Sexuelle Übergriffe in Indien Einbrecher vergewaltigen Nonne

  • Mehrere Männer überfallen in Indien eine Klosterschule und vergewaltigen die Leiterin. Laut Medienberichten befindet sich die Frau in einem kritischen Zustand.
  • Bewohner demonstrieren gegen die Tat und blockieren Verkehrsstrecken.
  • Trotz großen öffentlichen Protests hält die sexuelle Gewalt gegen Frauen in Indien unvermindert an.

EInbrecher vergewaltigen Nonne

Eine Nonne ist in Indien Opfer einer Gruppenvergewaltigung durch mehrere Einbrecher geworden. Der Polizei zufolge wurden zwei Verdächtige festgenommen, nachdem zwölf Männer in der Nacht zum Samstag in eine Klosterschule im Bundesstaat Westbengalen eingedrungen waren.

Die Nonne sei geknebelt und von mehreren Tätern vergewaltigt worden, sagte Polizeisprecher Anuj Sharma. Medienberichten zufolge hatte sich die Leiterin des katholischen Klosterkonvents "Jesus und Maria" den Männern entgegengestellt. Sie wird inzwischen in einem Krankenhaus behandelt, ihr Zustand wird als kritisch bezeichnet.

Bewohner demonstrieren gegen die Tat

Die Regierungschefin von Westbengalen, Mamata Banerjee, verurteilte den "grauenvollen Angriff" und sicherte ein hartes Vorgehen gegen die Täter zu. Zunächst wurden aber keine Verdächtigen festgenommen. Bewohner der Region demonstrierten am Samstag gegen die Tat und blockierten eine Hauptstraße und eine Eisenbahnstrecke.

Sexuelle Gewalt gegen Frauen hält unvermindert an

2012 hatte der Fall einer jungen Studentin weltweit Empörung und in Indien Massendemonstrationen ausgelöst. Die junge Frau war von einer Gruppe Männer in einem Bus in Neu Delhi so schwer misshandelt und vergewaltigt worden, dass sie ihren Verletzungen erlag. Doch trotz der allgemeinen Entrüstung und einer darauf folgenden Verschärfung der Strafgesetze hält die sexuelle Gewalt gegen Frauen in Indien unvermindert an. Einer Regierungsstatistik zufolge wird weiterhin alle 22 Minuten eine Frau vergewaltigt