Mehrere Abgeordnete der Linken unterstützen einen Online-Aufruf zur Aufhebung der Sanktionen gegen Syrien. Politiker von CDU und FDP zeigen sich empört. Doch die Linken-Vorsitzende Gesine Lötzsch verteidigt die Unterzeichner gegen den Vorwurf, sich damit "an die Seite des Mörders Assad" zu stellen - und versucht, die Position der Partei zur syrischen Regierung zu klären.
Die Linke-Vorsitzende Gesine Lötzsch hat die Behauptung zurückgewiesen, Mitglieder ihrer Partei hätten Sympathien für den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. "Kein Linker ist mit Präsidenten solidarisch, die auf ihr eigenes Volk schießen", sagte sie der Nachrichtenagentur dapd. Es sei aber nicht hinzunehmen, dass "Unwahrheiten" über die Linke verbreitet würden.
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Sechs Linke-Abgeordnete hatten einen Online-Aufruf unterzeichnet, der die Aufhebung aller Sanktionen gegen Syrien fordert. Lötzsch wies insbesondere Äußerungen des Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), scharf zurück. Dieser hatte der Süddeutschen Zeitung gesagt: "Mitglieder der Linksfraktion haben sich an die Seite des Mörders Assad gestellt. Letztlich sagen sie: Es ist richtig, dass Assad seine Menschen umbringt."
Die Äußerungen Lönings nannte Lötzsch nun eine "Entgleisung". Sie betonte, die Linke verurteile die Tötung von politisch Andersdenkenden scharf. Assad müsse "unverzüglich alle gewaltsamen Übergriffe auf Demonstranten beenden sowie alle politischen Gefangenen freilassen".
Auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe griff die Linke scharf an. "Die Solidaritätsbekundungen sind ein Schlag ins Gesicht für alle, die im arabischen Frühling ihr Leben für Freiheit und Demokratie riskieren", sagte er Welt Online. "Diese unselige Tradition der Verteidigung von Schießbefehlen muss ein Ende haben."
Unterzeichner weisen Vorwurf zurück
In dem Internet-Aufruf wird den USA vorgeworfen, Kriege gegen Syrien und Iran vorzubereiten. Die Bundesregierung wird aufgefordert, alle Embargomaßnahmen gegen die beiden Länder bedingungslos und sofort aufzuheben und "sich auf internationaler Ebene für die Beendigung der Politik der Erpressung und Kriegsdrohung gegen den Iran und Syrien" einzusetzen.
Auch die Unterzeichner aus der Linksfraktion, darunter die Sprecherin für internationale Beziehungen, Sevim Dagdelen, verteidigten ihre Position. "Wir weisen aufs Schärfste die Unterstellung zurück, dass die Ablehnung von Kriegsvorbereitungen eine Parteinahme für die Regime in Syrien und Iran darstellen.
Diese Denunziation ist Teil der Kriegsvorbereitung", heißt es in einem Brief der Unterzeichner an die Partei- und Fraktionsvorsitzenden. Der Irakkrieg habe gezeigt, dass die Sanktionen nicht nur die Bevölkerung treffen, sondern mit zur Kriegsvorbereitung dienten. Parteisprecher Alexander Fischer hatte den Vorwurf der Solidarisierung von Linke-Politikern mit Assad bereits am Mittwoch als "unerträgliche Diffamierung" zurückgewiesen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(dapd/dpa/gal/olkl)
Stockender Kita-Ausbau
wie es rund geht, wenn 6 Abgeordnete der Linken ihre Bedenken (ob die nun begründet sind oder nicht sei dahingestellt) zum Ausdruck bringen. Wenn aber ein Minister solches sagt:
Diejenigen, die sagen, Guantanamo ist nicht die richtige Lösung, müssen bereit sein, darüber nachzudenken was die bessere Lösung ist.
CDU, Wolfgang Schäuble, 01.12.2007
Wer behauptet, dass man die Freiheitsrechte gegen den Staat verteidigen muss, hat ein falschen Grundverständnis vom Verfassungsstaat.
CDU, Wolfgang Schäuble, 12.04.2008
Ist die CDU deswegen nun schlimmer als die Linke?
Oder kann man den Heiho in den Medien als Kampf der bürgerlichen Mitte gegen die "rote Gefahr" sehen?
Derselben bürgerlichen Mitte die am 23. März 1933 die erste deutsche Republik vernichtete?
Zitat : " ...was die Blockadepolitik gegen Syrien und den Iran eigentlich ist - Teil eines Krieges - unter dem nur die Völker leiden.
Welcher "Krieg " denn ? Wer führt in Syrien "Krieg", bitt'schön ? Der "Westen" etwa ?
Das Volk, welches derweil leidet,ist das syrische,dessen Bürger vom eigenen Regime zu Tausenden abgeschlachtet werden. Das ist die Wirklichkeit, die von der Linken schlicht ausgeblendet und mit vollmundigen und sinnleeren Parolen zugekleisert wird.
Die Linke als "Friedenspartei", alles nur hohle Phrasen,die nur bei den dafür empfänglichen Genossen ein wohliges Prickeln auslösen.Schlummert nur weiter !
H.Gröhe: "Diese unselige Tradition der Verteidigung von Schießbefehlen ..."
Äh ... bitte was ?
Wer hat denn Schiessbefehle verteidigt ? Und wo ?
Diese unselige Tradition der Gleichsetzung von politisch Linken
mit Fans einer Cliquen-Diktatur a la DDR muss ein Ende haben.
dww
Voelker hoert die Signale, so toent ein altes Kampflied der linken. Nur die Toene und Signale die zur Zeit aus Damaskus kommen klingen eher nach dem Lied von Tot. Nur in den Ohren von 6 Abgeordneten der linken sind das Schalmeienklaenge, aus alter Zeit. Die Rolle der USA oder die des Westens kann man in Falle der Nahostpolitik ruhig als gewoehnungsbeduerfitg halten. Das weiss offt die eine Seite nicht, was die andere sagt oder will. Nun wie sieht es heute aus, in Syrien tobt im grunde genommen ein blutiger Buergerkrieg um die Macht. Der relativ kleine Assad Clan wird sich auf dauer kaum an der Macht halten koennen, dass hat viele Gruende. Die Iranischen Helfer wurden schon vor langer Zeit zurueckgezogen. Der Besuch des Soviet- Russischen Flottenverbandes in Syirien stellt da schon eine neue Qualitaet der Dinge dar. Was will Moskau hier erreichen ? Das weiss der Kremel auch nicht so recht, aber er ist ja in allen Staaten in Nahpost mit seiner politik gescheitert. Nun zurueck zur linken, jeder blamiert sich so gut er eben kann, siehe Wulff, aber von dieser Sorte gibt es ueberall genug Nachahmer, sogar bei den linken.
da protestiert man schon mal gegen die Blockadepolitik gegen den Gazastreifen
da prangert man an, was die Blockadepolitik gegen Syrien und den Iran eigentlich ist - Teil eines Krieges - unter dem nur die Völker leiden
da hat man schon mal Mitleid mit den Kriegsopfer beider Seiten, nicht nur mit den eigenen.
Fazit : Die Rechte, strenges Blockdenken und fremdbestimmt auf der ganzen Linie.
Paging