Suche nach verschollenem Flug MH370 Zweites Schiff empfängt "pulsierendes Signal"

Offenbar hat nun auch ein Schiff aus Australien bei der Suche nach der vermissten Malaysia Airlines-Maschine im Indischen Ozean ein "pulsierendes Signal" empfangen. Allerdings ist immer noch unklar, ob es eine Verbindung zur Blackbox von Flug MH370 gibt.

Nach einem chinesischen Suchschiff ist jetzt auch von australischer Seite ein "pulsierendes Signal" aufgefangen worden, dass von der MH370-Blackbox stammen könnte. Das mit hochsensiblen Sensoren ausgestattete australische Schiff "Ocean Shield" habe ein akustisches Signal registriert, zitierten chinesische Medien den Chef der Koordinierungsgruppe für die Suche. Das chinesische Schiff "Haixun 01" hatte bereits am Samstag Signale auf der Frequenz 37,5 Kilohertz im Indischen Ozean registriert. Das ist nach Angaben von Airbus eine typische Frequenz für eine Blackbox im Wasser.

Das australische Schiff Ocean Shield hat Signale empfangen, die von der Blackbox des verschollenen Flugzeugs der Malaysian Airlines stammen könnten.

(Foto: REUTERS)

Zudem habe ein Flugzeug der chinesischen Luftwaffe in dem Gebiet eine Reihe von weißen Objekten gesichtet, die an der Wasseroberfläche trieben und Wrackteile sein könnten, heißt es in dem Bericht weiter. Es ist jedoch noch völlig unklar, ob das von den beiden Schiffen aufgefangene Signal von der verschollenen Boeing stammt.

Der australische Verteidigungsminister David Johnston sagte, er habe noch keinen Bericht über die Ortung erhalten und warnte, dass das Signal womöglich nicht von der verschollenen Boeing stamme. "Das wäre nicht das erste Mal, dass wir etwas haben, was sich am Ende als Enttäuschung herausstellt", sagte Johnston im australischen Fernsehen.

Rein rechnerisch ist der kommende Montag ein entscheidender Tag in der unendlich scheinenden Suche nach Flug MH370. Es wird dann genau 30 Tage her sein, dass die Boeing 777 der Malaysia Airlines vom Radar verschwand. 30 Tage lang halten die Batterien des Senders, der an der Blackbox des Flugzeugs angebracht ist. Sind sie leer, wird es noch schwerer, die Flugdaten- und Stimmrekorder zu finden, die so wichtig sind, um das Geheimnis dieses Fluges zu lösen.

"Suche reicht über Dollars und Cents hinaus"

Gefährliches Plastikmeer

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In Malaysia hatte Verkehrsminister Hishammuddin Hussein zuvor eine Presseerklärung abgegeben, in der er sagte, dass sein Land mit Hilfe eines internationalen Ermittlungsteams das Schicksal des verschollenen Flugzeugs klären wolle. Australien, China, die USA, Großbritannien und Frankreich sollten bei den Untersuchungen mitwirken, sagte Hussein am Samstag in Kuala Lumpur. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf drei Bereiche - Flugtauglichkeit, Flugabfertigung sowie medizinische und menschliche Faktoren.

Man werde die Suche nach der Boeing 777 weiterführen, ungeachtet der Kosten. "Die Suche reicht über Dollars und Cents hinaus", so der Verkehrsminister, "Malaysia wird nicht aufhören, nach MH370 zu suchen." Berichten zufolge handelt es sich um die teuerste Suchaktion in der jüngeren Geschichte des Landes.