Barack Obama warnt seine Anhänger vor zu viel Optimismus. In Umfragen legt er aber weiter zu. Auch eine renommierte Zeitung spricht sich für ihn aus.
Barack Obama hat seine Anhänger vor übergroßem Optimismus bei der Präsidentschaftswahl gewarnt. Zum Abschluss eines Konzerts von Bruce Springsteen und Billy Joel in New York trat der Kandidat der Demokraten auf die Bühne und sagte, die Umfragen dürften nicht dazu verleiten, das Rennen schon für entschieden zu halten.
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Barack Obama warnt seine Anhänger vor zu viel Euphorie. (© Foto: AP)
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"Unterschätzt nicht die Fähigkeit der Demokraten, sich die Niederlage aus den Klauen des Sieges zu schnappen", sagte Obama. "Unterschätzt nicht unsere Fähigkeit, es zu vermasseln."
"The Rising"
Springsteen und Joel hatten sichtlich Spaß an ihrem Auftritt, bei dem sie sich abwechselten und gemeinsam spielten. Vor dem Song "Born to Run" sagte Springsteen: "Das ist für den Senator." Springsteens Song "The Rising" ist ohnehin schon zur inoffiziellen Hymne des Obama-Wahlkampfs geworden.
Unterdessen legte Obama nach jüngsten Umfrageergebnissen auch in den US-Staaten zu, die bislang als sichere Hochburgen der Republikaner galten. Nach einer Analyse der Nachrichtenagentur AP sind für Obama bislang 264 Wahlmännerstimmen zu erwarten - für den Einzug ins Weiße Haus sind 270 erforderlich.
Der Republikaner John McCain kann demnach bisher mit mindestens 185 Stimmen rechnen. In sechs Staaten mit insgesamt 80 Wahlmännerstimmen ist das Ergebnis noch völlig offen.
Obama führt in allen Staaten, die 2004 der damalige demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry gewinnen konnte. Darüber hinaus hat er aber auch einen komfortablen Vorsprung in Iowa und New Mexico, wo vor vier Jahren der Amtsinhaber George W. Bush die meisten Stimmen gewann.
Selbst in West Virginia, wo Obama die Vorwahl gegen Hillary Clinton mit einem Abstand von 41 Prozentpunkten verloren hatte, ist jetzt ein Sieg für ihn realistisch geworden. Der letzte Demokrat, der in West Virginia gewinnen konnte, war 1996 Bill Clinton gewesen.
Die Umfragen der Nachrichtenagentur AP mit dem Institut GfK zeigen, dass Obama inzwischen auch von weißen US-Bürgern ohne Hochschulbildung favorisiert wird, während McCain in dieser Bevölkerungsgruppen an Boden verloren hat.
Washington Post für Obama
McCain und seine Partei konzentrieren sich in ihrem Wahlkampf zurzeit darauf, diejenigen Staaten zu verteidigen, die Bush 2004 gewonnen hat, darunter Colorado, Florida, Indiana, Missouri, North Carolina, Ohio und Virginia.
Doch der Wahlkampf McCains enttäuscht viele. So sprach sich die Washington Post am Freitag offiziell für Barack Obama aus. Im Leitartikel heißt es, die Wahl sei dem Blatt wegen des enttäuschenden Wahlkampfs seines republikanischen Kontrahenten John McCain leichtgefallen.
Obama besitze die "Bewunderung" der Zeitung und habe "beeindruckende Qualitäten". Zwar gebe es wegen der geringen Erfahrungen Obamas in der internationalen Politik auch Vorbehalte und Bedenken, jedoch habe die Zeitung "enorme Hoffnungen".
"Unverantwortliche Auswahl" der Vizepräsidentenkandidatin
"Obama hat das Potenzial, ein großartiger Präsident zu werden", schrieb die Washington Post. Ebenfalls entscheidend sei McCains "unverantwortliche Auswahl" seiner Vizepräsidentenkandidatin Sarah Palin gewesen.
Der Senator von Illinois sei intelligent und könne schwierige Sachverhalte schnell erfassen. Obama besitze die Fähigkeit zur Aussöhnung und zur Konsensbildung. In der Innenpolitik bestehe die Hoffnung, dass der Senator eine Antwort auf die Wirtschaftskrise "mit gesundem Respekt für die Märkte" finden könne.
Er habe zugleich eine Abneigung gegen wachsende Ungleichheiten in der Gesellschaft. In der Außenpolitik werde Obama die amerikanische Führung bewahren und den Kampf gegen Terrorismus fortsetzen. Zudem sei anzunehmen, dass Obama eine energische Diplomatie im Namen der amerikanische Werte und Interessen betreiben werde.
Die großen US-Zeitungen sprechen sich traditionell im Vorfeld der Wahl für einen Kandidaten. Gewählt wird am 4. November.
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(dpa/AP/segi)
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"Obama sieht die Gefahr rechtzeitig, in die uns jede Euphorie geraten lässt. Das spricht für die Besonnenheit, die dem bisherigen Amtsinhaber gefehlt hat und damit für die Reichweite seiner Intelligenz, die ein solches Amt von dem Inhaber fordert."
So siehts aus, er bleibt auf dem Boden der Tatsachen.
die ham halt Pech gehabt :)
Obama sieht die Gefahr rechtzeitig, in die uns jede Euphorie geraten lässt. Das spricht für die Besonnenheit, die dem bisherigen Amtsinhaber gefehlt hat und damit für die Reichweite seiner Intelligenz, die ein solches Amt von dem Inhaber fordert.
Dass die Washington Post sich für Obama ausspricht kommt wenig überraschend und dürfte wenig mit dem aktuellen Umfragehoch für Obama zu tun haben. Wer die Washington Post liest, konnte schon seit langem absehen, dass es darauf hinauslaufen würde. Alles andere wäre extrem überraschend und eine Katastrophe für Obama's Wahlkampf gewesen.
Ich glaub's erst, wenn Obama am 20. Januar im White House sitzt.
Denn McCains Kampf gegen die Dems ist wie Churchills Kampf gegen die Deutschen. Und am Ende gewinnen immer die guten. Hä? Was??! Ja doch. Hier: http://www.freerepublic.com/focus/f-news/2107785/posts