USA Unbekannter zahlt zu Weihnachten Restaurantrechnung für muslimische Familie

Mit elf Begleitern besucht ein Mann im US-Bundesstaat Georgia ein italienisches Restaurant. Doch er muss nichts bezahlen - weil ein anderer Gast Nächstenliebe zeigt.

Man weiß nicht, wie hoch die Rechnung war, die Eslam S. Mohamed im "Olive Garden" in Augusta im US-Bundesstaat Georgia hätte bezahlen müssen. Es ist kein feines Restaurant, in das er am 24. Dezember einkehrt. Pasta, Suppen, italienische Snacks, doch Mohamed ist mit elf Begleitern unterwegs, sechs Erwachsene, fünf Kinder. Es kommt also wohl einiges zusammen.

Den Endbetrag sieht man nicht auf dem Foto von der Quittung, die Mohamed auf Facebook gespostet hat. Dafür sieht man, dass jemand mit Kugelschreiber eine Nachricht auf die Rechnungszettel geschrieben hat. "Paid. Merry Christmas. Beautiful Family" - auf deutsch: "Bezahlt. Frohe Weihnachten. Wunderbare Famile."

Yesterday i went to Olive Garden restaurant to have dinner with nice families. We were a group of 7 adults and 5...

Posted by Eslam S. Mohamed on Freitag, 25. Dezember 2015

Ein anderer Restaurantgast, der sich nicht zu erkennen gab, hat die muslimische Familie eingeladen. Ein spontaner Akt der Nächstenliebe an Heiligabend und - so interpretiert es jedenfalls der Beschenkte - auch ein Zeichen gegen Islamfeindlichkeit, die von einigen Politikern in den USA angestachelt wird.

Jeder im Restaurant habe mitbekommen, dass seine Familie muslimisch sei, so Mohamed. Man habe es an der Sprache hören und an den Kopftüchern der Frauen sehen können. "Mir fehlen die Worte. Uns hat das wahnsinnig berührt. Trotz all der schrecklichen Dinge, die Muslime gerade miterleben müssen und trotz all der Hasstiraden des Präsidentschaftskandidaten, gibt es noch einen Hoffnungsschimmer in all der Dunkelheit."

Obwohl Mohamed ihn nicht namentlich erwähnt, ist klar, dass er Donald Trump meint, jenen republikanischen Politiker, der seit Monaten keine Gelegenheit auslässt, gegen Minderheiten zu hetzen und kürzlich sogar ein Einreiseverbot für Muslime gefordert hat.

Die Geschichte von der muslimischen Familie und dem generösen Spender ist im Internet inzwischen ein Hit. Mehr als 26 000 Mal wurde Mohameds Facebook-Post geteilt.