USA Zwei Feuerwehrleute bei Einsatz erschossen

Sondereinsatzkräfte der Polizei erreichen Webster.

(Foto: AP)

Die Polizei spricht von einer Falle: Zwei Feuerwehrleute sind am Einsatzort von einem unbekannten Schützen getötet worden, als sie aus ihren Fahrzeugen stiegen, um einen Brand zu löschen. Eine Sondereinheit der Polizei musste anrücken, zwei weitere Feuerwehrleute sind mit Schusswunden ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Männer hatten gerade ihr Fahrzeug verlassen, um einen Brand zu löschen. Da fielen die tödlichen Schüsse: Zwei Feuerwehrmänner sind an Heiligabend in Webster im Bundesstaat New York bei einem Einsatz vor einem brennenden Haus erschossen worden.

Sie hatten noch nicht mit dem Löschen des Hauses angefangen, da wurden sie ins Visier genommen. Mindestens vier Feuerwehrleute wurden getroffen, zwei von ihnen tödlich. US-Medien identifizierten die beiden Opfer als Mike Chiapperini and Tomasz Kaczowka. Chiapperini war ehrenamtlicher Feuerwehrmann und von Beruf Polizist. Gerald Pickering, der Chef der Polizei von Webster, sagte: "Diese Leute stehen mitten in der Nacht auf und löschen Brände. Sie erwarten nicht, dass man auf sie schießt und sie töten will."

In der amerikanischen Internetzeitung Huffington Post wurde der Täter als William Spengler identifiziert. Spengler ist ein verurteilter Mörder. Nach Angaben der Polizei saß er für den Mord an seiner Großmutter 17 Jahre im Gefängnis. Das Motiv für seine Tat ist bislang unklar.

Der örtliche TV-Sender WROC-TV zitiert einen Ermittler, der von einer Falle für die Feuerwehrleute sprach. Nach Angaben des Fernsehsenders CNN wurde auch der Schütze tot aufgefunden. Wie er ums Leben kam, war zunächst unklar. Pickering sagte: "Die Gefahr ist beseitigt. Wir gehen davon aus, dass der Schütze am Tatort starb."

Die Polizei musste die Menschen aus der Umgebung des brennenden Hauses mit einem Spezialkommando retten. Weil die Feuerwehr wegen der Schüsse stundenlang nicht löschen konnte, brannten vier Häuser und ein Auto.

Ein angeschossener Feuerwehrmann konnte nach einer Stunde mit seinem eigenen Wagen fliehen. Ein anderer wurde bewusstlos gefunden, ist aber nach CNN-Informationen in stabilem Zustand.

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sprach sein Mitgefühl aus. "Freiwillige Feuerwehrleute und Polizisten wurden verletzt, zwei wurden uns genommen, als sie ihrer Pflicht nachgekommen sind. Wir betrauern ihren Tod. Zwei weitere Familien müssen die Feiertage ohne ihre Liebsten verbringen."

Webster, ein Vorort von Rochester am Ontario-See, liegt im Bundesstaat New York und ist mehr als 500 Kilometer von der Metropole entfernt. Die Tat wird die Debatte um schärfere Waffengesetze, die seit dem Amoklauf von Newtown geführt wird, weiter anheizen. Erst am Wochenende hatte sich Amerikas mächtigste Waffenlobby erneut gegen eine Verschärfung der Gesetze durch die Obama-Regierung positioniert.