Wettermoderator Kachelmann ist wegen Vergewaltigung angeklagt worden. Doch nun könnte es in dem Fall eine Wende geben: Eine Gutachterin sieht alles ganz anders.
Möglicherweise steht der Fall Kachelmann vor einer Wende: Das Magazin Spiegel meldet unter Berufung auf ein Gutachten der Staatsanwaltschaft Mannheim, die Aussage der Ex-Freundin von Jörg Kachelmann sei vor Gericht nicht belastbar.
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Der wegen des Verdachts der Vergewaltigung verhaftete Meteorologe und Moderator Jörg Kachelmann (Mitte) nach seinem Haftprüfungstermin am 24. März 2010 neben seinem Rechtsanwalt Reinhard Georg Birkenstock (links im Bild). (© ddp)
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Die ehemalige Freundin des Wettermoderators Kachelmann beschuldigt ihn, sie in der Nacht zum 9. Februar 2010 vergewaltigt zu haben. Ihre Aussage wurde nun von der Bremer Psychologin Luise Greuel bewertet. Nach Information des Nachrichtenmagazins kommt Greuel darin zu dem Schluss, "dass die Schilderung der Vergewaltigung nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detailierung und Konstanz erfülle."
"Vage und oberflächlich"
Nur "vage und oberflächlich" könne das mutmaßliche Opfer in seiner Aussage die Tat wiedergeben. Die dargestellten Sachverhalte seien "handlungstechnisch unwahrscheinlich bis unmöglich" und somit die "im gerichtlichen Kontext gebotene Zuverlässigkeit der Aussagen nicht gegeben." Zugleich betone die Psychologin in ihrem Gutachten jedoch, dass damit keineswegs eine Falschaussage erwiesen sei.
Die Zweifel der Gutachterin gründeten auch darauf, dass das mutmaßliche Opfer erst relativ spät - nämlich in der vierten Vernehmung - in zwei Punkten Lügen zum Verhalten vor der Tat eingeräumt habe.
Weitere Bedenken an dem Material, dass den Wettermoderator belastet, finden sich nach Angaben des Spiegels unter anderem in einem Bericht des Landeskriminalamts Baden-Württemberg. Darin werde die Belastbarkeit der Blutspuren an dem Messer, mit dem Jörg Kachelmann sein mutmaßliches Opfer bei der Tat bedrohte, angezweifelt.
Nach Aussage des Spiegels habe sich der Anwalt der Ex-Freundin Kachelmanns zu dem Gutachten nicht äußern wollen - er kenne es nicht.
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- Kachelmann RSS
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- Verdacht auf Vergewaltigung Kachelmann bleibt in Haft 24.03.2010
- Kachelmann in U-Haft Verdacht auf Vergewaltigung 22.03.2010
(sueddeutsche.de/dgr/hgn)
Führungsstreit bei der Linken
Wenn man eine Spielbank aufsucht, tut man das freiwillig und nimmt bewusst an einem Glückspiel teil. Mit den Gerichten ist das anders. Gerät man in deren Fänge ist es scheins völlig egal, ob die Beweise reichen oder nicht - es kommt nur auf die Entscheidung der Staatsanwaltschaft an. Wonach entscheiden die eigentlich (in spektakulären Fällen wie diesem ja nicht der in der Öffentlichkeit agierende Staatsanwalt, sondern dessen Vorgesetzte)? Bei dem, was durch die veröffentlichen Auszüge aus dem gerichtlich in Auftrag gegebenen Gutachten Aktenlage sein dürfte, frage ich mich, wieso die Staatsanwaltschaft weiterhin von einem dringenden Tatverdacht ausgeht, wie ich soeben im TV erfuhr. Hat etwa Kachelmann falsches Wetter vorhergesagt und einer der Herren der Staatanwaltschaft hat sich darüber geärgert? Hat eine Ehefrau oder Tochter der Herren zu sehr für Kachelmann geschwärmt, als er das Wetter ansagte? Die Staatsanwaltschaft Mannheim verhält sich ja nicht zum ersten Male sonderbar. Nur bisher hat es keinen Promi getroffen.Wollte sich vielleicht jemand mit einem Aufsehen erregenden Prozess ins rechte Licht rücken, oder haben da zwei gewettet, wie lange man ohne ausreichende Beweislage auch einen Promi einsperren , verurteilen und Revisionen ablehnen kann? Eine logische, sachlich gerechtfertigte Erklärung jedenfalls, sehe ich für dieses Verhalten nicht.
warum die Staatsanwaltschaft nicht schon längst einen Gerichtstermin anberaumt hat.
Alles, was es an Untersuchungen und Befragungen gab, hat doch in den ersten Tagen nach der vermeintlichen Tat stattgefunden. Ob es nun Widersprüche in der Aussage der Klägerin gibt, wird sich auch vor Gericht ergeben.
Man kann nicht einen Menschen erst ewig einsperren und dann ohne ein Gerichtsurteil wieder freilassen.
warum die Staatsanwaltschaft nicht schon längst einen Gerichtstermin anberaumt hat.
Alles, was es an Untersuchungen und Befragungen gab, hat doch in den ersten Tagen nach der vermeintlichen Tat stattgefunden. Ob es nun Widersprüche in der Aussage der Klägerin gibt, wird sich auch vor Gericht ergeben.
Man kann nicht einen Menschen erst ewig einsperren und dann ohne ein Gerichtsurteil wieder freilassen.
Falls es sich herausstellen sollte, dass die Ex-Freundin gezinkt haben sollte, geht das Spiel der Justiz zwangsläufig in die zweite Halbzeit, und die entsprechenden Schlagzeilen werden in der SZ wieder ganz oben sein.
Ostbayer schreibt Warum
"Liebe SZ-Online Redaktion, warum verstecken Sie den Artikel. Als Herr Kachelmann verhaftet wurde, war Ihnen das mehr Aufmerksamkeit wert."
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Das ist doch ein logisches Verhalten, oder? Vom Wetter-Promi zum Untersuchungshäftling interessiert doch mehr, als das juristische Geplänkel das dann folgt. Ich persönlich möchte ga rnichts mehr über Herrn Kachelmann lesen.
Paging