschaftsverbindungen seines früheren Chefs, Altbundeskanzler Gerhard Schröders, offen kritisiert, wird mit dem neu gegründeten Council demnächst eine Studie vorlegen, wonach Europa allen Grund zum Selbstbewusstsein habe: Die Energieabhängigkeit sei gesunken, umgekehrt steige Russlands Abhängigkeit von den westeuropäischen Investitionen, selbst in klassischen Messgrößen wie Militärstärke sei die EU Russland überlegen.
"Der Kosovo muss uns die Augen öffnen", so Fischer, "die Europäer müssen verstehen, welchen Einfluss sie ausüben können, wenn sie nur geeint auftreten".
Zu dieser europäischen Einigkeit gehört für Fischer auch ein größeres Gewicht in der Nato, weshalb er die von Präsident Nicolas Sarkozy angekündigte Rückkehr Frankreichs in die Kommandostruktur des Bündnisses begrüßt. Der klaren Politik aus dem Elysee kann er viel abgewinnen. Und er sagt, dass Deutschland gut beraten gewesen wäre, sich im Süden Afghanistans militärisch zu engagieren. "Nur so hätten wir den Amerikanern sagen können: Kameraden, so geht es nicht." Jetzt aber betreibe die Nato eine "selbstzerstörerische Politik".
Europas Selbstbewusstsein - das ist das zentrale Thema von Fischers neuem Council. Die Denkfabrik will nicht nur Papiere schreiben, sondern mit einer eigenen Agenda Politik beeinflussen. Fischer kommt's gelegen: Nach zwei Jahren politischer Abstinenz meldet er sich zurück.
(SZ vom 2.10.2007)
Müll am Fluss
Ich glaube nicht, dass Koenigs oder Fischer Molotow-Cocktails geworfen haben. Es gibt darüber ja auch keine polizeilichen Erkenntnisse und daraus resultierende Strafverfolgung. Die beiden arbeiten eher mit dem Mund als mit der Hand.
Viel interessanter ist, warum Koenigs aus Afghnistan rausgelfogen ist. Er will ja nicht aufhören zu arbeiten und die Arbeit in Afghanistan für die UN ist ja auch noch nicht zu Ende,
http://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Koenigs
AUSZUG:
Tom Koenigs (* 25. Januar 1944) ist ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen).
Koenigs entstammt einer Kölner Bankiersfamilie. Nach seinem altsprachlichen Abitur auf dem Internat Schule Birklehof und einer Banklehre studierte Koenigs Betriebswirtschaftslehre in Berlin und beteiligte sich dort an der Studentenbewegung. Koenigs schenkte 1973 sein vorab ausgezahltes Erbteil - Gerüchten zufolge mehrere Millionen DM - dem Vietcong und chilenischen Widerstandskämpfern.
Er war zusammen mit Joschka Fischer und Hans-Joachim Klein Mitglied der Putzgruppe, die sich unter Verwendung von Molotowcocktails teils heftige Straßenschlachten mit der Frankfurter Polizei lieferte.
"Demzufolge wollen vor allem die USA einen ihnen ergebenen Gesandten in Kabul installieren, der die Uno in den nächsten Jahren wesentlich mehr in ein Gesamtkonzept aus Militär und Wiederaufbau einbringen soll."
"Neben anderen Namen wird kurioserweise auch Joschka Fischer, zu dessen Vertrauten Tom Koenigs zählt, als Nachfolger oder als starker Uno-Mann mit einer neuen Rolle gehandelt. Der einstige "Gottvater" aus dem Auswärtigen Amt und grüne Altstar soll aber bereits abgewunken haben, war aus mehreren Quellen zu vernehmen."
Joschka ist zu faul, den Heroin-Anbau vor Ort zu überwachen. Er möchte lieber Pläuschchen halten und mehr Waffengänge fordern. So wie Scharping: erst die erfundenen Horrorgeschichten der amerikanischen Propaganda singen, um die Heroin-Distribution militärisch zu sichern, und dann mit vollen Taschen fröhlich pfeifend durch die Pfalz radeln und halbnackte Frauen in Swimmingpools vor Pressekameras stemmen. Unsere Elite.
Ich freue mich schon auf die FAZ-Streitrunde: Tom Koenigs will Afghanistan verlassen
Es gehe auch darum, den Gegner zu spalten, indem man mit einigen Taliban-Gruppen spreche, sagte Koenigs.
Joseph Fischers Ruf zurück aus dem Exil:
Kamerad!!!!!!!! So geeeeht es nicht!!!!!!!!
Du kannst doch unsere intimsten strategischen Pläne nicht verraten!!!!! Das ist ja UN-Hochverrat!!!!!.........
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Ich habe schon eine Postenempfehlung für den feinen Industriellensohn Königs: Er kann nach dem EU-Friedensvertrag mit dem Taliban dort gleich die islamischen Fanatiker wie in alten Zeiten gegen Russland anführen und als Held am Hindukusch enden. .Wie retro.....wie romantisch .
http://de.news.yahoo.com/dpa2/20070930/tde-joschka-fischer-kritisiert-illusione-8eb6888.html
Joschka Fischer kritisiert «Illusionen» der Grünen
DPA - Sonntag, 30. September, 12:57 Uhr
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Auszug:
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Aber gegenwärtig mache Schröder es vielen schwer wegen seiner Haltung zu Russland.
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Mein Kommentar:
Schröder hat im Frühjahr 2003 (und schon im Sommer 2002 im Wahlkampf, lautstark!) einen völkerrechtswidrigen Krieg (Irak) abgelehnt. (Damals unausgesprochen, verschwiegen, auch den Kosovo-Krieg angezweifelt, den er selbst geführt hat.) Heute: steht er mehr denn je NICHT MEHR DAFüR, überhaupt welche völkerrechtswidrigen Kriege zu befürworten!!!! D. h. er bedauert es, nachträglich, den Kosovo-Krieg geführt zu haben.
Dass für diese Entwicklung bei Schröder, mit Putin und mit anderen russischen Politologen geführte zahlreiche Datsche-Gespräche eingewirkt haben, ist mehr als vorstellbar und verständlich.
Für diese Haltung wird er von Fischer und von den schwarz-gelben BRD-Neokons für eine unverzeihliche Russland-Nähe gescholten.
Ich selbst bin kein Schröder-Freund (seit dem 24.3.1999), schätze aber Schröders weiterentwickeltes Verständnis für das Völkerrecht.
Ivanfi (Rostock)
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