Wenn die Vereinigten Staaten beim EU-USA-Gipfel an diesem Montag in Washington einer Erklärung zustimmen, in der die Klimaverschiebung sorgenreich beschrieben wird, ist das nicht dem Druck der deutschen Ratspräsidentschaft zuzuschreiben - der Kurswechsel hat andere Gründe.
Das Gipfeltreffen zwischen den USA und der amtierenden Spitze der Europäischen Union gehört zu den politischen Ritualen, die in Amerika kein Mensch versteht, geschweige denn beachtet.
Anzeige
Selbst wenn die deutsche Bundeskanzlerin heute Europa in Washington vertritt, dann gewinnt die Veranstaltung nicht automatisch an Bedeutung. Für die Regierung Bush ist außenpolitisch nur der Irak relevant, außerdem die Spannungen zu Russland, die in erster Linie das Nato-Bündnis tangieren.
Wenn die USA jetzt einer Erklärung zustimmen, in der die Klimaverschiebung sorgenreich beschrieben wird, dann ist das nicht dem Druck der deutschen Ratspräsidentschaft zuzuschreiben.
Die Regierung Bush hat vor Monaten bereits ihren Kurs gewechselt und gibt sich grüner, als sie in all den Jahren zuvor war. Zu danken ist dies vor allem der innenpolitischen Stimmung in den USA, wo der Klimapolitik eine wahlbestimmende Rolle zukommt.
In der internationalen Klimapolitik ist entscheidend, auf welchen Kurs sich die G-8-Staaten in Heiligendamm einlassen. Konkret gesagt: Wird Washington konkreten Obergrenzen für klimaschädliche Emissionen zustimmen, oder doch lieber der Kraft des Marktes vertrauen und Investitionen in Umwelttechnik beschließen. Diese Schlacht muss Angela Merkel noch schlagen.
(Primetime vom 30.04.2007)
Erdstöße der Stärke 5,8 in Emilia-Romagna
Alle loben Merkel und in der Tat ,bisher gefällt sie mir ganz gut. Dabei sind die Tornados natürlich der Preis für die sogenannten Erfolge. Wenn Schröder auch nur zwanzig KSK in den Irak geschickt hätte, wäre er heute noch im Amt. Afghanistan reicht aber nicht, entscheidend ist, was im IraN passieren wird, wer da mitmacht beim nächsten Krieg. Merkel kann Nein! sagen, das trau ich ihr zu, aber dann ist auch Schluss mit den "Erfolgen".
Andererseits muss man fairerweise sagen,. dass die derzeitige Regioerung der USA gar nicht ausreichend befähigt ist, Politik zu machen, bis Bush weg ist, kann man nur versuchen, das Schlimmste zu verhindern, das kann in der Tat sogar bedueten, symbolisch den Iran mitzubesetzen.
Wenn die Demokraten wieder an der Macht sind, kehr vielleicht Vernunft zurück.
Ich empfehle den am 1. Mai auch im Guardian erschienenen Artikel von
George Monbiot mit weiterführenden Literaturhinweisen, um den "Lügen" zum Klimawandel auf die - tötliche - Spur zu kommen.
http://www.monbiot.com/archives/2007/05/01/1058/#more-1058
Siehe auch der Guardian vom 1.5.
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/story/0,,2069395,00.html
Sie ersticken lieber in den umweltgiften als klein beizugeben und eine Niederlage im Bemühen hinzunehmen, der Welt Ihre Regeln aufzuzwingen und das Ölimperium aufrecht zu erhalten. Obwohl es alternativen gibt für z.B. Wasserstoffautos wird diese Technologie unterdrückt, denn nur mit Öl lässt sich so extrem viel Geld verdienen. Und wenn erst mal alle die sich momentab gegen die U$A auflehnen in Krieg sind.......
Aber zum Glück sind es einfach zu viele die das in letzter Zeit tun......
Nur weil (fast) alle Menschen meinen etwas sei richtig, muss es lange noch nicht so sein.
Dass Bush und Merkel gern ein wenig mediales Schulterklopfen einsammeln, kann man verstehen. Wofür sie dies nun von seiten der SZ verdient haben, eher weniger.
Wer genauer hinschaut entdeckt für den Klimaschutz kaum mehr, als ein paar warme Worte - man geruht, sich dem Meinungsklima ein wenig anzupassen.
Mit einer Wende hat das alles nichts zu tun.
Stattdessen jede Menge Placebos und Mogelpackungen, die man der öffentlichkeit serviert.
Dass Merkel und Gabriel den Klimaschutz sabotieren, indem sie der deutschen Kraftwerksindustrie den Weg bahnen für 40 neue Kohlekraftwerke und viele Milliarden Tonnen CO2-Ausstoß, während sie nach aussen hin tönen, Klimaschutz hätte Priorität, ist ein bisher gekonntes Doppelspiel nach dem Muster "links blinken, rechts abbiegen", von dem sich Bush vielleicht noch eine Scheibe abschneiden kann.
Immerhin wird mit den neuen Kraftwerken erreicht, dass auch noch soviele Windkraftwerke gebaut werden können, ohne dass sie die Treibhausgasbilanz ernsthaft verbessern. Denn das wäre sicherlich unerwünscht: das Abtauen des Nordpols (zwecks profitträchtiger ölexploration durch die Energiekonzerne) würde dadurch ebenso gefährdet, wie die Auftragslage der Bauindustrie, wenn demnächst aus Steuergeldern Hunderte von Milliarden in den Küstenschutz gesteckt werden müssen.
bush hat seine initiative für biosprit nur deswegen gegründet um venezuela und seinen erdölvorkommen zu schaden, von einem bewusstseinswandel ist der grösste prokopfverschmutzer der welt noch meilen entfernt
Paging