Es gibt eine Wende im Streit um die italienische Komapatientin Eluana Englaro: Eine Klinik in Udine hat sich bereit erklärt, der Sterbewilligen zu helfen.
Im Sterbehilfe-Streit um die seit 17 Jahren im Koma liegende Italienerin Eluana Englaro hat sich eine Klinik in Udine bereit erklärt, die 37-Jährige für ihre letzten Tage aufzunehmen. Sie komme damit einem Wunsch der Familie nach, erklärte das Krankenhaus im Norden Italiens am Donnerstag laut der Nachrichtenagentur Ansa.
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Liegt seit 17 Jahren im Koma: die Italienerin Eluana Englaro. (© Foto: dpa)
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Englaro liegt derzeit in einer Klinik bei Mailand. Die dortigen Gesundheitsbehörden haben aber die Einstellung der Ernährung und Beatmung der 37-Jährigen untersagt - obwohl das höchste italienische Berufungsgericht im November nach jahrelangem juristischen Tauziehen entschieden hatte, dass Englaro entsprechend dem Antrag ihres Vaters sterben dürfe.
Englaro war 1992 nach einem Autounfall ins Koma gefallen und ist seitdem nicht mehr erwacht. Ihr Fall bewegt ganz Italien. Vor allem die katholische Kirche kämpft erbittert gegen Sterbehilfe für die Frau, der Vatikan verurteilte den Spruch des Berufungsgerichts. "Es läuft darauf hinaus, einen Mord zu begehen, wenn man Eluana nichts mehr zu essen und zu trinken gibt", erklärte nach dem Urteil der Vorsitzende des päpstlichen Rates für Gesundheitsfragen, Javier Lozano Barragan.
Der Fall weckte in Italien Erinnerungen an den Sterbehilfe-Vorkämpfer Piergiorgio Welby, der eine heftige Debatte um die Sterbehilfe ausgelöst hatte. Welby, der seit seinem 18. Lebensjahr an einer unheilbaren Krankheit litt und fast zehn Jahre lang durch künstliche Beatmung am Leben gehalten wurde, hatte vor Gericht vergeblich um sein Recht auf Sterbehilfe gekämpft. Im Dezember 2006 verhalf ihm schließlich ein Arzt zum Tod und schaltete sein Beatmungsgerät ab. Im katholisch geprägten Italien sind sowohl aktive als auch passive Sterbehilfe verboten.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
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(AFP/hai)
Müll am Fluss
es wäre besser wenn die katholische Kirche erbittert gegen Aids in Afrika kämpfen würde, durch die Erlaubnis des Gebrauchs von Kondomen zum Beispiel.
sobald solche schwierigen Fälle in die Presse gehen wird es schwierig,
ich denke einem menschen verhungern und verdursten zulassen ist verwerflich,
künstliche beatmung abzustellen ist möglich,da diese in den natürlichen sterbeprozess eingreift und das sterben verlängert wird ,
seien wir froh das die kath. Kirche immer ihe stimme für das leben erhebt,den einen toten
kann sie im normal FaLL AUCH NICHT WIEDER LEBENDIG MACHEN WENN WIR MAL VOM GRÜNDER ABSEHEN 1
Wenn der sterbewilligen Frau endlich Hilfe zuteil kommt, dann hier offensichtlich aus dem Respekt vor ihrer Person, der manchen Professionellen im Gesundheitswesen offenbar fehlt. Eine Kirche vergreift sich in ihrer Kompetenz, wenn sie sich als Vertretung Gottes aufspielt. Auch eine schon Jahrhunderte währende Gewohnheit lässt kein Recht daraus werden, über das Leben und Sterben von Menschen Entscheidungsmacht zu haben.
...für die arme Seele. Gott sei Dank, kann man nur sagen, auch wenn das die päpstlichen Fachleute für weltliche Medizin anders sehen...