Vakantes Papstamt – Marc Ouellet

Der Name des Franco-Kanadiers Marc Ouellet macht seit einigen Jahren immer mehr die Runde. 2010 wurde der frühere Erzbischof von Quebec in der römischen Kurie Präfekt der Bischofskongregation. Das bringt mit sich, dass er mit Bischöfen auf allen Kontinenten in Kontakt steht, über die Situation der Kirche unterrichtet ist - und dass Kirchenleute weltweit ihn kennen. Weil Ouellet zugleich Präsident der päpstlichen Kommission für Lateinamerika ist, könnte er auch als Nordamerikaner im Konklave auf Stimmen aus Südamerika hoffen. Ouellet wäre wirklich ein Repräsentant der Weltkirche und hat mit 68 Jahren ein perfektes Alter. Die kritischen Aufgaben, die Benedikt ihm 2012 anvertraute, konnte Ouellet lösen: Er war es, der während der großen Missbrauchs-Konferenz an der päpstlichen Universität Gregoriana den viel beachteten Reue-Gottesdienst zelebrierte. Und in Irland, das von einem gewaltigen Missbrauchsskandal erschüttert war, vertrat er den Papst beim Eucharistischen Kongress und sprach auch mit Missbrauchsopfern.

Bild: dpa 17. Februar 2013, 15:232013-02-17 15:23:37 © SZ vom 16. und 17.02.2013/feko